Tag-Archiv für 'waffenstillstand'

Strategische Feuerpause

Irisch-republikanisches Wandbild in Belfast
Irisch-republikanisches Wandbild in Belfast
Foto: flickr/PPCC Antifa (CC BY-NC-SA 2.0)

Vor 20 Jahren verkündete die IRA einen Waffenstillstand. Florian Osuch, junge Welt, 30.8.2014
Von bundesdeutschen Medien weitgehend unbeachtet, verstarb in der vergangenen Woche der ehemalige irische Ministerpräsident Albert Reynolds. Er war eine Schlüsselfigur im Friedensprozeß in Nordirland. Am 31. August 1994 erklärte die IRA einen einseitigen Waffenstillstand und ebnete den Weg für Verhandlungen zu einem dauerhaften Frieden. Gerry Adams, Vorsitzender der irisch-republikanischen Partei Sinn Féin, bezeichnete die Einstellung der IRA-Operationen vor 20 Jahren als »beispiellose Initiative einer ungeschlagenen Armee«. (mehr…)

Mit friedlichen Mitteln

Wandbild mural in Belfast Ireland INLA IRSP RSM
Wandbild in West-Belfast flickr/PPCC Antifa (CC BY-NC-SA 2.0)

IRA-Splittergruppe INLA erklärt ihren bewaffneten Kampf für beendet.
Florian Osuch junge Welt 13.10.2009

Die Irish National Liberation Army (INLA) hat am Sonntag ihren bewaffneten Kampf gegen die britische Besatzung im Norden Irlands für beendet erklärt. Martin McMonagle vom politischen Arm der INLA überbrachte die Nachricht während einer Gedenkveranstaltung im irischen Wicklow. Die INLA werde in Zukunft ausschließlich mit friedlichen Mitteln für eine sozialistische irische Republik eintreten. Zu diesem Schluß sei die Untergrundorganisation nach ausführlichen Debatten und Beratungen gekommen. »Der bewaffnete Kampf ist beendet«, hieß es unmißverständlich. Martin McMonagle äußerte, daß sich seine Bewegung den Analysen der INLA anschließe und den Schritt zum Aufbau einer linken Partei auf den Grundsätzen von »Gleichheit, Gerechtigkeit, Würde und Menschenrechte« voll unterstützte.
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INLA beendet bewaffneten Kampf

Plakat Belfast Ireland INLA
flickr/PPCC Antifa (CC BY-NC-SA 2.0)

Irische Untergrundgruppe will friedlich für sozialistische Republik kämpfen.
Florian Osuch Neues Deutschland 13.10.2009

Der Zeitpunkt war geschickt gewählt. Die irische Untergrundorganisation INLA (Wiki) verkündete am Sonntag das Ende ihres bewaffneten Kampfes. Am Montag sagte US-Außenministerin Hillary Clinton in Belfast den Nordiren Washingtons Hilfe bei »Vollendung« ihrer »Reise« zum Frieden zu. Die USA wollten behilflich sein, dass die Nordiren »die langen Jahre der Spaltung und des Konflikts weit hinter sich lassen«, erklärte Clinton vor dem Parlament in Stormont Castle bei Belfast.
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Kein Ende der Gewalt in Nordirland

UVF mural Belfast Shankill Road
flickr/sashafatcat (CC BY 2.0)

Loyalistische Überfälle in Belfast und Portadown. Einschüchterung als politisches Programm der Extremisten. Florian Osuch junge Welt 21.09.2005

Die Welle unionistischer Gewalt im von Großbritannien besetzten Norden Irlands reißt nicht ab. Nachdem sich in der vergangenen Woche probritische Loyalisten nächtliche Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert hatten, ist es am Wochenende zu zwei schweren Übergriffen gekommen: In Nordbelfast wurde ein Mann überfallen und mit einem Messer schwer verletzt, als er gerade ein katholisches Viertel verlassen hatte. In Portadown wurde in der Nacht zum Montag ein Haus mit Benzinbomben und Steinen attackiert. Die in dem Haus lebende Frau blieb unverletzt, sie hatte jedoch bereits einen Sohn bei einem früheren Überfall verloren. Vor fünf Jahren wurde der damals 19jährige gemeinsam mit einem Freund von Mitgliedern der paramilitärischen Ulster Volunteer Force (UVF) getötet.
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Ende der Toleranz

Loyalist muralLondon reagiert auf Bruch der Waffenruhe in Nordirland. Loyalistische Gewalt könnte Friedensprozeß endgültig scheitern lassen.
Florian Osuch junge Welt 15.9.2005

Der Friedensprozeß im Norden Irlands steht möglicherweise vor dem Aus. Der britische Nordirlandminister Peter Hain erklärte in der Nacht zu Mittwoch, daß er die Waffenruhe der paramilitärischen Ulster Volunteer Force (UVF) nicht mehr anerkenne.
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