Tag-Archiv für 'verfassungsschutz'

Interview »Die linksradikale Bewegung ist momentan im Umbruch«

Interview mit einem Mitglied der radikalen linken berlinDer Verfassungsschutz schlägt Alarm: In Berlin gibt es eine linke Gruppe, die besonders militant sein soll. Gespräch mit Kamila Bach, Mitglied der »radikalen linken berlin«. Florian Osuch, junge Welt, 10.1.2015

Antifa in der Krise«, konstatierte im vergangenen Jahr ein Kongress in Berlin. Nachdem sich landauf, landab etliche Gruppen aufgelöst haben, gibt es jetzt aber eine Neugründung: die »radikale linke berlin«. Warum?
Die linksradikale Bewegung ist momentan im Umbruch. Alte Zusammenhänge haben sich aufgelöst, neue sind entstanden. Uns geht es darum, linken Widerstand zu organisieren. Die Gründung der »radikalen linken berlin« ist der Versuch, aus den Erfahrungen zu lernen, um gemeinsam in die Gesellschaft hinein wirken zu können. Wir wollen uns nicht von den Menschen abwenden und in einer »Szene« einrichten. Wo das Leben ist, muss auch die radikale Linke sein. (mehr…)

Zirkuläres System – Buch zur Antifa

Buch: Deutschland, einig Antifa? – 400 Seiten im Dienst der ExtremismustheorieEine Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes hat ein Buch über die Antifa geschrieben. Florian Osuch, junge Welt, 7.8.2014
Verfassungsschützer, ihnen nahestehende Wissenschaftler und Autoren haben ein zirkuläres System zum Selbsterhalt aufgebaut. Jahresberichte und Broschüren des Verfassungsschutzes (VS) stellen Antifaschisten als »Linksextremisten« dar. Journalisten, Ministerien und Polizei nutzen solche Publikationen als Quellen für ihre Arbeit, die vom Verfassungsschutz wiederum zur Begründung ihrer Beobachtungsaktivitäten herangezogen wird. (mehr…)

400 Seiten im Dienst der Extremismustheorie

Buch: Deutschland, einig Antifa? - 400 Seiten im Dienst der ExtremismustheorieDer Verfassungsschutz schreibt sich seine »wissenschaftlichen« Grundlagen im Kampf gegen die Antifa selbst. Florian Osuch, Neues Deutschland, 09.04.2014
Eine Studie zu antifaschistischen Bewegungen in Deutschland stellt die Arbeit von Nazigegnern als linksextremistische Agitation dar. Die Autorin ist eine Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes.
Im Berliner »Tagesspiegel« erschien Ende Januar ein vieldiskutierter Kommentar mit dem Titel »Danke, liebe Antifa!«. Es ist die Bekundung eines Anhängers (»Wäre die Antifa nicht da, gäbe es viel mehr Nazis in meinem Leben.«), nicht eines Aktivisten, und der Beitrag hatte wütende Leserzuschriften zur Folge. Die Zeitung sei »von allen guten Geistern verlassen«, meinte der langjährige Berliner Finanzsenator und Autor Thilo Sarrazin, und später schrieb Frank Jansen im »Tagesspiegel« zu »Verdiensten, Versagen und Verbrechen« der Antifa. (mehr…)