Tag-Archiv für 'uup'

Chance auf Frieden nach 30 Jahren Krieg

mural belfast
Wandbild in Belfast: Time for peace, time go!
flickr/Miss Copenhagen (CC BY-NC-ND 2.0)

Florian Osuch junge Welt 10.05.2007

Das Kunststück scheint geglückt. Nach Jahren britischer Direktherrschaft wird seit Beginn der Woche der Norden Irlands wieder durch eine eigene Regionalregierung vertreten. Bis zuletzt war nicht sicher, ob sich die Democratic Unionist Party (DUP) – die größte Partei im probritischen Lager – zu einer Allparteienregierung unter Einbeziehung der irisch-nationalistischen Sinn Féin durchringen würde. Zu oft hatte DUP-Chef Ian Paisley den »Dr. No« gespielt und selbst den indirekten Kontakt über Unterhändler zu Sinn Féin verweigert.
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Blockade der Loyalisten

belfast union jack flag
flickr / soilse CC BY-NC-ND 2.0

Protestanten verhindern Regierungsbildung in Nordirland. Neue Kommission berufen.
Florian Osuch junge Welt 27.5.2006

Vor Beginn der alljährlichen Märsche protestantischer Orden wird der Friedensprozeß im Norden Irlands erneut auf eine harte Probe gestellt: Die protestantischen Loyalisten blockieren die Bildung einer neuen Autonomieregierung. Mitte Mai war das seit fast drei Jahren suspendierte Parlament wieder zusammengekommen, um eine Regierung zu wählen. Die stärkste Fraktion sollte dabei den Regierungschef und die größte Fraktion des gegnerischen Lagers dessen Vertreter stellen. Auf dieser Grundlage hatte Sinn-Féin-Präsident Gerry Adams den Führer der pro-britischen Democratic Unionist Party (DUP) als Regierungschef vorgeschlagen. Für dessen Stellvertreter nominierte Adams seinen Parteikollegen Martin McGuiness.
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Unionisten in Bedrängnis

Gerry Adams, Sinn Fein
flickr/missfitzphotos (CC BY 2.0)

Britisches und irisches Ultimatum: Nordirische Parteien sollen gemeinsame Regierung bilden.
Florian Osuch junge Welt 8.4.2006

Kurz vor dem achten Jahrestag des historischen Karfreitagabkommens kommt der festgefahrene Friedensprozeß im Norden Irlands erneut in Bewegung. Der britische Premierminister Tony Blair und sein irischer Amtskollege Bertie Ahern hatten am Donnerstag einen Plan für die Reaktivierung der Autonomieregierung bekanntgegeben. Bis zum 15. Mai soll das vor vier Jahren suspendierte Regionalparlament wieder zusammentreten und binnen sechs Monaten eine Allparteienregierung bilden.
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»Gefährliches politisches Vakuum«

Sinn FéinIrlandweite Aktionen von Sinn Féin gegen Verschiebung der Nordirland-Wahl. Florian Osuch junge Welt 28.05.2003

»Es gibt keinen Grund, warum wir im Mai nicht wählen können«, so das Statement von Sinn-Féin-Präsident Gerry Adams zu den ursprünglich für den morgigen Donnerstag geplanten Wahlen zum nordirischen Parlament. Sie wurden inzwischen auf Herbst vertagt. Die britische Regierung hatte den Termin vor sechs Wochen erneut verschoben, weil sich der Unionisten-Führer David Trimble geweigert hatte, mit Sinn Féin auf parlamentarischer Ebene zusammenzuarbeiten, solange sich die ihr nahestehende IRA nicht völlig entwaffnet habe.
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Krawalle bei Oranier-Umzug

Nordirland: »Marsch-Saison« eskalierte erneut in Portadown Florian Osuch junge Welt 09.07.2002

Zum Höhepunkt der alljährlichen Marschsaison des protestantischen Oranier-Ordens kam es am Sonntag in Portadown (Grafschaft Armagh) zu heftigen Ausschreitungen. Rund 1.300 Unionisten waren zuvor friedlich vom Stadtkern zur außerhalb gelegenen Kirche von Drumcree gezogen. Die vom britischen Premierminister Tony Blair eingesetzte Paradenkommission hatte dem Orden im fünften Jahr in Folge den Rückweg durch die mehrheitlich katholische Garvaghy Road untersagt. Als eine Abordnung des Ordens an den meterhoch verbarrikadierten Toren zum pro-irischen Viertel eine Protestnote abgeben wollte, eskalierte die Situation. Einige Dutzend Unionisten, darunter auch Ordensmänner, versuchten die Absperrung zu durchbrechen, wurden jedoch abgedrängt. Die Polizei, unterstützt vom britischen Militär, setzte Wasserwerfer gegen die Unionisten ein und feuerte Gummigeschosse. 24 Polizisten und Soldaten wurden verletzt, mehrere Randalierer festgenommen. Für die nächsten Tage werden weitere Auseinandersetzungen erwartet.
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