Tag-Archiv für 'uda'

Zwei Übergriffe pro Tag

UDA-Wandbild in, Newtownabbey, Nordirland
UDA-Wandbild in Newtownabbey, Nordirland
Foto: Wikipedia/Keresaspa (CC BY-SA 3.0)

In Nordirland steigt die Zahl rassistischer Attacken. Probritische Milizen terrorisieren Einwanderer. Florian Osuch, junge Welt, 21.5.2014
In Nordirland gehen Anhänger probritischer Milizen immer häufiger gegen Migranten vor. Nach Angaben der Zeitung Belfast Telegraph registriert die Polizei in der Provinz durchschnittlich zwei rassistische Übergriffe pro Tag. Die Dunkelziffer liegt nach Auffassung von antirassistischen Aktivisten weit höher, da nur etwa 20 Prozent der Vorfälle bei der Polizei gemeldet würden. Der Belfast Telegraph warnte, Nordirland könne zur »europäischen Hauptstadt des Rassismus« werden. (mehr…)

Das Pinselrezept

UDA-Wandbild in Belfast Nordirland, mural UDA Belfast, Northern Ireland
UDA-Wandbild in Belfast, Nordirland
flickr/Photolifer (CC BY-NC 2.0)

Der Giro d’Italia wird in diesem Jahr in Nordirland beginnen. Dort tobt ein Streit um die Herrichtung der Strecke. Florian Osuch, junge Welt, 27.2.2014
Der Giro d’Italia hat schon oft im Ausland angefangen, der Austragungsort des diesjährigen Prologs ist aber etwas Besonderes. Er wird am 9. Mai durch die nordirische Metropole Belfast führen. Am zweiten Tag fährt das Peloton nach Armagh (ebenfalls Nordirland), am dritten nach Dublin. Von dort geht es mit Flugzeugen nach Italien. Beendet wird die Rundfahrt am 1. Juni in der norditalienischen Stadt Triest. (mehr…)

Angriffe auf Einwanderer in Belfast

UDA-Wandbild in Belfast, Tigers Bay, Nordirland. UDA-Mural Northern Ireland
UDA-Wandbild im Stadtviertel
Tiger’s Bay in Belfast, Nordirland

Nordirlands probritische Milizen haben offenbar neue Gegner gefunden. In Nordirland kam es im Januar zu mehreren Angriffen auf Ausländer. Loyalisten wollen ihre Stadtviertel britisch, weiß und protestantisch halten. Florian Osuch, Neues Deutschland, 5.2.2014
In der nordirischen Metropole Belfast kam es in den ersten Wochen des Jahres zu einer Serie fremdenfeindlicher Übergriffe. Zuletzt wurden Ende Januar im Norden der Stadt mehrere Pkw in Brand gesetzt. Betroffen waren vier Familien, zwei aus Polen, je eine aus der Slowakei und aus Afghanistan. Zwei Familien sind aus Angst vor weiteren Attacken bereits aus ihren Häusern geflüchtet und bei Verwandten untergekommen. Schon Anfang Januar waren in Ostbelfast sieben Angriffe gemeldet worden. Häuser wurden beschädigt und Fensterscheiben eingeschlagen. (mehr…)

Englands schmutziger Krieg

Mural Collusion Belfast RUC British Army UVF UDA
flickr/PPCC Antifa (CC BY-NC-SA 2.0)

Ende vergangenen Jahres sorgte eine von der BBC ausgestrahlte Dokumentation für Aufsehen. Der Film »Großbritanniens geheime Terror-Truppe« legte dar, dass die britische Armee Anfang der 1970er Jahre Mordkommandos unterhielt. Florian Osuch Marx21 13.1.2014
In der BBC-Doku berichten Mitglieder der damaligen »Military Reaction Force« (MRF), wie Angehörige der MRF vor allem in der Metropole Belfast irische Zivilisten ermordete, um die »IRA zur Strecke zu bringen«. Sie bestätigen erneut, was Hinterbliebene, lokale Initiativen und Menschenrechtsorganisationen in jahrzehntelanger Recherchearbeit ans Tageslicht gebracht haben: Britische Sicherheitskräfte – Polizei, Militär und auch die Geheimdienste – führten einen schmutzigen Krieg in Nordirland, kooperierten mit Todesschwadronen und schreckten auch selbst vor extralegalen Hinrichtungen nicht zurück. (mehr…)

Belfast: Allein gegen Miliz

Wandbild für UDA-Mann  Jackie Coulter in Belfast
Wandbild für Jackie Coulter in Belfast
Foto: flickr/cwd1978 (CC BY-NC-ND 2.0)

Probritische Paramilitärs terrorisieren Familie in Nordirland. Junge Mutter geht in die Offensive. Florian Osuch, junge Welt, 4.12.2013
Die einen werden Tracey Coulter aus Belfast für mutig halten, die anderen für leichtsinnig und einige gar für lebensmüde. Nach einem Brandanschlag auf ihr Haus im Shankill-Viertel, einer Hochburg der probritischen Paramilitärs, geht die Mutter von vier Kindern in die Offensive. Vor laufenden Kameras der BBC bezichtigte sie Anhänger der probritischen Miliz »Ulster Defence Association« (UDA) Urheber der Attacke zu sein. Sie geht von einem Racheakt aus, denn wenige Tage zuvor hatte sie in einem Verfahren gegen einen ehemaligen UDA-Mann ausgesagt. Coulter selbst hatte früher enge Verbindungen zur UDA. (mehr…)

20 Jahre nach Anschlag: »I am truly sorry«

20 Jahre nach Anschlag in Belfast
Foto: flickr/hanszinsli (CC BY-NC-ND 2.0)

Nordirland erinnert an Anschlag vor zwanzig Jahren. Attentäter bittet um Verzeihung. Florian Osuch, junge Welt, 23.10.2013

In Belfast wird heute an die Opfer eines Bombenanschlags der IRA vor 20 Jahren erinnert. Angehörige und Freunde wollen sich vor einem ehemaligen Fischgeschäft auf der Shankill Road versammeln, einer beliebten Einkaufsstraße und Hochburg pro-britischer Paramilitärs in Nordirland. Am 23. Oktober 1993 starben dort zehn Menschen, als ein Sprengsatz explodierte. Neben acht Zivilisten wurden ein Mitglied der pro-britischen Miliz »Ulster Defence Association« (UDA) sowie der Attentäter getötet. (mehr…)

Mörder aus Haft entlassen

Mural Shankill Road Belfast UDA
Wandbild der UDA/UFF in Belfast
flickr/Supermac1961 (CC BY 2.0)

Überfall auf Bar in Nordirland vor 20 Jahren: Täter soll Informant gewesen sein. Florian Osuch junge Welt 06.09.2013

In Nordirland ist ein verurteilter Mehrfachmörder und ehemaliges Mitglied der pro-britischen Miliz »Ulster Defence Association« (UDA) aus der Haft entlassen worden. Stephen Irwin war Hauptschütze des »Greysteel Massakers«, bei dem am 30. Oktober 1993 in einen Irish Pub in der nordirischen Kleinstadt Greysteel mehrere Personen getötet wurden. (mehr…)

Weiß, rechts, britisch

Combat 18 Keep Ulster White
flickr/PPCC Antifa

Neonazis aus England greifen nach Irland. Dort kommt es nach dem Ende des wirtschaftlichen Aufschwungs zu einem Erstarken von Rassismus.

Florian Osuch in der Zeitschrift Antifaschistisches Infoblatt (AIB) Nummer 83: Sommer 2009.

Die Neonazipartei British National Party (BNP) plant eine Expansion nach Irland. Nach einigen Wahlerfolgen in den vergangenen Jahren in Großbritannien möchte die BNP jetzt erstmalig in Nordirland Fuß fassen. Zuletzt bezeichnete der BNP-Parteichef Nick Griffin, Ulster als eine Priorität.
(mehr…)

Krieg verherrlicht

Tausende protestieren gegen Heimkehrer-Parade für britische Soldaten aus Afghanistan und dem Irak in Belfast
Florian Osuch junge Welt 4.11.2008

Am Sonntag demonstrierten in Belfast mehrere tausend Personen gegen eine Militärparade der britischen Armee. Aufgerufen zu dem Protest hatte die irische Linkspartei Sinn Féin sowie NGOs und Friedensgruppen. Der als »Heimkehrer-Parade« deklarierte Aufzug wurde vom britischen Verteidigungsminister aus London organisiert und war die erste Militärparade in Belfast seit Ende des Zweiten Weltkrieges.
(mehr…)

Kein Geld mehr für die Loyalisten

Mural Shankill Road Belfast UDA
flickr/Supermac1961 (CC BY 2.0)

Polizeichef in Nordirland fordert nach Ausschreitungen Stopp der Zahlungen an Gruppen im Umfeld der pro-britische UDA. Paramilitärs offenbar im Drogengeschäft aktiv. Florian Osuch junge Welt 06.08.2007

Wie soll im noch jungen nord­irischen Friedensprozeß mit pro-britischen Paramilitärs umgegangen werden? Bindet man sie ein, oder sollen sie ausgrenzt werden? Während die Irisch Republikanische Armee (IRA) ihre eigene Entwaffnung abgeschlossen hat und die britischen Armee nahezu vollständig aus dem Norden Irlands abzogen ist, halten loyalistische Gruppen an ihren Waffen fest.
(mehr…)

Ende der Toleranz

Loyalist muralLondon reagiert auf Bruch der Waffenruhe in Nordirland. Loyalistische Gewalt könnte Friedensprozeß endgültig scheitern lassen.
Florian Osuch junge Welt 15.9.2005

Der Friedensprozeß im Norden Irlands steht möglicherweise vor dem Aus. Der britische Nordirlandminister Peter Hain erklärte in der Nacht zu Mittwoch, daß er die Waffenruhe der paramilitärischen Ulster Volunteer Force (UVF) nicht mehr anerkenne.
(mehr…)

Wahlen als Friedenshebel

Sinn FéinNordirland-Gespräche in London. Sinn Féin legt Dossier über anti-irischen Terror vor. Florian Osuch junge Welt 15.10.2003

Bei einem überraschenden Gipfeltreffen am Montag in London mit Britanniens Premierminister Tony Blair, dessen irischem Amtskollegen Berti Ahern sowie den nordirischen Vertretern David Trimble (Ulster Unionist) und Gerry Adams (Sinn Féin) wurde über neue Anstöße für den festgefahrenen Friedensprozeß verhandelt. Seit über einem Jahr steht der Norden Irlands wieder unter direkter britischer Verwaltung, nachdem die Ulster Unionist Party die Zusammenarbeit mit Sinn Féin in der »Allparteien-Regierung« aufgekündigt hatte. Nunmehr wurden die von Sinn Féin seit langem geforderten Neuwahlen für den 13. November anvisiert. Ob der Termin bestätigt wird, entscheidet sich im Laufe des Mittwochs: Tony Blair müßte die Wahl heute ausrufen, um festgesetzte Fristen für die Dauer des Wahlkampfes zu wahren. Weitere Informationen zu den Gesprächsergebnissen lagen nicht vor.
(mehr…)