Tag-Archiv für 'spanien'

Rechte erinnern an Franco-Putsch

In der katalanischen Stadt Girona haben extreme Rechte an den Franco-Putsch in Spanien vor 80 Jahren erinnert. Florian Osuch junge Welt 27.07.2016
Nach Angaben der katalanischen Zeitung Directa hatte die »Acción Juvenil Española« (Jugendaktion Spanien, AJE) zu der Veranstaltung unter dem Titel »Gefallen für Gott und Spanien« eingeladen. Die AJE ist eng verbunden mit dem ultrakonservativen »Movimiento Católico Español« (Spanische katholische Bewegung). Das Treffen habe bereits am 18. Juli stattgefunden. Von Directa veröffentlichte Bilder zeigen führende Rechtsextremisten bei einem Gedenkrundgang auf einem städtischen Friedhof sowie bei einem gemeinsamen Essen in einem mit Bannern der faschistischen Partei »Falange« geschmückten Saal. Teilnehmer war laut Directa auch Javier Barraycoa, Professor der katholischen Privathochschule Universitat Abat Oliba, ein führender Rechtsextremist.

Neue Rechtsallianz in Spanien

Nazis in Spanien
„Die Spanier zuerst“, Sticker von „España 2000″
Foto: flickr/mi) (CC BY 2.0)

»Identitäre Föderation« soll von christlicher Volkspartei enttäuschte Konservative ansprechen. Florian Osuch junge Welt 24.02.2016
In Spanien haben drei rechte Gruppierungen eine neue Allianz gebildet. Wie das Nachrichtenportal Público berichtete, haben sich die kleine Partei España 2000, die noch kleinere »Freiheitspartei« Partido por la Libertad (PxL) sowie die in einigen Kommunen Kataloniens erfolgreiche Plataforma per Cataluña (PxC) auf die Bildung einer »Spanischen Identitären Föderation« verständigt. Unterstützt wird die Federación Identitaria Española von der kleinen, aber teils einflussreichen Organisation Manos Limpias (saubere Hände). Zielgruppe des Zusammenschlusses sind konservative und »patriotische« Spanier, die sich von der großen christlichen Volkspartei Partido Popular (PP) enttäuscht abgewandt haben. (mehr…)

Sieg der »Volksfront«

Frente Popular, Spanien 1936Vor 80 Jahren gewann das Bündnis aus Sozialisten, Kommunisten und liberalen Kräften die spanischen Parlamentswahlen. Florian Osuch, junge Welt, 13.02.2016
Am 16. Februar 1936 gewann in Spanien die »Frente Popular« – ein Bündnis aus Sozialisten, Kommunisten und bürgerlich-liberalen Republikanern – die Parlamentswahlen. Unterstützt wurden sie von Anarchisten und Anhängern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Das Mehrheitswahlrecht in Spanien begünstigte es, dass sich Parteien in Koalitionen zusammenschließen. Mitte der 1930er Jahre sorgte zudem der Aufstieg faschistischer und nationalistischer Bewegungen in Europa dafür, dass sich auch in Spanien die antifaschistischen Kräften verbündeten. Im Nachbarland Portugal hatte 1933 António Salazar den faschistischen »Estado Novo«, den »Neuen Staat«, ausgerufen. Im gleichen Jahr war Hitler in Deutschland die Macht übertragen worden, und in Italien herrschte Mussolini bereits seit 1925. Wie real die faschistische Bedrohung in Spanien war, sollte sich mit dem Putsch unter General Francisco Franco nur ein halbes Jahr nach dem Sieg der Volksfront zeigen. (mehr…)

Als die Volksfront siegte

Frente Popular, Spanien 1936Vor 80 Jahren gründete sich in Spanien die Frente Popular. Die Wahlen im Monat darauf gewann sie. Vorausgegangen waren Streiks und Aufstände. Florian Osuch, junge Welt, 16.01.2016
Am 15. Januar 1936 schlossen sich in Spanien Sozialisten und Kommunisten mit bürgerlichen, republikanischen Parteien, unterstützt von der katalanischen Linken, zusammen. Der Frente Popular, so der spanische Begriff für Volksfront, hatte die Rettung der Zweiten Spanischen Republik gegen die aufstrebenden Faschisten zum Ziel. Und tatsächlich: Bei den Wahlen, die im Februar stattfanden, gewann das Bündnis eine Mehrheit im Parlament. In der Folge entfesselten die Faschisten den Bürgerkrieg – mit dem bekannten Ausgang. Was aber ging der Bildung und dem Aufstieg des Frente Popular voraus? (mehr…)

Francos langer Schatten

Juan Carlos (l.) und Franco (r.)

Vor 40 Jahren starb der spanische Diktator. Florian Osuch, Unsere Zeit Welt, 11.12.2015
Rund um den 20. November 2015 fanden in Spanien wie in den Jahren zuvor Kundgebungen, kirchliche Zeremonien und andere Ehrungen anlässlich des Todestages des Diktators Francisco Franco statt. In der „jungen Welt“ war von landesweit 40 katholischen Messen zu lesen. In Madrid nahmen an einem Marsch „für die Einigkeit Spaniens“ neben Vertretern rechtsextremer Splitterparteien aus Spanien auch Delegationen aus Frankreich und Italien teil. Im „Valle de los daídos“, einem Wallfahrtsort spanischer Alt- und Neofaschisten, gab es eine katholische Messe. Im „Tal der Gefallenen“ liegt Francisco Franco (1882–1975) begraben, neben José Antonio Primo de Rivera (1903–1936), dem Gründer der faschistischen Bewegung „Falange Española“. Das Monumentalbauwerk liegt etwa 60 Kilometer nordwestlich von Madrid und war zwischen 1940 und 1959 von mehreren tausend Zwangsarbeitern errichtet worden. (mehr…)

Francos langer Schatten

Madrid, Spain, homenaje fascista, Franco, Division Azul, Falange
Faschisten in Spanien gedenken »Division Azul«; flickr/theyedroppers world (CC BY-NC-SA 2.0)

Der spanische Diktator starb vor 40 Jahren. Ein wirklicher Bruch wurde nach seinem Tod nicht vollzogen. Das wirkt bis heute nach. Florian Osuch, junge Welt, 11.11.2015
Spanien tut sich schwer mit dem Erbe des Franquismus. Einen Bruch mit dem Faschismus gab es nicht, und eine Aufarbeitung steht bis heute aus. General Francisco Franco hatte in Spanien 1936 gegen eine Linksregierung geputscht. Deutschland und Italien leisteten ihrem Partner Schützenhilfe, während Tausende Antifaschisten aus aller Welt der Republik zu Hilfe eilten. Deutsche Flugzeuge zerstörten das baskische Gernika und bombardierten Madrid und Barcelona. 1939 übernahmen die Putschisten nahezu kampflos die Hauptstadt, Franco begann sogleich ein faschistisches Regime zu errichten. (mehr…)

»No Pasarán« in Donezk

Antifaschisten aus Madrid unterstützen die »Volksrepublik« in der OstukraineAntifaschisten aus Madrid unterstützen die »Volksrepublik« in der Ostukraine. Florian Osuch, junge Welt, 20.8.2014
Zwei junge Männer aus Spanien befinden sich seit mehreren Wochen im Osten der Ukraine. Sie unterstützen als »Freiwillige im Battalion Vostock« die ausgerufene »Volksrepublik Donezk«. Nach eigenen Angaben hatten Rafael Muñoz und Ángel Davilla über Monate die Lage in der Ukraine und den wachsenden Einfluß der Faschisten in Kiew verfolgt. Nach dem Massaker vom 2. Mai in Odessa, als Anhänger des »Rechten Sektors« ein Gewerkschaftshaus in Brand setzten und Dutzende Menschen verbrannten, hätten sie den Entschluß gefaßt, sich in das Krisengebiet zu begeben. Nach Angaben der Zeitung El País reisten Muñoz und Davilla im Juli aus Madrid in die Ukraine. (mehr…)

Gespaltene Rechte in Madrid

Madrid, Spain, homenaje fascista, Franco, Division Azul, Falange
Denkmal für die »Division Azul«, Madrid
theyedroppers world (CC BY-NC-SA 2.0)

In Spanien erinnerten Faschisten an eine franquistische Freiwilligentruppe für die Hitlerwehrmacht. Florian Osuch junge Welt 12.2.2014
In der spanischen Hauptstadt Madrid fanden am vergangenen Wochenende mehrere Veranstaltungen von Faschisten statt. Sie erinnerten an spanische Soldaten der »Blauen Division«, einer Freiwilligendivision im Zweiten Weltkrieg. Spaniens Diktator Francisco Franco hatten diesen Verband zwischen 1941 und 1943 zur Unterstützung der deutschen Wehrmacht in ihrem Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion entsandt. Die Truppe war als »Division Azul« (Blaue Division) bekannt, ihre Teilnehmer werden von spanischen Faschisten als Helden verehrt. (mehr…)

Neue rechte Allianz in Spanien

Faschisten in Barcelona, 12.10.2013
Faschisten am 12.10.2013 in Barcelona, Foto: flickr/Victor Serri (CC BY-NC-ND 2.0)

Mehrere faschistische Gruppierungen haben sich verbündet.
Familiäre Verbindungen bis in die etablierte Politik. Florian Osuch, Antifaschistische Nachrichten, Nr. 2/2013, 23.1.2014

Die extreme Rechte in Spanien gilt als stark zersplittert. Ein dutzend Organisationen und Parteien tummeln sich rechts von der konservativen Volkspartei Partido Popular (PP). Nun haben sich mehrere Gruppierungen zur Allianz „España en marcha“ (Spanien in Bewegung bzw. Spanien marschiert) zusammengeschlossen. Es sind Gruppierungen wie Democracia Nacional (Nationale Demokratie), La Falange, Movimiento Católico Español (Spanische katholische Bewegung), Alianza Nacional (Nationalen Allianz, AN) sowie Nudo Patriota Español (Patriotischer spanischer Kern). (mehr…)

Antifa in Spanien

KZ Sachsenhausen
Faschisten am 12.10.2013 in Barcelona
Foto: flickr/Victor Serri (CC BY-NC-ND 2.0)

Zwischen Aufarbeitung des Franco-Faschismus und Neonazigewalt, Florian Osuch in der Zeitschrift Antifaschistisches Infoblatt (AIB) Nummer 101: Winter 2013/14
Jeden Herbst mobilisieren die antifaschistischen Bewegungen in Spanien gegen Versammlungen von Neonazis und Altfaschisten. Sowohl zum 12. Oktober, in Erinnerung an die Landung von Christoph Columbus in Lateinamerika, als auch am 20. November, dem Todestag Francisco Francos und Primo de Riveras, sammeln sich Rechte verschiedenster Couleur.

In Barcelona veranstaltete in diesem Jahr das Bündnis Plataforma Antifeixista zusammen mit Migran­t_innenverbänden eine Kundgebung. Schwerpunkt war allerdings ein internationaler Antifa-Kongress am Vorabend des 12. Oktober 2013. Neben Vertreter_innen antifaschistischer Gruppen aus Spanien waren Gäste aus Italien und Russland sowie Aktive aus Deutschland von der Antifaschistischen Linken Berlin und dem Antifaschistischen Infoblatt anwesend. Die Teilnehmenden debattierten über antifaschistische Strategien, Erinnerungspolitik, Bündnisarbeit und antifaschistische Selbsthilfe. (mehr…)

Verteidigt »La Casika«

Gefahrengebiet Hamburg
flickr/Ricardo Barquin Molero (CC BY-NC-SA 2.0)

Besetztem Kulturzentrum in Madrid droht Räumung. Demonstration am Sonnabend. Florian Osuch, junge Welt, 17.1.2014
Den sozialen Bewegungen der Metropolenregion Madrid droht der Verlust eines der ältesten besetzten Häuser. Das selbstverwaltete Zentrum »La Casika« in Móstoles, einem Vorort der spanischen Hauptstadt, soll geräumt werden. Erst vor wenigen Wochen hatten die Besetzer den 16. Geburtstag des seit Dezember 1997 okkupierten Areals mit Gebäude und einer Freifläche gefeiert. Jetzt droht die Räumung. Am Sonnabend ist eine Demonstration geplant. (mehr…)

Nazis verbünden sich

Faschisten in Barcelona, 12.10.2013
Faschisten am 12.10.2013 in Barcelona
Foto: flickr/Victor Serri (CC BY-NC-ND 2.0)

In Spanien treten mehrere faschistische Gruppierungen neuerdings gemeinsam auf. Florian Osuch, antifa – Zeitung der VVN-BdA, 1.1.2014
Rund ein Dutzend rechte Organisationen haben sich in Spanien zum Bündnis »España en marcha« (Spanien marschiert) zusammengeschlossen. Sie wollen die stark zersplitterte extreme Rechte ihres Landes einen. »España en marcha«, das sind: Democracia Nacional, La Falange, Movimiento Católico Español (Spanische katholische Bewegung), Alianza Nacional sowie Nudo Patriota Español (Patriotischer Kern). (mehr…)

Neue rechte Allianz

Spanische Nazis am 12.10.2013 in Barcelona
Spanische Nazis am 12.10.2013 in Barcelona
Foto: flickr/Victor Serri (CC BY-NC-ND 2.0)

In Spanien haben sich Neofaschisten verbündet. Seilschaften bis in etablierte Politik. Florian Osuch, junge Welt, 18.12.2013
Die extreme Rechte in Spanien gilt als stark zersplittert (vgl. Braunes Konglomerat“ jW, 3.11.2010). Rund ein Dutzend Organisationen tummeln sich rechts von der konservativen Volkspartei Partido Popular (PP). Nun haben sich mehrere Gruppierungen zur Allianz »España en marcha« (Spanien marschiert) verbündet. (mehr…)

Großrazzia gegen Antifaschisten

Spanische Polizei verhaftet Aktivisten sozialer Bewegungen. Vorwand war Störung rechter Versammlung. Florian Osuch, junge Welt, 30.11.2013
In Madrid sind am Donnerstag bis zu 30 Aktivisten aus den sozialen Bewegungen festgenommen worden. 19 von ihnen griff die Polizei in den frühen Morgenstunden in ihren Wohnungen, in sozialen Zentren und in besetzten Häusern auf. Später durchsuchten die Beamten Arbeitsstätten der Betroffenen. Ihnen wird vorgeworfen, an der Störung einer Veranstaltung von Rechtsextremisten am 20. November – dem Todestag des spanischen Diktators Franco – an der Universität Complutense in Madrid teilgenommen zu haben. Nach Angaben des Innenministeriums seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Es ist den Angaben zufolge daher nicht ausgeschlossen, daß es zu weiteren Festnahmen kommt. (mehr…)

Repression im Zeichen der Krise

Todos somos Enric Duran - Stencil Granada
Stencil „Wir sind alle Enric Duran“
flickr/Diodoro (CC BY-NC-ND 2.0)

In Katalonien erhöht sich der Druck auf die sozialen Bewegungen und die Unabhängigkeitsbewegung. Florian Osuch, Sonderausgabe der Rote Hilfe, 18.3.2014
Spanien ist besonders stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Regelmäßig berichten deutsche Medien über Wirtschaftsmigration aus allen Teilen des spanischen Staates, Korruptionsskandale, zehntausende Zwangsräumungen und weiter steigende Arbeitslosigkeit. Über die vielfältigen Proteste, Platzbesetzungen, spontane und koordinierte Arbeitskämpfe sowie über Repression wird derweil meist nur in linken Medien informiert. (mehr…)