Tag-Archiv für 'silvio-meier'

Berlin: Neonazis ausgebremst

Fote Flora Hamburg
Protest gegen Nazis in Berlin-Marzahn
Foto: flickr/sozialfotografie (CC BY-NC-ND 2.0)

Berlin: Tausende blockieren Aufmärsche gegen Flüchtlingsheime. Internationalistische Demo im Gedenken an ermordeten Silvio Meier
Jana Frielinghaus/Florian Osuch, junge Welt, 23.11.2014

Seit Wochen protestieren in Berlin Neonazis und Anwohner gegen den geplanten Bau von Flüchtlingsunterkünften. Doch am Samstag stießen sie auf starken Widerstand. Bürger, Politiker und linke Gruppen verhinderten im Stadtteil Marzahn einen Aufmarsch »gegen Asylmissbrauch«. Etwa 3000 Menschen versperrten die Straßen im östlichen Stadtteil Marzahn für mehrere Stunden. Ursprünglich wollten die Rechten rund acht Kilometer weit durch die Stadt ziehen. Wegen der Blockaden kamen die rund 800 Demonstranten nur knapp 800 Meter weit. Bei Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und Gegendemonstranten nahm die Polizei 14 Personen fest und leitete Strafverfahren unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung ein. (mehr…)

Berlin bekommt Silvio-Meier-Straße

Berlin bekommt Silvio-Meier-StraßeDer Umbenennung einer Straße im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg in Silvio-Meier-Straße steht offenbar nichts mehr im Weg. Florian Osuch, junge Welt, 9.3.2013

Vor dem Verwaltungsgericht der Stadt wurde am Freitag mündlich über die Klage eines Gewerbetreibenden gegen die Namensänderung verhandelt. Der zuständige Richter wies darauf hin, daß ein Verfahren wenig Aussicht auf Erfolg habe, woraufhin der Betreiber eines Bekleidungsgeschäftes seine Klage zurückzog. Es sei nun nur noch eine Frage von Wochen, bis die neuen Straßenschilder angebracht würden, hieß es gestern am Rande der Verhandlung. (mehr…)

Berlin/Mölln: Antifaschistische Aktionen

Silvio-Meier-Demo 2012Am Samstag beteiligten sich in Berlin rund 5.000 Personen an einer Demonstration gegen Neonazis – im Gedenken an den vor 20 Jahren von Rechten getöteten Hausbesetzer Silvio Meier, Florian Osuch, junge Welt, 26.11.2012
Unter dem Motto »Erinnern heißt kämpfen« zogen die Teilnehmer vom U-Bahnhof Samariterstraße – dem Ort, wo der damals 27jährige erstochen wurde – in den Bezirk Lichtenberg. Dort führte der Zug an einem von Neonazis aus dem Umfeld des »Nationalen Widerstands Berlin« angemieteten Laden vorbei. (mehr…)

Linke im Visier

Silvio Meier 2009Vor 17 Jahren wurde der Hausbesetzer Silvio Meier von Neonazis getötet. Gedenkdemo am Samstag. Proteste gegen geplante Räumung alternativer Projekte angekündigt.
Florian Osuch junge Welt 18.11.2009

Am kommenden Samstag findet in Berlin die traditionelle Silvio-Meier-Demonstration statt. Sie erinnert an einen jungen Hausbesetzer, der am 21. November 1992 von Neonazis auf dem U-Bahnhof Samariterstraße im Berliner Stadtteil Friedrichshain von Neonazis getötet wurde. Im Zentrum der diesjährigen Demonstration steht die Forderung nach dem Erhalt linker Zentren in Berlin. Nach Angaben der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) sind mehrere Kultur- und Wohnprojekte von Räumung bedroht, darunter die Hausprojekte Liebigstraße 14, Rigaer Straße 94 oder der Wagenplatz »Schwarzer Kanal«. Die Bewohner stünden unter massiven Druck von »Spekulanten, Wohneigentümern, Polizei und Mainstreampresse«, so ALB-Sprecher Lars Laumeyer gegenüber jW. Erst am Montag durchsuchte ein Großaufgebot von bis zu 140 Polizisten zwei Hausprojekte in der Liebigstraße. Dort wohnt u.a. ein junger Mann, der in den frühen Morgenstunden unter dem Verdacht der PKW-Brandstiftung festgenommen worden war.
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»Ein freiwilliger Pflichttermin«

Silvio MeierSilvio-Meier-Demonstration am Samstag zum Gedenken an 1992 von Neonazi getöteten Hausbesetzer
Florian Osuch Neues Deutschland 19.11.2008

Unter dem Titel »Aus Trauer wird Wut« findet am Samstag eine Demonstration in Gedenken an den 1992 getöteten Hausbesetzer Silvio Meier statt. Wie in vergangenen Jahren führt der Protestmarsch von Friedrichshain in den Lichtenberger Weitlingkiez, einer seit langem als rechte Hochburg bezeichneten Gegend.
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»Ohne öffentlichen Druck würde keine Tafel hängen«

Ute DonnerGedenken an vor 15 Jahren von Neonazis ermordeten Berliner Antifaschisten Silvio Meier. Ein Gespräch mit Ute Donner. Florian Osuch junge Welt 20.11.2007

Wann haben Sie sich erstmals näher mit dem Antifaschisten Silvio Meier beschäftigt, der vor 15 Jahren von Neonazis in Berlin-Friedrichshain ermordet wurde?
Angefangen hat alles an einem Morgen im Oktober 1998. Immer, wenn ich die Treppe vom U-Bahnhof Samariterstraße hinaufstieg, fiel mein Blick auf eine Gedenktafel mit der Aufschrift »Hier wurde Silvio Meier am 21. November 1992 von Faschisten ermordet«. Plötzlich war die Tafel weg, und ich konnte das nicht einfach so hinnehmen. Ich brachte eine provisorische Gedenktafel und gemalte Bilder an der leeren Stelle an, die jedoch immer wieder entfernt wurden. Ich erstattete Anzeige und kontaktierte die lokale Bezirksverordnetenversammlung. Plötzlich tauchte die Tafel bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wieder auf und wurde am Vortag des 21. November 1998 erneut angebracht.
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15 Jahre Silvio-Meier-Gedenken

Silvio MeierJährliches Erinnern an 1992 von Neonazis erstochenen Antifaschisten und Hausbesetzer in Berlin. Florian Osuch junge Welt 14.11.2007

Silvio Meier – Antifaschist und Aktivist der Hausbesetzerbewegung in Berlin – wurde am 21. November 1992 von Neonazis getötet. Er und einige Freunde gerieten vor 15 Jahren auf dem U-Bahnhof Samariterstraße in Berlin-Friedrichshain mit Neonazis in Streit. Es folgte eine Schlägerei, zurück blieben mehrere schwer verletzte Antifaschisten; Silvio Meier verstarb kurze Zeit später an einer Stickwunde.
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