Tag-Archiv für 'rassismus'

Rezension: Antimuslimischer Rassismus

Antimuslimischer Rassismus, Buch von Inva KuhnAbgrenzung nach außen und Identitätsstiftung nach innen. Florian Osuch, junge Welt, 11.5.2015
Die Politologin Inva Kuhn hat einen schmalen Band zu antimuslimischem Rassismus vorgelegt. Auf 110 Seiten skizziert sie Merkmale und Funktion dieser besonderen Spielart des Fremdenhasses. Sie stellt die rassistische »Pegida«-Bewegung in diesen Zusammenhang und skizziert Hinweise für Gegenstrategien.

Nach Auffassung der Autorin herrsche in der Bundesrepublik wie in anderen europäischen Ländern »ein regelrechter Kampf um die Meinungshoheit«. Wie sehr in der Öffentlichkeit um Positionen gerungen wird, war unter anderem an der Äußerung von Exbundespräsident Christian Wulff vom 3. Oktober 2010 zu sehen, als er den Islam als »Teil Deutschlands« bezeichnete. Ein Satz, von dem sich Wulffs Nachfolger, der ehemalige Pastor Joachim Gauck, distanzierte. (mehr…)

Rezension: Kein ostdeutsches Problem

Antimuslimischer Rassismus, Buch von Inva KuhnMobilisierungen gegen Flüchtlinge: Hintergründe und Gegenstrategien von der Amadeu-Antonio-Stiftung. Florian Osuch, junge Welt, 29.4.2015
Rassistische Stimmungsmache gegen Flüchtlinge führt seit einigen Jahren wieder vermehrt zu harten Auseinandersetzungen um Unterkünfte für Asylsuchende. Es gibt Aufmärsche, vielfach durch Neonazis angeheizte Bürgerversammlungen und auch Anschläge gegen die oft bezugsfertigen Liegenschaften. Ende März brannte in Tröglitz (Sachsen-Anhalt) der Dachstuhl eines Gebäudes, in dem Flüchtlinge unterkommen sollten. Ähnlich rassistisch motivierte Brandanschläge auf Gebäude für Asylsuchende gab es unter anderem im März im oberbayerischen Hepberg und in Escheburg bei Hamburg sowie im Dezember im fränkischen Vorra. (mehr…)

Zwei Übergriffe pro Tag

UDA-Wandbild in, Newtownabbey, Nordirland
UDA-Wandbild in Newtownabbey, Nordirland
Foto: Wikipedia/Keresaspa (CC BY-SA 3.0)

In Nordirland steigt die Zahl rassistischer Attacken. Probritische Milizen terrorisieren Einwanderer. Florian Osuch, junge Welt, 21.5.2014
In Nordirland gehen Anhänger probritischer Milizen immer häufiger gegen Migranten vor. Nach Angaben der Zeitung Belfast Telegraph registriert die Polizei in der Provinz durchschnittlich zwei rassistische Übergriffe pro Tag. Die Dunkelziffer liegt nach Auffassung von antirassistischen Aktivisten weit höher, da nur etwa 20 Prozent der Vorfälle bei der Polizei gemeldet würden. Der Belfast Telegraph warnte, Nordirland könne zur »europäischen Hauptstadt des Rassismus« werden. (mehr…)

Angriffe auf Einwanderer in Belfast

UDA-Wandbild in Belfast, Tigers Bay, Nordirland. UDA-Mural Northern Ireland
UDA-Wandbild im Stadtviertel
Tiger’s Bay in Belfast, Nordirland

Nordirlands probritische Milizen haben offenbar neue Gegner gefunden. In Nordirland kam es im Januar zu mehreren Angriffen auf Ausländer. Loyalisten wollen ihre Stadtviertel britisch, weiß und protestantisch halten. Florian Osuch, Neues Deutschland, 5.2.2014
In der nordirischen Metropole Belfast kam es in den ersten Wochen des Jahres zu einer Serie fremdenfeindlicher Übergriffe. Zuletzt wurden Ende Januar im Norden der Stadt mehrere Pkw in Brand gesetzt. Betroffen waren vier Familien, zwei aus Polen, je eine aus der Slowakei und aus Afghanistan. Zwei Familien sind aus Angst vor weiteren Attacken bereits aus ihren Häusern geflüchtet und bei Verwandten untergekommen. Schon Anfang Januar waren in Ostbelfast sieben Angriffe gemeldet worden. Häuser wurden beschädigt und Fensterscheiben eingeschlagen. (mehr…)

Rezension: Rassismus der Mitte

Rezension: Edition Aurora, Marx21, Rassismus - Textsammlung beleuchtet das Feindbild IslamTextsammlung beleuchtet das Feindbild Islam. Florian Osuch, SoZ, 1.1.2014
Das Netzwerk Marx21, ein Zusammenschluss innerhalb der Linkspartei, gibt neben einer gleichnamigen Zeitschrift eine Buchreihe unter der Bezeichnung „theorie21“ heraus. Der zweite Band trägt den Titel „Rassismus. Meinungsmacher, Ideologien, Gegenkräfte“. Die Angst vor sozialem Abstieg, Arbeitslosigkeit, fortschreitende Prekarisierung und andere Krisenerscheinungen seien Nährboden für rassistische Einstellungen, heißt es in dem 190 Seiten starken Buch. In vielen europäischen Staaten steigt die Unterstützung für rechte und faschistische Kräfte, wie etwa die für Chrysi Avgi in Griechenland, Jobbik in Ungarn, der norwegischen Fortschrittspartei oder dem Vlaams Belang in Belgien. (mehr…)

Weiß, rechts, britisch

Combat 18 Keep Ulster White
flickr/PPCC Antifa

Neonazis aus England greifen nach Irland. Dort kommt es nach dem Ende des wirtschaftlichen Aufschwungs zu einem Erstarken von Rassismus.

Florian Osuch in der Zeitschrift Antifaschistisches Infoblatt (AIB) Nummer 83: Sommer 2009.

Die Neonazipartei British National Party (BNP) plant eine Expansion nach Irland. Nach einigen Wahlerfolgen in den vergangenen Jahren in Großbritannien möchte die BNP jetzt erstmalig in Nordirland Fuß fassen. Zuletzt bezeichnete der BNP-Parteichef Nick Griffin, Ulster als eine Priorität.
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Anschläge in Nordirland

Logo PSNIIrische Splittergruppe legt Bombe in Shoppingcenter. Loyalisten attackieren wiederholt Migranten
Florian Osuch junge Welt 13.5.2008

Im Norden Irlands ist am Pfingstwochenende eine Familie aus Bulgarien Opfer eines rassistisch motivierten Brandanschlags geworden. An anderer Stelle legte vermutlich eine irische Splittergruppe eine Brandbombe in einem Shoppingcenter und verursachte leichte Sachschäden.
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Rassistische Übergriffe in Irland

Britische Neonazis machen sich auf der grünen Insel breit. Katholiken mit Migrationshintergrund doppelt gefährdet
Von Florian Osuch junge Welt 19.3.2008

Seit dem wirtschaftlichen Aufstieg Irlands in den 1990er Jahren ist es auf der grünen Insel immer häufiger zu rassistischen Übergriffen gekommen. Opfer sind vor allem Menschen aus Ost- und Süd­europa, die es auf Arbeitssuche nach Irland gezogen hat. Einen Höhepunkt erreichte die rassistische Gewalt Ende Februar: In Dublin wurden zwei polnische Arbeiter erstochen.
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Rechter Protest gegen Baue einer Moschee

Spanische Faschisten wollen Bauvorhaben der islamischen Gemeinde nahe Barcelona verhindern. Florian Osuch junge Welt 25.05.2011

Der Streit um den Bau einer Moschee in Premià de Mar – einem Vorort von Barcelona – ist am Wochenende eskaliert. Rund 1500 Bürger der Stadt protestierten gegen das Vorhaben der islamischen Gemeinde, ein muslimisches Gebetshaus zu errichten. Die Demonstration unter dem Motto »Seine Rechte zu verteidigen ist nicht rassistisch – Nein zur Moschee in Premià« wurde angeführt von Joseph Anglada, einem in der nordkatalanischen Stadt Vic seit Jahren tätigen Rechtsextremisten. An dem Marsch beteiligten sich auch rund hundert Neonazis im Skinhead-Look, die zum Teil als Ordnerdienst und Personenschützer von Anglada auftraten. An einer antifaschistischen Gegendemo (»Stoppt den Marsch der Faschisten! – Antifaschistische Aktion!«) beteiligten sich nur rund 200 Jugendliche, die aus Barcelona angereist waren.
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