Tag-Archiv für 'portadown'

Weiß, rechts, britisch

Combat 18 Keep Ulster White
flickr/PPCC Antifa

Neonazis aus England greifen nach Irland. Dort kommt es nach dem Ende des wirtschaftlichen Aufschwungs zu einem Erstarken von Rassismus.

Florian Osuch in der Zeitschrift Antifaschistisches Infoblatt (AIB) Nummer 83: Sommer 2009.

Die Neonazipartei British National Party (BNP) plant eine Expansion nach Irland. Nach einigen Wahlerfolgen in den vergangenen Jahren in Großbritannien möchte die BNP jetzt erstmalig in Nordirland Fuß fassen. Zuletzt bezeichnete der BNP-Parteichef Nick Griffin, Ulster als eine Priorität.
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Mord vor der Marschsaison

IrlandNordirland: Spannungen nach Hooligan-Attacken. Loyalisten planen über tausend Umzüge.
Florian Osuch junge Welt 30.5.2009

Der Mord an einem 49jährigen Katholiken überschattet die beginnende »Marschsaison« in Nordirland, zu der die London-­orientierten Unionisten des »Ora­nier-Ordens« alljährlich aufrufen. Am vergangenen Wochenende hatten britisch-protestantische Fußballfans einen 49jährigen Sozialarbeiter totgeprügelt sowie dessen Frau und einen weiteren Mann schwer verletzt. Der Überfall ereignete sich in der zwischen Derry und Belfast gelegenen Kleinstadt Coleraine, Dort zogen die Hooligans in ein mehrheitlich von irischen Katholiken bewohntes Viertel, nachdem der probritische Fußballclub Glasgow Rangers das Titelrennen der schottischen Liga gegen den Rivalen Celtic Glasgow gewonnen hatte.
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Rassistische Übergriffe in Irland

Britische Neonazis machen sich auf der grünen Insel breit. Katholiken mit Migrationshintergrund doppelt gefährdet
Von Florian Osuch junge Welt 19.3.2008

Seit dem wirtschaftlichen Aufstieg Irlands in den 1990er Jahren ist es auf der grünen Insel immer häufiger zu rassistischen Übergriffen gekommen. Opfer sind vor allem Menschen aus Ost- und Süd­europa, die es auf Arbeitssuche nach Irland gezogen hat. Einen Höhepunkt erreichte die rassistische Gewalt Ende Februar: In Dublin wurden zwei polnische Arbeiter erstochen.
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Kein Ende der Gewalt in Nordirland

UVF mural Belfast Shankill Road
flickr/sashafatcat (CC BY 2.0)

Loyalistische Überfälle in Belfast und Portadown. Einschüchterung als politisches Programm der Extremisten. Florian Osuch junge Welt 21.09.2005

Die Welle unionistischer Gewalt im von Großbritannien besetzten Norden Irlands reißt nicht ab. Nachdem sich in der vergangenen Woche probritische Loyalisten nächtliche Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert hatten, ist es am Wochenende zu zwei schweren Übergriffen gekommen: In Nordbelfast wurde ein Mann überfallen und mit einem Messer schwer verletzt, als er gerade ein katholisches Viertel verlassen hatte. In Portadown wurde in der Nacht zum Montag ein Haus mit Benzinbomben und Steinen attackiert. Die in dem Haus lebende Frau blieb unverletzt, sie hatte jedoch bereits einen Sohn bei einem früheren Überfall verloren. Vor fünf Jahren wurde der damals 19jährige gemeinsam mit einem Freund von Mitgliedern der paramilitärischen Ulster Volunteer Force (UVF) getötet.
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Oranier-Märsche in Belfast

mural orange march
flickr/kyz CC BY 2.0

Demonstration der Vormacht: Protestanten ziehen am Freitag durch die nordirische Metropole. Florian Osuch junge Welt 12.07.2002

Nordirlands Metropole steht der Höhepunkt der alljährlichen protestantischen Marschsaison bevor. Am heutigen Freitag zelebrieren pro-britische Unionisten ihren wichtigsten Feiertag. Mit Umzügen und Paraden erinnern sie an eine Schlacht vor 300 Jahren, in der ein protestantischer König seinen katholischen Rivalen besiegen konnte. Mit der Erinnerung an den historischen Sieg demonstrieren Unionisten ihre anhaltende Vormachtstellung in Nordirland und ihre Verbundenheit zur britischen Krone.
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Krawalle bei Oranier-Umzug

Nordirland: »Marsch-Saison« eskalierte erneut in Portadown Florian Osuch junge Welt 09.07.2002

Zum Höhepunkt der alljährlichen Marschsaison des protestantischen Oranier-Ordens kam es am Sonntag in Portadown (Grafschaft Armagh) zu heftigen Ausschreitungen. Rund 1.300 Unionisten waren zuvor friedlich vom Stadtkern zur außerhalb gelegenen Kirche von Drumcree gezogen. Die vom britischen Premierminister Tony Blair eingesetzte Paradenkommission hatte dem Orden im fünften Jahr in Folge den Rückweg durch die mehrheitlich katholische Garvaghy Road untersagt. Als eine Abordnung des Ordens an den meterhoch verbarrikadierten Toren zum pro-irischen Viertel eine Protestnote abgeben wollte, eskalierte die Situation. Einige Dutzend Unionisten, darunter auch Ordensmänner, versuchten die Absperrung zu durchbrechen, wurden jedoch abgedrängt. Die Polizei, unterstützt vom britischen Militär, setzte Wasserwerfer gegen die Unionisten ein und feuerte Gummigeschosse. 24 Polizisten und Soldaten wurden verletzt, mehrere Randalierer festgenommen. Für die nächsten Tage werden weitere Auseinandersetzungen erwartet.
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