Tag-Archiv für 'oranier-orden'

Krawalle nach Oranier-Marsch

Orange Order Belfast
Orange Order (bei einem anderen Marsch)
flickr/Miss Copenhagen (CC BY-NC-ND)

Nordirland: Ausschreitungen in Belfast nach probritischen Paraden. Florian Osuch junge Welt 15.7.2015
Nach einem traditionellen Marsch des ultrarechten Oranier-Ordens in Nordirland kam es am Montag abend in Belfast zu Ausschreitungen. Anhänger des Ordens waren zuvor mit England-Bannern und anderen probritischen Symbolen sowie begleitet von Marschmusik durch die nordirische Metropole gezogen. Als ihnen auf dem Rückweg der Gang durch das mehrheitlich proirische Viertel Ardoyne verwehrt wurde, eskalierte die Situation. Militante Ordensmänner und Unterstützer attackierten die Polizei mit Flaschen und Steinen. 25 Beamte wurden laut BBC verletzt. Die Einsatzkräfte setzte Plastikgeschosse und Wasserwerfer ein. Ein Sprecher des Ordens verurteilte die Gewalt. »Solche Aktionen stärken nur diejenigen, die unsere Paraden weiter einschränken wollen.« (mehr…)

Marsch in Belfast ­erneut verboten

Eine Woche nach dem Teilverbot eines vom ultrakonservativen Oranier Orden durchgeführten Marsches in Belfast, ist eine Ersatzveranstaltung für diesen Sonnabend untersagt worden. Florian Osuch, junge Welt, 20.7.2013

Eine Kommission, die über die mehr als eintausend jährlich stattfindenden Umzüge in Nordirland entscheidet, wies ein entsprechendes Ersuchen zurück. (mehr…)

Erneut Krawalle in Nordirland

In Nordirland ist es in der vierten Nacht in Folge zu schweren Ausschreitungen zwischen probritische Loyalisten und der Polizei gekommen. Florian Osuch, junge Welt, 17.7.2013

Zentrum der Krawalle war Belfast, wo am Freitag ein Marsch radikaler Unionisten durch ein irisches Viertel teilweise verboten worden war. Im Norden der Stadt bewarfen zumeist jugendliche Randalierer die Polizei mit Steinen und Brandsätzen, Autos wurden in Brand gesetzt und Straßen blockiert. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Plastikgeschosse ein. (mehr…)

Nachtwachen in Belfast und Derry

mural UFF Belfast
flickr/PPCC Antifa (CC BY-NC-SA 2.0)

Die irisch-republikanische Bewegung in Nordirland bereitet sich auf die alljährliche Marschsaison des Oranier-Ordens vor. Florian Osuch, 26.06.2011

Bis zu eintausend Aufzüge führt diese extrem rechte Vereinigung jährlich durch. Rund ein Dutzend dieser Märsche gilt als umstritten, da sie durch mehrheitlich von Iren bewohnte Stadtviertel ziehen. Der christlich fundamentalistische Orden erinnert an die Schlacht von Boyne, als im Jahr 1690 ein protestantischer König seinen katholischen Widersacher besiegte. (mehr…)

Belfast: Ein Viertel wehrt sich

Blockade Belfast Ardoyne GARC Orange Order Ireland
Sitzblockade in Ardoyne, Belfast (Juli, 2010)
flickr/On Being (CC BY-NC-SA 2.0)

Anwohner des mehrheitlich von irischen Republikanern bewohnten Stadtteils Ardoyne in Belfast blockierten am Montag den Marsch des britisch-protestantischen Oranier-Ordens.
Florian Osuch junge Welt 14.7.2010

Erst nach einem Polizeieinsatz konnte der erzreaktionäre Aufzug schließlich doch noch das Viertel passieren. Im Anschluß kam es dann in der nordirischen Metropole während der gesamten Nacht zu Straßenschlachten mit vielen Verletzten.

Gegen den Aufmarsch am Montag hatte die Anwohnerinitiative Greater Ardoyne Residents Collective (GARC) zur Sitzblockade aufgerufen. Polizeikräfte versuchten zunächst vergeblich, die Protestierenden wegzutragen, die sich fest eingehakt hatten. Viele trugen T-Shirts mit der Aufschrift »Gewaltloser Protest«. Schließlich gingen die Uniformierten mit Gummiknüppeln, Wasserwerfern und Plastikgeschossen gegen die Menschen vor. Nach der Räumung drängte die Polizei weitere Demonstranten ab, darunter auch mehrere hundert Jugendliche, die sich durch Steinwürfe zur Wehr setzten. Wenig später passierte eine Abordnung des Oranier-Ordens unter Polizeischutz die Straße. Bis zu 60 gepanzerte Einsatzwagen schirmten die Parade ab. (mehr…)

Oranier reden nicht

Orange Order Belfast
Orange Order
flickr/Miss Copenhagen
(CC BY-NC-ND 2.0)

Nordirland: Erzkonservativer Orden lehnt Gespräche mit Sinn Féin ab.
Florian Osuch junge Welt 13.7.2010

In der nordirischen Stadt Belfast kam es in der Nacht zu Montag zu schweren Auseinandersetzungen zwischen irischen Republikanern und der Polizei. Nach Angaben der BBC wurden bei Zusammenstößen im Norden und Westen der Stadt 27 Polizisten verletzt. Mehrere hundert Jugendliche attackierten die Polizei mit Steinen, Flaschen und Molotowcocktails. Diese setzte Wasserwerfer und Plastikgeschosse ein. Viele Demonstranten wurden verletzt – eine genaue Zahl wurde zunächst nicht bekannt.
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Schüsse in Belfast

Orange Order Belfast
Orange Order (bei einem anderen Marsch)
flickr/Miss Copenhagen (CC BY-NC-ND)

Krawalle überschatten britischen Feiertag in Nordirland. Sinn Féin verliert Kontrolle über irische Jugend.
Florian Osuch junge Welt 15.7.2009

In mehreren Städten Nordirlands kam es in den vergangenen Tagen und Nächten zu zum Teil schweren Unruhen. Die heftigsten Ausschreitungen tobten im Belfast Stadtteil Ardoyne im Norden der Stadt. Auslöser waren Umzüge des extrem rechten Oranier-Ordens zum traditionellen Feiertag der britisch-protestantischen Bevölkerung am 12. Juli. In mehreren Städten protestierten Anwohner mit Sitzblockaden und Demonstrationen gegen die nach ihrer Ansicht provokativen Märsche.

In Belfast schleuderten Jugendliche Steine, Flaschen und Brandsätze gegen die Polizei, mehrere Beamte wurden verletzt. Auch PKW wurden in Brand gesteckt und zwei Fahrzeuge in Richtung Polizei gerollt – diese antwortete mit Knüppeln und Wasserwerfern. Nach Angaben der BBC soll mindestens ein Schuß auf Polizisten abgegeben worden sein. In Derry und flogen Steine und Molotow-Cocktails gegen die Sicherheitskräfte. In Armagh südlich von Belfast explodierte ein Sprengsatz auf der Route eines Oranier-Umzuges. Die Bombe detonierte, nachdem die Polizei den Marsch umgeleitet hatte, verletzt wurde niemand. (mehr…)

Mord vor der Marschsaison

IrlandNordirland: Spannungen nach Hooligan-Attacken. Loyalisten planen über tausend Umzüge.
Florian Osuch junge Welt 30.5.2009

Der Mord an einem 49jährigen Katholiken überschattet die beginnende »Marschsaison« in Nordirland, zu der die London-­orientierten Unionisten des »Ora­nier-Ordens« alljährlich aufrufen. Am vergangenen Wochenende hatten britisch-protestantische Fußballfans einen 49jährigen Sozialarbeiter totgeprügelt sowie dessen Frau und einen weiteren Mann schwer verletzt. Der Überfall ereignete sich in der zwischen Derry und Belfast gelegenen Kleinstadt Coleraine, Dort zogen die Hooligans in ein mehrheitlich von irischen Katholiken bewohntes Viertel, nachdem der probritische Fußballclub Glasgow Rangers das Titelrennen der schottischen Liga gegen den Rivalen Celtic Glasgow gewonnen hatte.
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Ruhe trotz der Märsche

belfast union jack flag
flickr / jerkboy6 CC BY-NC-ND 2.0

Erstmals Verständigung zwischen Oranier-Orden und irischen Anwohnern. Polizei meldet nur kleine Krawalle aus Belfast.
Florian Osuch junge Welt 19.6.2006

Am Wochenende ist es im nordirischen Belfast am Rande eines Aufzug des rechten »Oranier-Ordens« zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei hatte den protestantischen Loyalisten genehmigt, das irische Viertel Ardoyne zu durchqueren. Aus einer Gruppe demonstrierender Anwohner wurden Steine auf den Umzug geworfen. Im Vergleich zu den Vorjahren waren die Krawalle jedoch relativ klein. Meldungen über Verletzte gab es nicht. Bereits für das kommende Wochenende ist der nächste Oranier-Marsch in Belfast geplant.
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Ende der Toleranz

Loyalist muralLondon reagiert auf Bruch der Waffenruhe in Nordirland. Loyalistische Gewalt könnte Friedensprozeß endgültig scheitern lassen.
Florian Osuch junge Welt 15.9.2005

Der Friedensprozeß im Norden Irlands steht möglicherweise vor dem Aus. Der britische Nordirlandminister Peter Hain erklärte in der Nacht zu Mittwoch, daß er die Waffenruhe der paramilitärischen Ulster Volunteer Force (UVF) nicht mehr anerkenne.
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Oranier-Märsche in Belfast

mural orange march
flickr/kyz CC BY 2.0

Demonstration der Vormacht: Protestanten ziehen am Freitag durch die nordirische Metropole. Florian Osuch junge Welt 12.07.2002

Nordirlands Metropole steht der Höhepunkt der alljährlichen protestantischen Marschsaison bevor. Am heutigen Freitag zelebrieren pro-britische Unionisten ihren wichtigsten Feiertag. Mit Umzügen und Paraden erinnern sie an eine Schlacht vor 300 Jahren, in der ein protestantischer König seinen katholischen Rivalen besiegen konnte. Mit der Erinnerung an den historischen Sieg demonstrieren Unionisten ihre anhaltende Vormachtstellung in Nordirland und ihre Verbundenheit zur britischen Krone.
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Krawalle bei Oranier-Umzug

Nordirland: »Marsch-Saison« eskalierte erneut in Portadown Florian Osuch junge Welt 09.07.2002

Zum Höhepunkt der alljährlichen Marschsaison des protestantischen Oranier-Ordens kam es am Sonntag in Portadown (Grafschaft Armagh) zu heftigen Ausschreitungen. Rund 1.300 Unionisten waren zuvor friedlich vom Stadtkern zur außerhalb gelegenen Kirche von Drumcree gezogen. Die vom britischen Premierminister Tony Blair eingesetzte Paradenkommission hatte dem Orden im fünften Jahr in Folge den Rückweg durch die mehrheitlich katholische Garvaghy Road untersagt. Als eine Abordnung des Ordens an den meterhoch verbarrikadierten Toren zum pro-irischen Viertel eine Protestnote abgeben wollte, eskalierte die Situation. Einige Dutzend Unionisten, darunter auch Ordensmänner, versuchten die Absperrung zu durchbrechen, wurden jedoch abgedrängt. Die Polizei, unterstützt vom britischen Militär, setzte Wasserwerfer gegen die Unionisten ein und feuerte Gummigeschosse. 24 Polizisten und Soldaten wurden verletzt, mehrere Randalierer festgenommen. Für die nächsten Tage werden weitere Auseinandersetzungen erwartet.
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