Tag-Archiv für 'nsu'

Posten, Bomben, Esoterik

Antifa Infoblatt Rezension Ausgabe 107Antifa Infoblatt über AfD-Parteiarbeit, »politische Soldaten« und »Germanische Neue Medizin«. Florian Osuch, junge Welt, 8.7.2015
Die Sommerausgabe des Antifa Infoblatts befasst sich schwerpunktmässig mit der »Alternative für Deutschland«, die nach der Entmachtung ihres bisherigen Chefs Bernd Lucke ins rechtsextreme Lager abzudriften droht. Der Versuch, sie als gemäßigte Rechtspartei zu etablieren, scheint vorerst gescheitert. Obwohl das Heft schon vor der Entscheidung für Frauke Petry als neue Parteichefin gedruckt war, sind die Hintergrundartikel zur Arbeit der Partei in Landtagen und kommunalen Gremien oder zum Antifeminismus der AfD nach wie vor aktuell. (mehr…)

»NSU-Skandal ist an der Antifa vorbeigezogen«

Dissidenti Ultra - Antifaschistische Ultras aus Düsseldorf
Henning Obens, Foto: Neues Deutschland

Antifaschisten ziehen Bilanz nach Kongreß in Berlin. Ein Gespräch mit Henning Obens, organisiert in der ­Interventionistischen Linken. Florian Osuch, junge Welt, 30.04.2014

Im April fand in Berlin der Kongreß »Antifa in der Krise« statt, rund 800 Menschen besuchten die Workshops und Diskussionen. Befindet sich die Antifabewegung in der BRD in einer Krise?
Das Titel war doppeldeutig gemeint. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise beobachten wir in Europa eine Zunahme von rassistischen Einstellungen. Fast überall gibt es ein Erstarken rechter Formationen. Das reicht von offen faschistischen Parteien wie die Goldene Morgendämmerung in Griechenland bis zum rechten Front National in Frankreich. (mehr…)

»Wohlfühlzone« für Neonazis in BaWü

Kurzrezension: Antifa Nachrichten - VVN-BDA Baden-WürttembergIn den Antifa Nachrichten, dem Magazin der VVN-BdA in Baden-Württemberg, gibt es eine ausführliche Zusammenfassung der Verbindung der Mörderbande des NSU und deren Umfeld nach Südwestdeutschland. Florian Osuch, junge Welt, 31.7.2013
Nach Recherchen von Janka Kluge, Landessprecherin der VVN-BdA, verfügte das Trio bereits vor seinem Abtauchen über Kontakte in die Region; so nach Stuttgart, Ludwigsburg und Heilbronn, wo 2007 die Polizistin Michèle Kiesewetter mutmaßlich von Neo­nazis des NSU getötet worden war. Neonazis aus dem Umfeld von Zschäpe, Mundlos und Bönhardt sowie Aktive von »Blood&Honour« aus Sachsen und Thüringen zogen nach Baden-Württemberg, darunter Thomas Starke, NSU-Unterstützer und V-Mann des Berliner Verfassungsschutzes. Janka Kluge bezeichnet das Bundesland als »eine Art Wohlfühlzone« für Neonazis. (mehr…)

Woche gegen Rassismus in Dortmund

Gedenken an Mehmet Kubasik. Woche gegen Rassismus in DortmundGedenken an NSU-Opfer Mehmet Kubasik. Fußballclub Borussia Dortmund positioniert sich gegen rechts. Florian Osuch, junge Welt, 20.3.2013
Die Ruhrmetropole Dortmund ist eine Hochburg des organisierten Neonazismus in Deutschland. Fünf Menschen wurden dort seit dem Jahr 2001 von Rechten getötet. Am 4. April 2006 ermordete mutmaßlich der »Nationalsozialistische Untergrund« (NSU) den Familienvater Mehmet Kubasik in seinem Kiosk. Ein Jahr zuvor, am 28. März 2005, tötete der Neonazi Sven Kahlin den Punker Thomas Schulz. Im Juni des Jahres 2000 erschoß ein Neonazis drei Polizisten. Der Überfall auf eine Veranstaltung des DGB am 1. Mai 2009 sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Ebenso die regelmäßigen Aufmärsche zum Weltfriedenstag, von den Nazis als »nationaler Antikriegstag« zelebriert. Im August des vorigen Jahres ließ das NRW-Innenministerium mehrere Kameradschaften verbieten, darunter auch den »Nationalen Widerstand Dortmund«, das organisatorische Zentrum der Ruhr-Rechten. Wenig später schlossen sich zahlreiche Kader der erst wenige Monate vor dem Verbot gegründeten Partei »Die Rechte« an, der der bekannte Neonazi Christian Worch vorsteht. (mehr…)

Brutstätten des Terrors

Veranstaltungsreihe zu Rassismus, NSU und VerfassungsschutzEine Veranstaltungsreihe in Berlin befaßt sich mit dem Komplex »Nationalsozialistischer Untergrund«, Verfassungsschutz und staatlicher Rassismus, Florian Osuch, junge Welt, 7.11.2012
Was wissen wir ein Jahr nach seinem »Auffliegen« über den »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU)? Mindestens neun Menschen wurden aus rassistischen Motiven ermordet, zahlreiche weitere durch Anschläge verletzt. Das Motiv für den Mord an einer Polizistin ist weiter unklar. Wir wissen, daß das Umfeld der Täter von Geheimdiensten infiltriert und protegiert wurde. Rassismus war Nährboden für die Morde und institutioneller Rassismus wohl auch Grundlage für die Arbeit der Polizei, die mit aller Sorgfalt die Opfer und ihr Umfeld ausspähte und an den Motiven des NSU vorbei ermittelte. (mehr…)

Kurzrezension: Antifa-Infoblatt #96

Antifaschistisches InfoblattDie Herbstausgabe des Antifaschistischen Infoblattes (Nr. 96) beschäftigt sich ausführlich mit dem Komplex »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) und Geheimdienste, Florian Osuch, junge Welt, 7.11.2012
So wird ausführlich ein Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz analysiert, der die »jahrelange Strukturblindheit der Behörde« zeige. Ein Artikel beleuchtet die Spitzel im Umfeld des NSU, und Rechtsanwalt Sönke Hilbrans schreibt über die Zukunft ohne Verfassungsschutz. (mehr…)

Verbote, Schulden, Zerwürfnisse

No NPDDie Neonaziszene vor schwierigen Neugruppierungen, Florian Osuch, SoZ – Sozialistische Zeitung, 1.11.2012
Seit dem Auffliegen des NSU scheint die braune Bewegung in der Bundesrepublik angeschlagen. Der Staat verbietet Nazigruppierungen, die NPD ist finanziell in Schwierigkeiten und Teile der Szene gruppieren sich neu. Der Skandal um V-Leute im Zuge der NSU-Enthüllungen führt zur Frage: Wo sitzt eigentlich kein Spitzel? (mehr…)