Tag-Archiv für 'miete'

»Klassenjustiz« gegen Streetworker

Strafverfahren gegen einen Streetworker der Obdachlosenzeitschrift Fifty-fiftyLinken-Mitglied kritisiert Kriminalisierung des Protests gegen Wohnungsnot, Florian Osuch, junge Welt, 13.9.2012
In Düsseldorf fand am Mittwoch ein Strafverfahren gegen einen Streetworker der Obdachlosenzeitschrift Fifty-fifty statt. Ihm wurde zur Last gelegt, gemeinsam mit Wohnungslosen im März dieses Jahres eine Pressekonferenz auf dem zentralen Burgplatz durchgeführt und diese nicht ordnungsgemäß angemeldet zu haben. Vor dem Gericht protestierten Dutzende Aktivisten gegen zu hohe Mieten und für ein »Recht auf Stadt«. (mehr…)

Kiezprotest in Berlin-Kreuzberg

Reiche 63aStudenten-WGs fordern von Bezirksamt Bestandsschutz für Billigmieten. Florian Osuch junge Welt 29.10.2010

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg haben am Mittwoch abend Bewohner des Hauses in der Reichenberger Straße 63a gegen geplante Mieterhöhungen protestiert. Die Mitglieder des »alternativen Wohn- und Kulturprojekts« zogen zur Bezirksverordnetenversammlung, wo Die Linke einen Dringlichkeitsantrag eingebracht hatte. Der Bezirk ist seit 20 Jahren Generalmieter des ehemals besetzten Hauses. Auf sein Drängen sollen jetzt Erhöhungen um bis zu 20 Prozent für Wohnungen im Vorderhaus und Seitenflügel durchgesetzt werden. Erste Schreiben mit Klageandrohung erhielten einige Mieter bereits im vergangenen Monat.
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Spreeparade gegen das Investorenprojekt »Mediaspree« in Kreuzberg-Friedrichshain

Demo MediaspreeAm Montag starb in Befast der Vorsitzende der probritischen Progressiv Ulster Party, David Irvine. Folgen für den nordirischen Friedensprozeß unklar. Florian Osuch junge Welt 21.08.2008

Als Abschluß eines zweiwöchigen Intensivwahlkampfes für ein Bürgerbegehren unter dem Titel »Spreeufer für alle« haben sich am Samstag in Berlin rund 5.000 Personen an der Spreeparade beteiligt. Von bunt geschmückten Lautsprecherwagen der Techno-Hippie-Strandbar, der Antifaschistischen Linken Berlin, von FelS – Für eine linke Strömung – und der Hedonistische Internationale wurden die Einwohner von Friedrichshain-Kreuzberg zur Teilnahme am Bürgerentscheid aufgerufen. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort und schirmte das Ufergelände an der Spree ab. Mehrere Polizeiboote kontrollierten den Fluß.

Mit staatlicher Förderung in Millionenhöhe konnte der Verein Mediaspree Investoren aus der Bau- und Immobilienwirtschaft anlocken. Auf einer Fläche von 180 Hektar sollen entlang der Spree Bürotürme, Luxushotels und Appartements entstehen. Am Sonntag waren die Einwohner von Kreuzberg-Friedrichshain aufgerufen, über die Zukunft des Spreeufers abzustimmen.

Weichspülung abgelehnt

Fuck you O2Annähernd 35.000 Wähler des Berliner Bezirks Kreuzberg-Friedrichshain haben sich am Sonntag am Bürgerentscheid beteiligt und über die Bau- und Investitionspläne am Spreeufer abgestimmt.
Florian Osuch junge Welt 15.7.2008

Rund 87 Prozent von ihnen befanden: »Mediaspree versenken!«. Damit wurde dem Vorhaben des Lobbyvereins »Mediaspree« eine klare Absage erteilt. Nach Plänen des staatlich geförderten Klubs sollen entlang der Spree auf 3,7 Kilometer Uferzone mit einer Gesamtfläche von 180 Hektar Luxusappartements, Hotel-, Bürokomplexe, Yachthafen und Lofts mit privatisiertem Spreeblick entstehen.
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Flußblockade auf der Spree

JubelparadeBerlin: Bootsprotest gegen Privatisierung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg läutet Endspurt für Bürgerentscheid ein. Bezirkspolitiker setzen auf Verwirrung alle Kräfte. Florian Osuch junge Welt 6.6.2008

Am Dienstag nachmittag haben Aktivisten der Berliner Initiative »Spreeufer für alle« mit spektakulären Aktionen gegen eine Investorenrundfahrt auf dem Wasser demonstriert. Mit dem Protest auf der Spree wurde ein zehntägiger »Wahlkampf« für einen Bürgerentscheid am 13. Juli eröffnet. Dann sind 183000 Bürger von Kreuzberg-Friedrichshain aufgerufen, über die Zukunft einer 180 Hektar großen Fläche, darunter 3,7 Kilometer Spreeufer, zu entscheiden. Die zentrale Forderung der Initiative ist ein Mindestabstand von 50 Metern für Neubauten zum Fluß sowie eine maximale Bauhöhe von 22 Metern. Dem steht das Projekt »Mediaspree« entgegen, mit dem Immobilien- und Finanzinvestoren angelockt werden sollen. Geplant sind Hochhäuser, Luxushotels, Appartements, privatisierte Yachthäfen sowie das Ansiedeln multinationaler Konzerne aus der Medienbranche wie zuletzt MTV und Universal. Weichen müßten unter anderem die Szeneclubs Yaam, Bar25, Oststrand und Maria sowie die Wagenburg Schwarzer Kanal.
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Bezirksamt wirft Nebelkerzen

Bürgerbegehren zur Bebauung des Berliner Spreeufers findet statt. Verwaltung warnt vor Millionenkosten.
Florian Osuch junge Welt 19.6.2008

Mediaspree versenkenAm 13. Juli 2008 sind alle Wahlberechtigten des Berliner Bezirks Kreuzberg-Friedrichshain aufgerufen, in einem Bürgerbegehren für ein »Spreeufer für alle« zu stimmen. Die Unterlagen für 180000 Stimmberechtigte wurden in den letzten Tagen versandt. Es geht um die Gestaltung von 3,7 Kilometer Uferzone zwischen Elsen- und Jannowitzbrücke. Eine Investorengruppe plant unter dem Label »Mediaspree« [Wiki] die Bebauung der 180 Hektar großen Fläche.
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