Tag-Archiv für 'madrid'

Francos langer Schatten

Juan Carlos (l.) und Franco (r.)

Vor 40 Jahren starb der spanische Diktator. Florian Osuch, Unsere Zeit Welt, 11.12.2015
Rund um den 20. November 2015 fanden in Spanien wie in den Jahren zuvor Kundgebungen, kirchliche Zeremonien und andere Ehrungen anlässlich des Todestages des Diktators Francisco Franco statt. In der „jungen Welt“ war von landesweit 40 katholischen Messen zu lesen. In Madrid nahmen an einem Marsch „für die Einigkeit Spaniens“ neben Vertretern rechtsextremer Splitterparteien aus Spanien auch Delegationen aus Frankreich und Italien teil. Im „Valle de los daídos“, einem Wallfahrtsort spanischer Alt- und Neofaschisten, gab es eine katholische Messe. Im „Tal der Gefallenen“ liegt Francisco Franco (1882–1975) begraben, neben José Antonio Primo de Rivera (1903–1936), dem Gründer der faschistischen Bewegung „Falange Española“. Das Monumentalbauwerk liegt etwa 60 Kilometer nordwestlich von Madrid und war zwischen 1940 und 1959 von mehreren tausend Zwangsarbeitern errichtet worden. (mehr…)

»Aktive Stimmenthaltung«

AntifaTrotz steigender Chancen für Linke ruft die Antifakoordination Madrid zum Wahlboykott auf. Florian Osuch junge Welt 20.05.2015
Wenige Tage vor den Kommunal- und Regionalwahlen in Spanien hat die »Coordinadora Antifascista de Madrid« einen Aufruf zur aktiven Stimmenthaltung verbreitet. In einem Kommuniqué heißt es, soziale Kämpfe fänden »auf der Straße statt, nicht in den Parlamenten«. (mehr…)

»No Pasarán« in Donezk

Antifaschisten aus Madrid unterstützen die »Volksrepublik« in der OstukraineAntifaschisten aus Madrid unterstützen die »Volksrepublik« in der Ostukraine. Florian Osuch, junge Welt, 20.8.2014
Zwei junge Männer aus Spanien befinden sich seit mehreren Wochen im Osten der Ukraine. Sie unterstützen als »Freiwillige im Battalion Vostock« die ausgerufene »Volksrepublik Donezk«. Nach eigenen Angaben hatten Rafael Muñoz und Ángel Davilla über Monate die Lage in der Ukraine und den wachsenden Einfluß der Faschisten in Kiew verfolgt. Nach dem Massaker vom 2. Mai in Odessa, als Anhänger des »Rechten Sektors« ein Gewerkschaftshaus in Brand setzten und Dutzende Menschen verbrannten, hätten sie den Entschluß gefaßt, sich in das Krisengebiet zu begeben. Nach Angaben der Zeitung El País reisten Muñoz und Davilla im Juli aus Madrid in die Ukraine. (mehr…)

Madrid: Organisiert gegen Neonazis

Interview mit der Antifaschistischen Linken FreiburgVor zehn Jahren wurden die »Brigadas Antifascistas« in Madrid gegründet. Florian Osuch, junge Welt, 23.04.2014
In der spanischen Hauptstadt begehen die linksautonomen Antifaschistischen Brigaden (Brigadas Antifascistas, BAF) derzeit ihr zehnjähriges Bestehen. In einer Broschüre blicken sie auf ihre Arbeit seit ihrer Gründung im Frühjahr 2004 zurück. Darin heißt es, die 1990er Jahre seien von »harten Auseinandersetzungen« zwischen Antifaschisten und Neo­nazis geprägt gewesen. Als Reaktion schlossen sich in Madrid und anderen Städten Menschen zusammen, um den Rechten auf der Straße die Stirn zu bieten. Das Fazit der BAF ist durchaus positiv. In mehreren Städten seien faschistische Strukturen – gemeint sind unorganisierte Neonazis und rechte Cliquen – zurückgedrängt und zerschlagen worden. (mehr…)

Gespaltene Rechte in Madrid

Madrid, Spain, homenaje fascista, Franco, Division Azul, Falange
Denkmal für die »Division Azul«, Madrid
theyedroppers world (CC BY-NC-SA 2.0)

In Spanien erinnerten Faschisten an eine franquistische Freiwilligentruppe für die Hitlerwehrmacht. Florian Osuch junge Welt 12.2.2014
In der spanischen Hauptstadt Madrid fanden am vergangenen Wochenende mehrere Veranstaltungen von Faschisten statt. Sie erinnerten an spanische Soldaten der »Blauen Division«, einer Freiwilligendivision im Zweiten Weltkrieg. Spaniens Diktator Francisco Franco hatten diesen Verband zwischen 1941 und 1943 zur Unterstützung der deutschen Wehrmacht in ihrem Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion entsandt. Die Truppe war als »Division Azul« (Blaue Division) bekannt, ihre Teilnehmer werden von spanischen Faschisten als Helden verehrt. (mehr…)

Verteidigt »La Casika«

Gefahrengebiet Hamburg
flickr/Ricardo Barquin Molero (CC BY-NC-SA 2.0)

Besetztem Kulturzentrum in Madrid droht Räumung. Demonstration am Sonnabend. Florian Osuch, junge Welt, 17.1.2014
Den sozialen Bewegungen der Metropolenregion Madrid droht der Verlust eines der ältesten besetzten Häuser. Das selbstverwaltete Zentrum »La Casika« in Móstoles, einem Vorort der spanischen Hauptstadt, soll geräumt werden. Erst vor wenigen Wochen hatten die Besetzer den 16. Geburtstag des seit Dezember 1997 okkupierten Areals mit Gebäude und einer Freifläche gefeiert. Jetzt droht die Räumung. Am Sonnabend ist eine Demonstration geplant. (mehr…)

Großrazzia gegen Antifaschisten

Spanische Polizei verhaftet Aktivisten sozialer Bewegungen. Vorwand war Störung rechter Versammlung. Florian Osuch, junge Welt, 30.11.2013
In Madrid sind am Donnerstag bis zu 30 Aktivisten aus den sozialen Bewegungen festgenommen worden. 19 von ihnen griff die Polizei in den frühen Morgenstunden in ihren Wohnungen, in sozialen Zentren und in besetzten Häusern auf. Später durchsuchten die Beamten Arbeitsstätten der Betroffenen. Ihnen wird vorgeworfen, an der Störung einer Veranstaltung von Rechtsextremisten am 20. November – dem Todestag des spanischen Diktators Franco – an der Universität Complutense in Madrid teilgenommen zu haben. Nach Angaben des Innenministeriums seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Es ist den Angaben zufolge daher nicht ausgeschlossen, daß es zu weiteren Festnahmen kommt. (mehr…)

Auftrittsverbot für baskische Band in Madrid

Gefährlich, gefährlich: Ein für den 18. Januar 2013 in Madrid geplantes Konzert der bekannten linken baskischen Rockgruppe Soziedad Alkoholika ist abgesagt worden. Florian Osuch, junge Welt, 18.1.2013
Die Musiker gaben an, es habe »Bedrohungen und Druck der Polizei« gegen die Konzerthalle Rock Kitchen gegeben, berichtete die Zeitung 20 minutos. (mehr…)

Gedenken in Madrid

In der spanischen Hauptstadt gedenken am Wochenende Antifagruppen, Angehörige und Freunde eines vor fünf Jahren getöteten Jugendlichen, Florian Osuch, junge Welt, 7.11.2012
Carlos Palomino war am 11. November 2007 in Madrid in einer U-Bahnstation von einem Neonazi getötet worden. Gemeinsam mit Genossen war der damals 16jährige auf dem Weg zu einer Protestaktion gegen einen geplanten Aufmarsch der neonazistischen Partei »Democracia National«. (mehr…)

„Nimm Dir die Straße zurück!“

Acampada Barcelona Placa Catalunya
flickr/etch indelibly in the mind CC BY-NC-SA 2.0

Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit treiben in Spanien Hunderttausende auf die Straße: Gegen das etablierte Parteiensystem, Korruption und für „Echte Demokratie“. Florian Osuch terz 6/2011

Der spanische Staat erlebt seit Mitte Mai diesen Jahres massive soziale Proteste, die weltweit für Aufsehen sorgen. Spanische und internationale Medien zogen teilweise Parallelen zu den Revolten, Aufständen und Umstürzen in den arabischen Ländern, da auch in Madrid, Barcelona und anderenorts Protestcamps auf zentralen Plätzen errichtet wurden. (mehr…)

»Nimm Dir die Straße zurück!«

Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit treibt in Spanien Hunderttausende auf die Straße: Gegen das etablierte Parteiensystem, Korruption und für »Echte Demokratie« Florian Osuch Antiberliner Sommer 2011

Der spanische Staat erlebt seit Mitte Mai massive soziale Proteste, die weltweit für Aufsehen sorgten. Spanische und internationale Medien zogen teilweise Parallelen zu den Revolten und Aufständen in den arabischen Ländern, da auch in Madrid, Barcelona und anderenorts Protestcamps auf zentralen Plätzen errichtet wurden.
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Zu Hause auf der Plaza

Acampada Barcelona Placa Catalunya
flickr/Mira Shemeikka CC BY-NC-ND 2.0

Die spanische Protestbewegung setzt ihre Aktionen fort. Trotz Verboten tolerieren die Behörden die Camps bisher. Florian Osuch junge Welt 24.05.2011

Die seit zehn Tagen anhaltenden Proteste im spanischen Staat gehen weiter. Die zentralen Protestcamps an der Puerta del Sol in Madrid und auf der Plaça Catalunya in Barcelona sollen mindestens bis zum kommenden Wochenende aufrechterhalten werden. Dies wurde am Wochenende auf den jeweiligen Vollversammlungen der Demonstranten entschieden.
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Aufstand der Empörten

Acampada Barcelona Placa Catalunya
flickr/Erzsèbet CC BY-NC-ND 2.0

Trotz Versammlungsverbot: Überall in Spanien besetzen Zehntausende Menschen die zentralen Plätze der Städte. Florian Osuch junge Welt 21.05.2011

Dem spanischen Staat steht ein heißes Wochenende bevor. Neben zahlreichen Kommunal- und Regionalwahlen wird für Samstag der vorläufige Höhepunkt einer inzwischen weltweit beachteten Protestbewegung erwartet. Diese hat längst das ganze Land erfaßt. Trotz verhängter Versammlungsverbote wurden in rund 80 Städten Protestcamps errichtet. (mehr…)

Pause für rechte Töne

Combat España fascistaIn Madrid begann Prozeß gegen den spanischen Ableger von »Blood & Honour«.
Florian Osuch junge Welt 26.5.2010

Vor dem Provinzgericht in Madrid begann am Dienstag der Prozeß gegen 19 Neonazis der spanischen Sektion des internationalen Netzwerkes »Blood & Honour« Die Staatsanwaltschaft wird den Männer die Gründung einer illegalen Vereinigung, Handel mit verbotenen Waffen sowie Verbreitung von Haß gegen Migranten vor. Bei einer Verurteilung drohen den Männer zwischen zwei und fünf Jahren Haft. Antifaschisten weisen auf enge Verbindungen der Angeklagten zur spanischen Neonazipartei »Movimiento Social Republicano« (MSR) hin: 17 der 19 Angeklagten hätten auf Listen für MSR kandidiert.
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Faschisten-Ehrung in Madrid

Madrid, Spain, homenaje fascista, Franco, Division Azul, Falange
flickr/theyedroppers world
(CC BY-NC-SA 2.0)

Polizei schützt Kundgebung von Alt-und Neonazis zur Erinnerung an Freiwilligenverband im Zweiten Weltkrieg.
Florian Osuch junge Welt 12.2.2010

In Madrid versammelten sich am Mittwoch Altfaschisten und Neonazis zu einer Ehrung für verstorbene Mitglieder der »Blaue Division«. Diesen Freiwilligenverband hatte Spaniens Diktator Franco zwischen 1941 und 1943 zur Unterstützung der deutschen Wehrmacht und des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion entsandt.

Die Kundgebung war von der »Bruderschaft Blaue Division« organisiert worden. Es nahmen nach Angaben der Zeitung Público auch ehemalige Teilnehmer der Freiwilligenformation teil. Nach einer Messe legten Anwesende Blumen und Kränze vor einer Statue »Für die Gefallenen der Blauen Division« nieder. Als die spanische Version des Soldatenliedes »Ich hatte einen Kameraden« erklang, zeigten zahlreiche Personen den Hitlergruß. (mehr…)