Tag-Archiv für 'katalonien'

Rechte erinnern an Franco-Putsch

In der katalanischen Stadt Girona haben extreme Rechte an den Franco-Putsch in Spanien vor 80 Jahren erinnert. Florian Osuch junge Welt 27.07.2016
Nach Angaben der katalanischen Zeitung Directa hatte die »Acción Juvenil Española« (Jugendaktion Spanien, AJE) zu der Veranstaltung unter dem Titel »Gefallen für Gott und Spanien« eingeladen. Die AJE ist eng verbunden mit dem ultrakonservativen »Movimiento Católico Español« (Spanische katholische Bewegung). Das Treffen habe bereits am 18. Juli stattgefunden. Von Directa veröffentlichte Bilder zeigen führende Rechtsextremisten bei einem Gedenkrundgang auf einem städtischen Friedhof sowie bei einem gemeinsamen Essen in einem mit Bannern der faschistischen Partei »Falange« geschmückten Saal. Teilnehmer war laut Directa auch Javier Barraycoa, Professor der katholischen Privathochschule Universitat Abat Oliba, ein führender Rechtsextremist.

Barcelona: „Can Vies“ zurückerobert

Can Vies, Wiederaufbau, Barcelona
Wiederaufbau des Zentrums Can Vies in Barcelona, flickr/fotomovimiento (CC BY-NC-ND 2.0)

Aktivisten in Barcelona beginnen nach Teilabriß Wiederaufbau des besetzten Stadtteilzentrums. Schutt vorm Rathaus abgeladen. Gespräche mit Stadtverwaltung abgelehnt. Florian Osuch, junge Welt, 2.6.2014
In der katalanischen Metropole Barcelona hat der Streit um die Räumung des besetzen Kultur- und Politikzentrums »Can Vies« eine überraschende Wende genommen. Am Sonnabend begannen mehrere hundert Menschen mit dem Wiederaufbau des teilweise abgerissenen Gebäudes. Die Polizei griff nicht ein. Am späten Samstag abend zogen dann mehrere tausend Unterstützer von »Can Vies« durch die Innenstadt von Barcelona. Gegen 18 Uhr waren aus 6 Bezirken Demonstrationszüge gestartet, die sich auf dem Plaça Universitat zu einer Großdemonstration vereinigten. In der Nacht zu Sonntag kam es zu vereinzelten Ausschreitungen. (mehr…)

Ausweg oder Irrweg?

Katalonien, PPCC, mural
flickr/Leithal-music (CC BY-SA 2.0)

Katalonien strebt nach Autonomie – das sorgt für Spannungen mit der Zentralregierung in Madrid, Florian Osuch, analyse & kritik #576 vom 19.10.2012.
Spanien trifft die Wirtschaftskrise in Europa besonders hart. Die Arbeitslosigkeit ist auf fast 25 Prozent gestiegen, die der Jugendarbeitslosigkeit auf über 50 Prozent. Ein Kürzungspaket jagt das nächste. Die Regierung der postfranquistischen Volkspartei (PP) plant Einsparungen in Höhe von 105 Milliarden Euro. Nur so darf Madrid Geld aus dem europäischen Rettungsfond beantragen.

Nach den Massenprotesten und Platzbesetzungen im vergangenen Jahr finden soziale Kämpfe jetzt vorwiegend lokal statt. Schüler und Studierende protestieren gegen Kürzungen; Industriearbeiter wehren sich teils militant gegen die Vernichtung ihrer Arbeitsplätze; landesweit haben sich Komitees gegründet, um Zwangsräumungen zu verhindern. Für den Herbst ist ein weiterer Generalstreik geplant. (mehr…)

Spanien: Extreme Rechte räumt ab

Bei den Kommunalwahlen am Sonntag in Spanien konnten rechte Parteien zahlreiche Mandate erringen. Florian Osuch junge Welt 25.05.2011

In Katalonien vervielfachte die von spanischen Medien als rechtspopulistisch bezeichnete Partei »Plataforma per Catalunya« (PxC) ihre Stimmen von 12000 im Jahr 2007 auf jetzt knapp 66000 Stimmen. Mit 67 (zuvor 17) Sitzen ist sie nun flächendeckend in Kommunalparlamenten vertreten.
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Zu Hause auf der Plaza

Acampada Barcelona Placa Catalunya
flickr/Mira Shemeikka CC BY-NC-ND 2.0

Die spanische Protestbewegung setzt ihre Aktionen fort. Trotz Verboten tolerieren die Behörden die Camps bisher. Florian Osuch junge Welt 24.05.2011

Die seit zehn Tagen anhaltenden Proteste im spanischen Staat gehen weiter. Die zentralen Protestcamps an der Puerta del Sol in Madrid und auf der Plaça Catalunya in Barcelona sollen mindestens bis zum kommenden Wochenende aufrechterhalten werden. Dies wurde am Wochenende auf den jeweiligen Vollversammlungen der Demonstranten entschieden.
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Aufstand der Empörten

Acampada Barcelona Placa Catalunya
flickr/Erzsèbet CC BY-NC-ND 2.0

Trotz Versammlungsverbot: Überall in Spanien besetzen Zehntausende Menschen die zentralen Plätze der Städte. Florian Osuch junge Welt 21.05.2011

Dem spanischen Staat steht ein heißes Wochenende bevor. Neben zahlreichen Kommunal- und Regionalwahlen wird für Samstag der vorläufige Höhepunkt einer inzwischen weltweit beachteten Protestbewegung erwartet. Diese hat längst das ganze Land erfaßt. Trotz verhängter Versammlungsverbote wurden in rund 80 Städten Protestcamps errichtet. (mehr…)

Francos Geist unter der Richterrobe

Spanischer Antimilitarist war zu Unrecht in Haft. Florian Osuch Neues Deutschland 27.2.2009

Nach einem abenteuerlichen Versuch, einen linken Aktivisten ins Gefängnis zu stecken, haben Anwälte Anzeige wegen Rechtsbeugung erstattet.
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Antifaschistin aus Barcelona verhaftet

MarinaWegen Unterstützung der baskischen Organisation ETA ist Ende November eine Antifaschistin aus Barcelona festgenommen worden. Florian Osuch junge Welt 06.12.2006

Die 37jährige Marina Bernadó wurde am 29. November zusammen mit zwei jungen Basken im französischen Dorf Quezac aufgegriffen. Bernadó war viele Jahre Aktivistin der antifaschistischen und sozialen Bewegung von Barcelona. Im Jahr 2001 kam es zu einer Repressionswelle gegen Hausbesetzer, Antifaschisten und die katalanische Unabhängigkeitsbewegung wegen Unterstützung der ETA. Zahlreiche Personen wurden festgenommen und zum Teil zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Marina Bernadó konnte sich damals der Festnahme entziehen.

Am Tag nach ihrer Verhaftung kam es in verschiedenen katalanischen Städten zu Solidaritätskundgebungen. In Barcelona versammelten sich rund 150 Personen vor der französischen Vertretung und forderten ein Ende der Repression gegen die baskische und katalanische Linke.

Zweiter Versuch in Rot-Grün

Fortführung der Linkskoalition in Katalonien trotz schwelenden Streits um die Unabhängigkeit des Landes.
Florian Osuch junge Welt 18.11.2006

Viel änderten die katalanischen Wahlen vom 2. November nicht im Vergleich zur Krise im Mai, als die Regierung auseinanderbrach. Nun formierte sich die alte Konstellation zu einer neuen Koalition, und die autonome Region im Nordosten Spaniens wird demnächst wieder von der bekannten Linkskoalition aus katalanische Sozialdemokraten (PSC), Republikanische Linke (ERC) sowie Grüne-Vereinigte Linke ICV-EUiA) regiert. Ministerpräsident wird der ehemalige Industrieminister Spaniens, José Montilla (PSC).
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Wer regiert Katalonien?

Kein klarer Sieger nach Parlamentswahl vom Mittwoch. Neuauflage des Linksbündnisses möglich.
Florian Osuch junge Welt 3.11.2006

Das konservativ-nationalistische Parteienbündnis Convergència i Unió (CiU) ist als stärkste Kraft aus den Parlamentswahlen in der spanischen Region Katalonien hervorgegangen. Bei der Wahl vom Mittwoch konnte CiU mit 31 Prozent der Stimmen (plus ein Prozent) an der bisher stärksten Kraft, den Sozialisten, vorbeiziehen. Als klarer Sieger kann sich CiU jedoch nicht fühlen. Sein Ziel, die Macht der bisher regierenden Linkskoalition aus Sozialdemokraten, Republikanischer Linke und Grünen zu brechen, hat das Bündnis weit verfehlt.
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Tradition bei Miniwatt

Barcelona: Tochterfirma von LG-Philips vor Standortverlegung. Boykottaufrufe gegen Mutterkonzern.
Elba Salas Mansilla und Florian Osuch junge Welt 12.4.2005

Erkundigt man sich in Kreisen von Gewerkschaftern oder Mitgliedern der sozialen Bewegungen der katalanischen Metropole Barcelona nach aktuellen Arbeitskämpfen, wird seit Anfang diesen Jahres erneut auf die Beschäftigen von Miniwatt verwiesen. Im Traditionsunternehmen werden seit über 20 Jahren Bildröhren für TV-Geräte und Ersatzteile hergestellt. Noch läuft die Produktion, wenn nicht gestreikt wird oder die Beschäftigen im Zentrum der Stadt demonstrieren.
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