Tag-Archiv für 'interview'

»Mit friedlicher Sitzblockade Neonazis stoppen«

Sebastian Förster - Dortmund stellt sich quer

In Dortmund rufen Antifaschisten zu Protesten gegen rechte Provokationen am 1. Mai auf. Ein Gespräch mit Sebastian Förster vom Bündnis »Dortmund stellt sich quer«. Florian Osuch, junge Welt, 26.04.2014

Für den 1. Mai ist in Dortmund ein Neonaziaufmarsch angekündigt. Ein von der Polizei erlassenes Verbot wurde inzwischen gerichtlich gekippt. Wie bewerten Sie die Lage?
Leider haben sich die Erwartungen von Antifaschisten erneut bestätigt: Das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen hat am Donnerstag das Verbot aufgehoben. Wir rechnen auch nicht damit, daß sich die Situation noch mal ändert. In Dortmund wiederholen sich die Ereignisse vom 1. Mai vergangenen Jahres, als Neonazis durch die Stadt marschierten. Das Hin und Her zeigt ein weiteres Mal, daß man im Kampf gegen Rechts nicht auf den bürgerlichen Staat setzen kann: Wir müssen selbst aktiv werden. (mehr…)

Dortmund: Rechte blockieren

Dortmund stellt sich quer - Dortmund bleibt nazifrei!

»BlockaDo« soll Faschisten stoppen: In Dortmund verständigen sich Antifaschisten auf ein gemeinsames Vorgehen gegen Neonazis »Dortmund stellt sich quer«. Florian Osuch, junge Welt, 05.04.2014
Die antifaschistischen Kräfte in Dortmund rücken zusammen. Mehrere bisher vielfach allein agierende Zusammenschlüsse haben sich auf ein gemeinsames Ziel verständigt. Das neue Bündnis nennt sich »BlockaDo«, und der Name ist Programm. Man will mit »Blockaden gegen Naziaufmärsche« vorgehen, heißt es in einem ersten Kommuniqué. Das Bündnis bilden die Zusammenschlüssen »Dortmund nazifrei«, »Dortmund stellt sich quer« und Antifagruppen aus dem autonomen Spektrum. Darüber hinaus sind Einzelpersonen und Aktive von Parteien und Gewerkschaften beteiligt. (mehr…)

»Unterschiede bleiben«

Sebastian Förster - Dortmund stellt sich quer

Zusammenarbeit bei Protesten gegen Neonazis in Dortmund. Beim Thema Sozialabbau und der Friedensfrage geht man weiter getrennte Wege. Ein Gespräch mit Sebastian Förster vom Bündnis »Dortmund stellt sich quer«. Florian Osuch, junge Welt, 05.04.2014

In Dortmund wurde mit »BlockaDo« ein Bündnis aus »Dortmund nazifrei«, »Dortmund stellt sich quer« und autonome Antifaschisten gegründet. Unterstützung kommt von Gewerkschaftern und Parteien. Gibt es bei solch einem breiten Zusammenschluß keine Schwierigkeiten?

Es gibt weiterhin deutliche politische Unterschiede zwischen Autonomen, Linken und SPD-Mitgliedern. Die Grundlage für die gemeinsame Arbeit bei »BlockaDO« wurde in einem Aktionskonsens fixiert. Darin spricht sich das Bündnis für Blockaden und gemeinsamen zivilen Ungehorsam aus. Auf anderem Gebiet arbeitetet jeder weiter wie bisher auch. (mehr…)

»Unerträgliches Spiel«

Anna ConradsLoveparade-Unglück: Gegenseitige Schuldzuweisungen gehen weiter.
Florian Osuch Neues Deutschland 4.9.2010

Die LINKE in Nordrhein-Westfalen fordert einen Untersuchungsausschuss zur Loveparade-Katastrophe am 24. Juli, bei der 21 Menschen starben. Mit Anna Conrads, innen- und rechtspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, sprach für ND Florian Osuch.
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»Ohne öffentlichen Druck würde keine Tafel hängen«

Ute DonnerGedenken an vor 15 Jahren von Neonazis ermordeten Berliner Antifaschisten Silvio Meier. Ein Gespräch mit Ute Donner. Florian Osuch junge Welt 20.11.2007

Wann haben Sie sich erstmals näher mit dem Antifaschisten Silvio Meier beschäftigt, der vor 15 Jahren von Neonazis in Berlin-Friedrichshain ermordet wurde?
Angefangen hat alles an einem Morgen im Oktober 1998. Immer, wenn ich die Treppe vom U-Bahnhof Samariterstraße hinaufstieg, fiel mein Blick auf eine Gedenktafel mit der Aufschrift »Hier wurde Silvio Meier am 21. November 1992 von Faschisten ermordet«. Plötzlich war die Tafel weg, und ich konnte das nicht einfach so hinnehmen. Ich brachte eine provisorische Gedenktafel und gemalte Bilder an der leeren Stelle an, die jedoch immer wieder entfernt wurden. Ich erstattete Anzeige und kontaktierte die lokale Bezirksverordnetenversammlung. Plötzlich tauchte die Tafel bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wieder auf und wurde am Vortag des 21. November 1998 erneut angebracht.
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