Tag-Archiv für 'ian-paisley'

»Dr. No« tritt nach 40 Jahren zurück

Ian Paisley
Ian Paisley, flickr/DUP Photos (CC BY-NC-ND 2.0)

Nach internem Druck legt Ian Paisley in Nordirland das Amt des Regierungschefs nieder
Florian Osuch junge Welt 6.3.2008
In Nordirland hat Ian Paisley, Erster Minister der Autonomieregierung, am Dienstag seinen Rücktritt angekündigt. Paisley ist christlich-fundamentalistischer Pfarrer und politischer Hardliner des probritischen Lagers. Aufgrund seiner starren Haltung im Nordirlandkonflikt war er lange als »Dr. No« bekannt. Im Mai dieses Jahres werde er sein Ministeramt sowie den Vorsitz der Democratic Unionist Party (DUP) niederlegen. Seine Mandate im nordirischen Parlament sowie in London wolle er jedoch behalten.

Der Rückzug des 81jährigen kam überraschend, obwohl er innerhalb seiner Partei sowie des gesamten unionistischen Lagers in der Kritik stand. Seit einem Jahr bildet die DUP unter seiner Führung eine Koalition mit der irischen Linkspartei Sinn Féin, die als politische Vertretung der inzwischen aufgelösten Untergrundarmee IRA gilt. Als sein Stellvertreter und zweiter Minister fungiert der Sinn-Féin-Politiker Martin McGuinness, ein früherer Kommandeur der IRA. (mehr…)

Irisch im Kommen

Straßenschild in Irisch
Straßenschild in Irisch
flickr/Wiki01916

Forderung nach Gleichstellung der Sprache spaltet Autonomieregierung in Belfast. Sinn Féin will Massenförderung. Florian Osuch junge Welt 25.08.2007

Seit knapp vier Monaten wird der Norden Irlands wieder von einer lokalen Autonomieregierung verwaltet. Nach Jahren des Stillstands und der Direktherrschaft aus London hatten sich im Mai die führenden Fraktionen beider Konfliktparteien auf eine paritätisch besetzte Regionalregierung verständigt.
(mehr…)

Chance auf Frieden nach 30 Jahren Krieg

mural belfast
Wandbild in Belfast: Time for peace, time go!
flickr/Miss Copenhagen (CC BY-NC-ND 2.0)

Florian Osuch junge Welt 10.05.2007

Das Kunststück scheint geglückt. Nach Jahren britischer Direktherrschaft wird seit Beginn der Woche der Norden Irlands wieder durch eine eigene Regionalregierung vertreten. Bis zuletzt war nicht sicher, ob sich die Democratic Unionist Party (DUP) – die größte Partei im probritischen Lager – zu einer Allparteienregierung unter Einbeziehung der irisch-nationalistischen Sinn Féin durchringen würde. Zu oft hatte DUP-Chef Ian Paisley den »Dr. No« gespielt und selbst den indirekten Kontakt über Unterhändler zu Sinn Féin verweigert.
(mehr…)

Blockade der Loyalisten

belfast union jack flag
flickr / soilse CC BY-NC-ND 2.0

Protestanten verhindern Regierungsbildung in Nordirland. Neue Kommission berufen.
Florian Osuch junge Welt 27.5.2006

Vor Beginn der alljährlichen Märsche protestantischer Orden wird der Friedensprozeß im Norden Irlands erneut auf eine harte Probe gestellt: Die protestantischen Loyalisten blockieren die Bildung einer neuen Autonomieregierung. Mitte Mai war das seit fast drei Jahren suspendierte Parlament wieder zusammengekommen, um eine Regierung zu wählen. Die stärkste Fraktion sollte dabei den Regierungschef und die größte Fraktion des gegnerischen Lagers dessen Vertreter stellen. Auf dieser Grundlage hatte Sinn-Féin-Präsident Gerry Adams den Führer der pro-britischen Democratic Unionist Party (DUP) als Regierungschef vorgeschlagen. Für dessen Stellvertreter nominierte Adams seinen Parteikollegen Martin McGuiness.
(mehr…)

Sinn Féin legt zu

Logo Sinn FéinNordirland: Republikaner zweitstärkste Kraft. Radikalisierung im probritischen Lager
Florian Osuch junge Welt 9.5.2005

Mit Verkündung des nordirischen Wahlergebnisses in der Nacht zum vergangenen Samstag stand fest: Der politische Aufstieg von Sinn Féin (SF) hat sich auch bei der Wahl zum britischen Parlament fortgesetzt. Seit Jahren kann die links-nationalistische Partei unter Vorsitz von Gerry Adams bei Wahlen in Irland und Großbritannien ihren Stimmenanteil erhöhen. Nun wird Sinn Féin erstmals fünf Abgeordnete, einen mehr als zuvor, nach London entsenden.
(mehr…)

Friedensprozeß blockiert

Nordirland: Gemeinsame Regierung nach den Regionalwahlen nicht in Sicht.
Florian Osuch junge Welt 17.12.2003

Knapp drei Wochen nach der Wahl zum Regionalparlament ist der politische Prozeß um Frieden und Selbstbestimmung des Nordens Irlands weiter unterbrochen. Ob überhaupt und wann es zur Bildung einer erneuten Allparteienkoalition für die Provinz kommen wird, ist völlig unklar. Bis dahin steht der Norden Irlands weiterhin unter britischer Direktherrschaft, die seit Suspendierung der Regionalregierung im Herbst 2002 anhält.
(mehr…)

Sinn Féin punktete bei Regionalwahl

Sinn FéinNordirland: IRA-nahe Partei stärkste Kraft im irischen Lager. Komplizierte Regierungsbildun. Florian Osuch junge Welt 29.11.2003

Nach den Regionalwahlen in Nordirland vom Mittwoch wird die probritische Democratic Unionist Party (DUP) voraussichtlich die größte Fraktion im Parlament stellen. Damit stünde die Selbstverwaltung der seit elf Monaten unter Direktherrschaft aus London stehenden Provinz auch künftig nicht zur Debatte.
(mehr…)