Tag-Archiv für 'hausbesetzer'

Stürmen und zündeln

Fote Flora Hamburg
Rote Flora in Hamburg (2011), Foto: flickr/enbodenumer (CC BY-NC-SA 2.0)

Angeheuerte Sicherheitsleute sollten offenbar Rote Flora in Hamburg kapern. Immobilienhai brachte wohl auch Brandstiftung ins Spiel. Florian Osuch, junge Welt, 22.5.2014
Der Inhaber der besetzten Roten Flora in Hamburg, der Immobilienspekulant Klausmartin Kretschmer, soll geplant haben, das linke Kulturzentrum zu stürmen. Laut Hamburger Morgenpost (MoPo) sei ein Team von Türstehern engagiert worden, in das Gebäude einzudringen und es zu verbarrikadieren. Das behauptet ein ehemaliger Sicherheitsmann, der eine Eidesstattliche Versicherung abgab. Flora-Eigner Kretschmer äußerte sich nicht zu den Anschuldigungen, ließ die Behauptungen über seinen Berater Gert Baer jedoch zurückweisen. Baer bestätigte, daß über die Erstürmung der Flora gesprochen worden war, allerdings sei die Idee von dem Sicherheitsmann selbst vorgebracht worden. (mehr…)

Rote Flora: Verspekuliert

Fote Flora Hamburg
Rote Flora in Hamburg
Foto: flickr/seven_resist (CC BY-NC-SA 2.0)

Inhaber der Roten Flora in Hamburg offenbar insolvent. Vorerst kein Verkauf möglich. Der Immobilienmakler dementiert Zahlungsunfähigkeit. Florian Osuch, junge Welt, 20.5.2014
Der Streit um das linke Kulturzentrum Rote Flora in Hamburg hat eine überraschende Wendung genommen. Der Eigentümer des besetzten Gebäudes, der Immobilienmakler Klausmartin Kretschmer, ist offenbar insolvent. Laut NDR ist ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet. Während dieser Zeit kann er sein Eigentum nicht veräußern. Damit bleibt es beim Status quo des seit November 1989 besetzten Gebäudes. Kretschmer wollte die Rote Flora räumen lassen und ein kommerzielles Kulturzentrum errichten. Darüber hatte es Streit mit der Bezirksverwaltung und dem Hamburger Senat gegeben. In der Stadt herrscht zwischen den Parteien weitgehende Einigung, daß die Rote Flora bestehen bleiben soll – wenn auch nicht in der aktuellen Form als autonomes Kulturzentrum. (mehr…)

Widerstand gegen Überwachungsstaat

Gefahrengebiet Hamburg
Foto: flickr/txmx2 (CC BY-NC-ND 2.0)

Klobürste als Protestsymbol. Soziale Bewegungen trotzen einem «Gefahrengebiet» in Hamburg. Florian Osuch, SoZ, 1.2.2014
Was für ein Januar in Hamburg! Die Polizei hatte nach Ausschreitungen bei einer Demonstration für den Erhalt des besetzten Zentrums Rote Flora über weite Teile der westlichen Innenstadt ein «Gefahrengebiet» verhängt. Betroffen waren die Bezirke Altona, St.Pauli und Sternschanze, wo insgesamt etwa 80.000 Menschen leben. In dieser Sonderzone konnten die Beamten verdachtsunabhängige Kontrollen durchführen und Platzverweise und Aufenthaltsverbote aussprechen. Von ihren Sonderbefugnissen machte die Polizei massiv Gebrauch. Oft reichte ein bis über das Kinn gezogener Schal oder eine Kapuzenjacke, um kontrolliert zu werden. Bis zu tausend Personen sollen von der Maßnahme betroffen gewesen sein. (mehr…)

Spekulation um Rote Flora

Fote Flora Hamburg
Rote Flora in Hamburg (2011), Foto: flickr/enbodenumer (CC BY-NC-SA 2.0)

Hamburger Senat will autonomes Zentrum zurückkaufen. Demonstration am Sonnabend. Florian Osuch, junge Welt, 17.1.2014
In Hamburg steht erneut eine juristische Auseinandersetzung um die besetzte Rote Flora an. Nachdem der SPD-Senat am Dienstag verkündet hatte, das soziokulturelle Zentrum zurückkaufen zu wollen, bezeichnete der Eigentümer das Angebot der Stadt als Versuch der Nötigung. Immobilienhändler Klausmartin Kretschmer werde auf derlei »Erpressungsversuche nicht eingehen«, erklärte dessen Sprecher.

Am Dienstag hatte Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) für viele überraschend angekündigt, Grundstück und Gebäude für insgesamt 1,1 Millionen Euro zurückkaufen zu wollen. Man strebe eine schnelle Entscheidung an und habe dem Eigentümer ein Ultimatum gestellt. Sollte Kretschmer auf das Angebot nicht eingehen, werde die Stadt ihr Rückkaufsrecht geltend machen – zur Not auch vor Gericht. Dann würde der Eigentümer nur 190.000 Euro bekommen, zu diesem Preis hatte er die Liegenschaft im März 2001 erworben. (mehr…)

Verteidigt »La Casika«

Gefahrengebiet Hamburg
flickr/Ricardo Barquin Molero (CC BY-NC-SA 2.0)

Besetztem Kulturzentrum in Madrid droht Räumung. Demonstration am Sonnabend. Florian Osuch, junge Welt, 17.1.2014
Den sozialen Bewegungen der Metropolenregion Madrid droht der Verlust eines der ältesten besetzten Häuser. Das selbstverwaltete Zentrum »La Casika« in Móstoles, einem Vorort der spanischen Hauptstadt, soll geräumt werden. Erst vor wenigen Wochen hatten die Besetzer den 16. Geburtstag des seit Dezember 1997 okkupierten Areals mit Gebäude und einer Freifläche gefeiert. Jetzt droht die Räumung. Am Sonnabend ist eine Demonstration geplant. (mehr…)

Polizei hebt »Gefahrengebiet« auf

Gefahrengebiet Hamburg
Foto: flickr/txmx2 (CC BY-NC-ND 2.0)

Demonstration am Sonnabend in Hamburg. Stadt will Zentrum »Rote Flora« kaufen. Florian Osuch, junge Welt, 15.1.2014
Stetiger Protest in Hamburg hat dazu geführt, daß die Polizei ein seit dem 4. Januar bestehendes »Gefahrengebiet« aufgehoben hat. Man habe das Ziel erreicht, hieß es bei der Polizei am Montag. Kontrollen würden jedoch »in angemessener Form fortgesetzt«, sagte ein Sprecher gegenüber der Hamburger Morgenpost.

Trotz Beendigung der Maßnahmen gingen auch am Montag Menschen auf die Straße. Am Nachmittag beteiligten sich bis zu 2000 Studierende an einer Demonstration vom Universitätscampus in den Stadtteil St. Pauli. Später zogen einige Hundert durch die Sternschanze. Dort setzte die Polizei mehrere Personen fest und sprach nach Angaben des NDR Platzverweise aus. (mehr…)

Hausbesetzer behaupten sich

squatRäumung des Zentrums »El Palomar« in Barcelona verhindert
Florian Osuch junge Welt 01.03.2002

Am Mittwoch verhinderten rund 400 Hausbesetzer die Räumung des sozialen Zentrums »El Palomar« in Barcelona. Ein Gericht hatte zuvor entschieden, daß das stadteigene Gebäude geräumt werden müsse. Mehr als 50 Bewohner und Freunde des seit fünf Jahren besetzten Palomar hatten sich im Haus eingeschlossen und wollten mit »passivem Widerstand« die Räumung verhindern. Einige hatten sich vom Dach abgeseilt, andere sich am Eingangstor festgekettet.
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