Tag-Archiv für 'fussball'

Rezension: Das Oktoberfest ist gefährlicher

Fans von Dynamo Dresden
Fans von Dynamo Dresden
flickr/daniel.grosser (CC BY-NC-SA 2.0)

Ein neues Buch über Fußball, Gewalt und Rechtsextremismus hält an alten Vorurteilen fest. Florian Osuch, junge Welt, 13.12.2013
Hunderttausende strömen Woche für Woche in die Sta­dien. Immer wieder kommt es vor, während oder nach den Spielen zu Ausschreitungen. Fans prügeln aufeinander ein, bengalische Fackeln und Böller werden gezündet. Für die einen euphorischer Ausdruck ihrer Fankultur, für andere gefährliche Straftaten. Vielerorts sorgen Neonazis mit rassistischen Sprüchen für Aufsehen, wie zuletzt insbesondere bei Alemannia Aachen, Borussia Dortmund oder Eintracht Braunschweig. (mehr…)

Umkämpfter Fanblock

Neonazis suchen Nachwuchs unter Fußballfans. Florian Osuch, SoZ, 1.1.2013
Neonazis haben scheinbar wieder den Fußball als Propagandafläche entdeckt. In NRW fallen dabei Dortmund und die Region Aachen auf. In den vergangenen Monaten machten Neonazis mit Aktivitäten in und um bundesdeutsche Fußballstadien auf sich aufmerksam. Mehrere Vorfälle ereigneten sich bei Vereinen aus Nordrhein-Westfalen, insbesondere beim Erstligisten Borussia Dortmund sowie bei Alemannia Aachen aus der 3. Liga.

Beobachter der Neonazis in NRW wundert nicht, dass sich ausgerechnet bei diesen Vereinen rechte Fans unter das Publikum mischen und sich teilweise wie Fische im Wasser bewegen. Die Region Aachen sowie die Ruhrmetropole Dortmund samt Umland gelten als Hochburgen des Rechtsextremismus in NRW. Dort gibt es Kameradschaften, teils langjährig gewachsene Strukturen der Neonaziszene, und es finden regelmäßig Überfälle statt. Das NRW-Innenministerium verbot im Sommer dieses Jahres die «Kameradschaft Aachener Land» sowie den «Nationalen Widerstand Dortmund.» Insgesamt 900 Polizisten führten landesweit Razzien in Wohnungen und Räumlichkeiten von Neonazis dieser Gruppierungen durch. (mehr…)

Mit zweierlei Maß

In Madrider Gericht verbietet die spanische Sektion der neonazistischen »Hammerskins«. Doch Urteile gegen Mitglieder fallen milde aus.
Florian Osuch junge Welt 29.7.2009

In Spanien ist erstmalig eine Neonaziorganisation per Gericht zu einer »verbotenen Vereinigung« erklärt worden. Das Provinzgericht in Madrid verurteilte in der vergangenen Woche 15 Männer der Organisation »Hammerskins« zu Haftstrafen und ordnete die Auflösung des spanischen Ablegers des internationalen Skinheadnetzwerkes an.
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Mord vor der Marschsaison

IrlandNordirland: Spannungen nach Hooligan-Attacken. Loyalisten planen über tausend Umzüge.
Florian Osuch junge Welt 30.5.2009

Der Mord an einem 49jährigen Katholiken überschattet die beginnende »Marschsaison« in Nordirland, zu der die London-­orientierten Unionisten des »Ora­nier-Ordens« alljährlich aufrufen. Am vergangenen Wochenende hatten britisch-protestantische Fußballfans einen 49jährigen Sozialarbeiter totgeprügelt sowie dessen Frau und einen weiteren Mann schwer verletzt. Der Überfall ereignete sich in der zwischen Derry und Belfast gelegenen Kleinstadt Coleraine, Dort zogen die Hooligans in ein mehrheitlich von irischen Katholiken bewohntes Viertel, nachdem der probritische Fußballclub Glasgow Rangers das Titelrennen der schottischen Liga gegen den Rivalen Celtic Glasgow gewonnen hatte.
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Fußball als Statement

AntifaAntifa-Gruppen treffen sich zu einem antirassistischen Kickerturnier in Berlin. Florian Osuch junge Welt 30.07.2003

Am kommenden Wochenende findet in Berlin das antirassistische Fußballturnier »Left-Kick« statt. Bisher haben über ein Dutzend Mannschaften ihre Teilnahme zugesagt, darunter Teams aus Berlin, Leipzig, Bremen, Göttingen und Schwerin. Die Initiative geht in diesem Jahr von der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) und der Freizeit-Mannschaft »Red Zombies Westberlin« aus, nachdem in den vergangenen Jahren in Göttingen und Schwerin gespielt wurde.
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Erste Prozesse nach Gipfel

Verfahren nach EU-Treffen in Barcelona enden meist mit Freisprüchen. Florian Osuch junge Welt 18.04.2002

Noch immer herrscht Unklarheit über die Zahl der während des EU-Gipfels in Barcelona im März festgenommenen Personen. Während die lokale Presse in ihren Berichten über die derzeit laufenden Schnellverfahren von insgesamt 98 Festgenommenen spricht, wurde auf der Homepage von Indymedia erst kürzlich die Zahl von 109 Personen genannt. Die Unterschiede kommen vermutlich deshalb zustande, weil zahlreiche Inhaftierte ohne Anzeige freigelassen wurden oder die Polizei nur wegen Bagatelldelikten ermittelt, und sie deshalb nicht als »reguläre Gefangene« gezählt werden.
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