Tag-Archiv für 'dup'

Homophober Minister zurückgetreten

Der Gesundheitsminister der Regionalregierung in Nordirland, Jim Wells, ist nach homophoben Äußerungen zurückgetreten. Florian Osuch junge Welt 29.04.2015
Das meldete die BBC. Wells gehört der religiös-konservativen Democratic Unionist Party (DUP) an und kandidiert im Bezirk South Down für einen Sitz im britischen Parlament. Bei einer Wahlkampfdebatte in Downpatrick hatte Wells in der vergangenen Woche behauptet, die Möglichkeit für sexuellen Missbrauch an Kindern sei in schwulen und lesbischen Familien höher als bei heterosexuellen Paaren.

Das Pinselrezept

UDA-Wandbild in Belfast Nordirland, mural UDA Belfast, Northern Ireland
UDA-Wandbild in Belfast, Nordirland
flickr/Photolifer (CC BY-NC 2.0)

Der Giro d’Italia wird in diesem Jahr in Nordirland beginnen. Dort tobt ein Streit um die Herrichtung der Strecke. Florian Osuch, junge Welt, 27.2.2014
Der Giro d’Italia hat schon oft im Ausland angefangen, der Austragungsort des diesjährigen Prologs ist aber etwas Besonderes. Er wird am 9. Mai durch die nordirische Metropole Belfast führen. Am zweiten Tag fährt das Peloton nach Armagh (ebenfalls Nordirland), am dritten nach Dublin. Von dort geht es mit Flugzeugen nach Italien. Beendet wird die Rundfahrt am 1. Juni in der norditalienischen Stadt Triest. (mehr…)

Sinn Féin in Nordirland stimmenstark

Sinn FeinErstmals auf Platz 1. Eine kleine Sensation bei den Wahlen zum britischen Parlament gab es in Nordirland. Die Linkspartei Sinn Féin wurde erstmals stärkste Kraft.
Florian Osuch Neues Deutschland 12.5.2010

Sinn Féin schob sich mit 25,5 Prozent der Stimmen (plus 1,2) knapp vor die britisch-konservative Democratic Unionist Party (DUP), die 25 Prozent erreichte (minus 8,7). Aufgrund des Mehrheitswahlrechts gewann die DUP jedoch acht, Sinn Fein nur fünf Mandate. Die weiteren Sitze entfielen auf die irischen Sozialdemokraten der SDLP (3), die liberale Alliance Party (1) und eine unabhängige konservative Kandidatin. Ohne Sitz bleibt die ehemals größte nordirische Partei, die Ulster Unionist Party (UUP).
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Chance auf Frieden nach 30 Jahren Krieg

mural belfast
Wandbild in Belfast: Time for peace, time go!
flickr/Miss Copenhagen (CC BY-NC-ND 2.0)

Florian Osuch junge Welt 10.05.2007

Das Kunststück scheint geglückt. Nach Jahren britischer Direktherrschaft wird seit Beginn der Woche der Norden Irlands wieder durch eine eigene Regionalregierung vertreten. Bis zuletzt war nicht sicher, ob sich die Democratic Unionist Party (DUP) – die größte Partei im probritischen Lager – zu einer Allparteienregierung unter Einbeziehung der irisch-nationalistischen Sinn Féin durchringen würde. Zu oft hatte DUP-Chef Ian Paisley den »Dr. No« gespielt und selbst den indirekten Kontakt über Unterhändler zu Sinn Féin verweigert.
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Neuer Fahrplan für Nordirland

Gerry Adams Ireland Sinn Fein
flickr/Alatryste (CC BY-NC-SA 2.0)

Zähes Ringen im Friedensprozeß. Weiterhin Streit um britisch dominierte Polizei.
Florian Osuch junge Welt 20.11.2006

In den schleppenden Friedensprozeß in Nordirland kommt offenbar langsam Bewegung. Der britische Premierminister Anthony Blair setzte vergangene Woche in Absprache mit seinem irischen Amtskollegen Patrick Ahern einen Termin für Neuwahlen in Nordirland fest. Am 7. März 2007 können irische sowie britische Bevölkerungsteile erstmals wieder ein eigenständiges Parlament wählen..
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Alles oder nichts

Sinn FeinNeuer Anlauf für Belfast: Großbritannien und Irland einigen sich in Schottland auf strengen Zeitplan für Neuauflage nordirischer Regionalregierung.
Florian Osuch junge Welt 18.10.2006

Die politische Selbstverwaltung Nordirlands stand Ende vergangener Woche auf der Agenda einer mehrtätigen Konferenz im schottischen Saint Andrews. Der britische Premierminister Tony Blair und sein irischer Amtskollege Bertie Ahern drängt dabei auf eine zeitnahe Regierungsbildung und eine endgültige Umsetzung des Karfreitag-Friedensabkommens von 1998. Gelingt dies nicht, werde der Autonomiestatus Nordirlands gänzlich aufgehoben und die Provinz ab Dezember 2006 von Irland und Großbritannien gemeinsam verwaltet..
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Blockade der Loyalisten

belfast union jack flag
flickr / soilse CC BY-NC-ND 2.0

Protestanten verhindern Regierungsbildung in Nordirland. Neue Kommission berufen.
Florian Osuch junge Welt 27.5.2006

Vor Beginn der alljährlichen Märsche protestantischer Orden wird der Friedensprozeß im Norden Irlands erneut auf eine harte Probe gestellt: Die protestantischen Loyalisten blockieren die Bildung einer neuen Autonomieregierung. Mitte Mai war das seit fast drei Jahren suspendierte Parlament wieder zusammengekommen, um eine Regierung zu wählen. Die stärkste Fraktion sollte dabei den Regierungschef und die größte Fraktion des gegnerischen Lagers dessen Vertreter stellen. Auf dieser Grundlage hatte Sinn-Féin-Präsident Gerry Adams den Führer der pro-britischen Democratic Unionist Party (DUP) als Regierungschef vorgeschlagen. Für dessen Stellvertreter nominierte Adams seinen Parteikollegen Martin McGuiness.
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Unionisten in Bedrängnis

Gerry Adams, Sinn Fein
flickr/missfitzphotos (CC BY 2.0)

Britisches und irisches Ultimatum: Nordirische Parteien sollen gemeinsame Regierung bilden.
Florian Osuch junge Welt 8.4.2006

Kurz vor dem achten Jahrestag des historischen Karfreitagabkommens kommt der festgefahrene Friedensprozeß im Norden Irlands erneut in Bewegung. Der britische Premierminister Tony Blair und sein irischer Amtskollege Bertie Ahern hatten am Donnerstag einen Plan für die Reaktivierung der Autonomieregierung bekanntgegeben. Bis zum 15. Mai soll das vor vier Jahren suspendierte Regionalparlament wieder zusammentreten und binnen sechs Monaten eine Allparteienregierung bilden.
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Sinn Féin legt zu

Logo Sinn FéinNordirland: Republikaner zweitstärkste Kraft. Radikalisierung im probritischen Lager
Florian Osuch junge Welt 9.5.2005

Mit Verkündung des nordirischen Wahlergebnisses in der Nacht zum vergangenen Samstag stand fest: Der politische Aufstieg von Sinn Féin (SF) hat sich auch bei der Wahl zum britischen Parlament fortgesetzt. Seit Jahren kann die links-nationalistische Partei unter Vorsitz von Gerry Adams bei Wahlen in Irland und Großbritannien ihren Stimmenanteil erhöhen. Nun wird Sinn Féin erstmals fünf Abgeordnete, einen mehr als zuvor, nach London entsenden.
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Friedensprozeß blockiert

Nordirland: Gemeinsame Regierung nach den Regionalwahlen nicht in Sicht.
Florian Osuch junge Welt 17.12.2003

Knapp drei Wochen nach der Wahl zum Regionalparlament ist der politische Prozeß um Frieden und Selbstbestimmung des Nordens Irlands weiter unterbrochen. Ob überhaupt und wann es zur Bildung einer erneuten Allparteienkoalition für die Provinz kommen wird, ist völlig unklar. Bis dahin steht der Norden Irlands weiterhin unter britischer Direktherrschaft, die seit Suspendierung der Regionalregierung im Herbst 2002 anhält.
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