Tag-Archiv für 'die-rechte'

Messerangriff in Dortmund

Nazis in Dortmund
Unappetitlich: Nazis in Dortmund
Foto: B90/Grüne-NRW (CC BY-SA 2.0)

Vier Jahre nach dem Verbot einer Neonazikameradschaft häufen sich Überfälle auf Antifaschisten. Rechte und Hooligans planen Aufmärsche. Florian Osuch junge Welt 17.08.2016
Am Sonntag ist in Dortmund ein junger Antifaschist überfallen und verletzt worden. Drei Vermummte hätten dem 24jährigen im Westteil der Stadt aufgelauert. Die Angreifer seien maskiert aus einem Auto gestiegen und hätten auf den Mann eingeschlagen, ein Täter soll mit einem Messer zweimal zugestochen haben. Trotz Stichverletzungen im Bauchbereich und Prellungen im Gesicht konnte der Angegriffene flüchten. Nach einer Erstversorgung im Krankenhaus habe er Anzeige bei der Polizei erstattet. Dies meldete das Bündnis »Dortmund stellt sich quer« am Montag. (mehr…)

»Die Rechte«: Neues aus der Hochburg

Dortmund stellt sich quer
Foto: Dortmund stellt sich quer

Hetze gegen Flüchtlinge, während Dortmund der Opfer eines neofaschistischen Polizistenmörders gedenkt. Florian Osuch, junge Welt, 17.6.2015
Die rechte Szene in Dortmund kann nach einem Verbot bedeutsamer Kameradschaften heute als weitgehend wiederhergestellt bezeichnet werden. Am 23. August 2012 war der »Nationale Widerstand« sowie Neonazigruppen in Hamm und Aachen vom nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger (SPD) verboten worden. Die Stadt gilt nach wie vor als rechte Hochburg in Westdeutschland. Hier gründeten Neonazis inzwischen die Partei »Die Rechte«, die nun in Bezirksvertretungen und im Stadtparlament vertreten ist. (mehr…)

Immer wieder Blockaden

Gerry Adams
Blockade gegen Nazis in Plauen, 1.5.2014
Foto: flickr/Caruso Pinguin (CC BY-NC 2.0)

Am 1. Mai marschierten Faschisten in sechs bundesdeutschen Städten. Polizei ging zum Teil hart gegen Nazigegner vor. Florian Osuch und Markus Bernhardt, junge Welt, 3.5.2014
In Dortmund protestierten Hunderte Antifaschisten gegen einen Aufmarsch von rund 400 Neonazis im Außenbezirk Westerfilde. Einige hundert Linke blockierten einen U-Bahnhof und verzögerten damit die Anreise der Rechten. Als Nazigegner die geplante Route besetzen wollten, ging die Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die zumeist jugendlichen Antifaschisten vor. Auf Bildern, die das Bündnis »BlockaDo« verbreitete, war zu sehen, wie ein vermummter Beamter Demonstranten mit einem Schlagstock traktierte. Veranstalter des faschistischen Aufmarsches war die Partei »Die Rechte«. Die vor zwei Jahren vom Neonaziführer Christian Worch gegründete Partei tritt am 27. Mai bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen in Konkurrenz zur NPD an. (mehr…)

Rechte Konkurrenz im Westen

Blockade gegen Neonazis in Dortmund, 3.9.2011
Blockade gegen Nazis in Dortmund, 3.9.2011
flickr/DortmundQuer (CC BY-SA 2.0)

Zwei Naziaufmärsche am 1. Mai im Ruhrgebiet geplant. Antifaschisten kündigen Proteste an. Florian Osuch, junge Welt, 3.2.2014
In Nordrhein-Westfalen geht der Streit zwischen den beiden faschistischen Formationen NPD und »Die Rechte« in eine neue Runde. Zum 1. Mai planen beide Parteien eigene Aufmärsche, in Dortmund und in Duisburg. Damit stehen sie sich nicht nur auf dem Wahlzettel, sondern auch auf der Straße konkurrierend gegenüber. (mehr…)

NPD-Plakate »völlig leise« entfernen

Keine Stimme den Nazis - Bundestagswahl 2013Antifagruppen bundesweit aktiv gegen Wahlpropaganda von NPD & Co. Rechtes Lager zersplittert. Florian Osuch, junge Welt, 18.9.2013
In diesem Jahr treten erneut mehrere Rechtsparteien zur Bundestagswahl an. Das rechte Spektrum ist stark zersplittert. Antifagruppen rufen dazu auf, Wahlwerbung von NPD, »Republikanern« und anderen aus dem Straßenbild zu entfernen. In Göttingen heißt die Initiative »Alles muß man selber machen«. (mehr…)

Vorbereitung auf Proteste gegen Neonaziaufmarsch in Dortmund

Vorbereitung auf Proteste gegen NeonaziaufmarschObwohl in Nordrhein-Westfalen im Sommer vorigen Jahres drei »Kameradschaften« verboten wurden, gilt Dortmund weiterhin als Hochburg der Neonazis. Florian Osuch, junge Welt, 28.8.2013
Die Szene hat sich nun in der Partei »Die Rechte« reorganisiert (jW berichtete). Antifaschistische Kräfte machen dagegen seit Jahren mobil (Foto vom 1. September 2012). Unter dem Motto »Dortmund nimmt Platz« ruft das Bündnis »Dortmund stellt sich quer« zu Sitzblockaden gegen die Neonazis auf. (mehr…)

Verbote, Schulden, Zerwürfnisse

No NPDDie Neonaziszene vor schwierigen Neugruppierungen, Florian Osuch, SoZ – Sozialistische Zeitung, 1.11.2012
Seit dem Auffliegen des NSU scheint die braune Bewegung in der Bundesrepublik angeschlagen. Der Staat verbietet Nazigruppierungen, die NPD ist finanziell in Schwierigkeiten und Teile der Szene gruppieren sich neu. Der Skandal um V-Leute im Zuge der NSU-Enthüllungen führt zur Frage: Wo sitzt eigentlich kein Spitzel? (mehr…)

„Durchsichtige Neuverpackung“

Dortmund hat Nazis statt!Neonazis in Nordrhein-Westfalen reorganisieren sich, Florian Osuch, Unsere Zeit (UZ), 5.10.2012
Die neofaschistische Bewegung in der Bundesrepublik steht im Zuge der Enthüllungen um den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) stark unter Druck. Polizei, Justiz und Politik gehen teilweise ungewöhnlich hart gegen die Szene vor.

Die Behörden wollen damit unverkennbar auch vom absoluten Desaster staatlicher Stellen, insbesondere des „Verfassungsschutzes“, ablenken. Das Vorgehen verunsichert jedoch die ohnehin derzeit desillusionierte rechte Szene weiter. Trotz Wirtschaftskrise, wachsender Armut und zunehmender Enttäuschung ganzer Bevölkerungsteile von der etablierten Politik, ist keine Fraktion der stark zersplitterten Rechten auch nur ansatzweise in der Lage, daraus Profit zu schlagen. Dies betrifft die „Kameradschaften“ und die NPD ebenso wie die sich bürgerlich gebenden „Republikaner“ oder die „Pro-Bewegung“. (mehr…)