Tag-Archiv für 'demo'

Ein Jahr »Lampedusa in Hamburg«

Lampedusa in Hamburg, Demo am 1.3.2014
flickr/Rasande Tyskar (CC BY-NC 2.0)

Flüchtlingsgruppe hat viele Sympathisanten in der Hansestadt, aber kein Bleiberecht. Demonstration am Sonnabend. Florian Osuch, junge Welt, 28.2.2014
Bundesweit setzen sich Flüchtlinge für ihre Rechte ein und gehen in die Öffentlichkeit. Bekanntheit erlangten insbesondere das Protestcamp auf dem Berliner Oranienplatz oder der Kampf der Gruppe »Lampedusa in Hamburg«. Für diesen Sonnabend ist in der Hansestadt eine Demonstration angesetzt. (mehr…)

Spaziergang in den Polizeikessel

Gefahrengebiet Hamburg
Foto: flickr/txmx2 (CC BY-NC-ND 2.0)

Demonstranten in Hamburg festgehalten. Innenausschuß debattiert »Gefahrenzone«. Florian Osuch, junge Welt, 8.1.2014
Am Montag abend versammelten sich im Hamburger Stadtteil St. Pauli erneut Aktivisten zu einem »Stadtteilrundgang gegen Gefahrengebiete«. Als die Gruppe Richtung Reeperbahn zog, kamen immer mehr Menschen aus Seitenstraßen. Schnell erhöhte sich die Zahl der Teilnehmer auf mehrere hundert, doch man kam nicht weit: Die Polizei sperrte Straßen und kesselte viele Demonstranten wie bereits am Vorabend ein.

Im von der Polizei eingerichteten »Gefahrengebiet«, welches große Teile der Stadtteile Altona, St. Pauli und Sternschanze umfaßt, seien inzwischen seit Samstag 400 Personen kontrolliert worden, meldete der NDR. 90 Aufenthaltsverbote seien ausgesprochen worden. Betroffen davon sind nach jW-Recherchen auch Personen, die dort wohnen und polizeilich gemeldet sind. (mehr…)

Proteste gegen Queen

Queen not Welcome in IrelandErster Staatsbesuch der englischen Königin in Irland. Florian Osuch junge Welt 18.05.2011

Begleitet von Protesten republikanischer Gruppierungen wie der Linkspartei Sinn Féin und der sozialistischen Organisation Éirígí ist die britische Königin Elisabeth II. am Dienstag zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in Irland eingetroffen. Es ist die erste Visite aus dem englischen Königshaus seit der Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien.
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Proteste gegen Neonazigewalt

Demo gegen Neonazismus in DresdenAntifaschistische Gruppen rufen zu einer Demonstration gegen Neonazismus in Dresden auf. Florian Osuch junge Welt 18.9.2010

Sie beginnt am Samstag um 15 Uhr am Albertplatz. Anlaß sind Brandanschläge auf zwei alternative Wohnprojekte und auf einen jüdischen Friedhof in der Stadt in den vergangenen Wochen. Mehr Infos hier.

Linke im Visier

Silvio Meier 2009Vor 17 Jahren wurde der Hausbesetzer Silvio Meier von Neonazis getötet. Gedenkdemo am Samstag. Proteste gegen geplante Räumung alternativer Projekte angekündigt.
Florian Osuch junge Welt 18.11.2009

Am kommenden Samstag findet in Berlin die traditionelle Silvio-Meier-Demonstration statt. Sie erinnert an einen jungen Hausbesetzer, der am 21. November 1992 von Neonazis auf dem U-Bahnhof Samariterstraße im Berliner Stadtteil Friedrichshain von Neonazis getötet wurde. Im Zentrum der diesjährigen Demonstration steht die Forderung nach dem Erhalt linker Zentren in Berlin. Nach Angaben der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) sind mehrere Kultur- und Wohnprojekte von Räumung bedroht, darunter die Hausprojekte Liebigstraße 14, Rigaer Straße 94 oder der Wagenplatz »Schwarzer Kanal«. Die Bewohner stünden unter massiven Druck von »Spekulanten, Wohneigentümern, Polizei und Mainstreampresse«, so ALB-Sprecher Lars Laumeyer gegenüber jW. Erst am Montag durchsuchte ein Großaufgebot von bis zu 140 Polizisten zwei Hausprojekte in der Liebigstraße. Dort wohnt u.a. ein junger Mann, der in den frühen Morgenstunden unter dem Verdacht der PKW-Brandstiftung festgenommen worden war.
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Kritik an Regierungspolitik

Sinn Fein LogoParteitag der Linkspartei Sinn Féin im Zeichen von irischen Massenprotesten Florian Osuch junge Welt 24.2.2009

Die Massenmobilisierung in Dublin – am Samstag hatten mehr als 100.000 Menschen gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung demonstriert – war dominierendes Thema beim jährlichen Kongress der irischen Linkspartei Sinn Féin.
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»Ein freiwilliger Pflichttermin«

Silvio MeierSilvio-Meier-Demonstration am Samstag zum Gedenken an 1992 von Neonazi getöteten Hausbesetzer
Florian Osuch Neues Deutschland 19.11.2008

Unter dem Titel »Aus Trauer wird Wut« findet am Samstag eine Demonstration in Gedenken an den 1992 getöteten Hausbesetzer Silvio Meier statt. Wie in vergangenen Jahren führt der Protestmarsch von Friedrichshain in den Lichtenberger Weitlingkiez, einer seit langem als rechte Hochburg bezeichneten Gegend.
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Spreeparade gegen das Investorenprojekt »Mediaspree« in Kreuzberg-Friedrichshain

Demo MediaspreeAm Montag starb in Befast der Vorsitzende der probritischen Progressiv Ulster Party, David Irvine. Folgen für den nordirischen Friedensprozeß unklar. Florian Osuch junge Welt 21.08.2008

Als Abschluß eines zweiwöchigen Intensivwahlkampfes für ein Bürgerbegehren unter dem Titel »Spreeufer für alle« haben sich am Samstag in Berlin rund 5.000 Personen an der Spreeparade beteiligt. Von bunt geschmückten Lautsprecherwagen der Techno-Hippie-Strandbar, der Antifaschistischen Linken Berlin, von FelS – Für eine linke Strömung – und der Hedonistische Internationale wurden die Einwohner von Friedrichshain-Kreuzberg zur Teilnahme am Bürgerentscheid aufgerufen. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort und schirmte das Ufergelände an der Spree ab. Mehrere Polizeiboote kontrollierten den Fluß.

Mit staatlicher Förderung in Millionenhöhe konnte der Verein Mediaspree Investoren aus der Bau- und Immobilienwirtschaft anlocken. Auf einer Fläche von 180 Hektar sollen entlang der Spree Bürotürme, Luxushotels und Appartements entstehen. Am Sonntag waren die Einwohner von Kreuzberg-Friedrichshain aufgerufen, über die Zukunft des Spreeufers abzustimmen.

15 Jahre Silvio-Meier-Gedenken

Silvio MeierJährliches Erinnern an 1992 von Neonazis erstochenen Antifaschisten und Hausbesetzer in Berlin. Florian Osuch junge Welt 14.11.2007

Silvio Meier – Antifaschist und Aktivist der Hausbesetzerbewegung in Berlin – wurde am 21. November 1992 von Neonazis getötet. Er und einige Freunde gerieten vor 15 Jahren auf dem U-Bahnhof Samariterstraße in Berlin-Friedrichshain mit Neonazis in Streit. Es folgte eine Schlägerei, zurück blieben mehrere schwer verletzte Antifaschisten; Silvio Meier verstarb kurze Zeit später an einer Stickwunde.
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Morde aufklären

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flickr/PPCC Antifa (CC BY-NC-SA 2.0)

Sinn Féin fordert Untersuchungskommission über »schmutzigen Krieg« der Sicherheitskräfte in Nordirland. Florian Osuch junge Welt 14.08.2007

Am Sonntag haben sich knapp zehntausend Personen in der Innenstadt von Belfast an einem »Marsch für Wahrheit« (March for truth) beteiligt. In einem langen Strom zogen Bewohner der irisch-republikanischen Viertel zur City-Hall. Hunderte trugen Fotos von Angehörigen, Freunden oder Genossen, die während des Bürgerkriegs in Nordirland ermordet wurden und deren genaue Todesumstände bis heute nicht aufgeklärt sind. Aufgerufen zur Demonstration hatte die links-nationalistische Partei Sinn Féin. Ihr Präsident Gerry Adams forderte Aufklärung über Todesfälle während der 38 Jahre währenden britischen Militärbesatzung im Norden Irlands, die erst vor zwei Wochen endete.
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Positive Bilanz nach Protesten in Barcelona

Organisatoren werten Aktionen gegen EU-Gipfel als Erfolg. Alle Inhaftierten frei. Streit um Krawalle. Florian Osuch junge Welt 23.03.2002

»Die Proteste gegen den EU-Gipfel waren ein voller Erfolg für die globalisierungskritische Bewegung«, so das deutliche Fazit der Organisatoren eine Woche nach der Großdemonstration in Barcelona. Mehr als 500.000 Menschen nahmen an dem Protestmarsch »Gegen ein Europa des Kapitals! Eine andere Welt ist möglich!« am vergangenen Sonnabend teil. Das waren mehr als beim G-8-Treffen in Genua im Juli 2001 oder beim Welt-Sozial-Forum in Porto Alegre Anfang des Jahres. Die hohe Zahl der Teilnehmer hat die Organisatoren völlig überrascht. »Wir hatten anfangs mit nur etwa 40.000 Menschen gerechnet, wobei es noch einige tausend hätten mehr werden können«, so María vom Vorbereitungskomitee. Sie spielt dabei auf die über hundert Reisebusse aus Frankreich und Belgien an, die an der Grenze festgehalten wurden. Bereits zwei Tage zuvor hatten 100.000 europäische Gewerkschafter für ein soziales Europa demonstriert.
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Barcelona rüstet sich für EU-Gipfel

Route der Großdemonstration verlegt. Florian Osuch junge Welt 12.03.2002

Barcelona rüstet sich für den bevorstehenden EU-Gipfel. Wenn sich Ende der Woche die europäischen Staatschefs zu ihren regelmäßigen Treffen versammeln, sollen kritische Stimmen weiträumig abgehalten werden. Zum vorgesehenen Sicherheitskonzept – das zusammen von Stadtverwaltung, Zentralregierung und Polizei ausgearbeitet wurde – gehört unter anderem ein abgeriegeltes Tagungsviertel, zu Sonderzonen erklärte Stadtteile und ein Polizeigroßaufgebot. Der Bereich um die Universität am oberen Ende der Diagonal wird teils gesperrt und nur für Anwohner zugänglich sein. Studenten haben zwei Tage frei und mehrere Metrostationen werden geschlossen. Bereits Anfang März hat die Polizei begonnen, riesige Zäune um Hotels und Tagungszentren zu installieren. Die Viertel Sants und Gràcia sowie das Zentrum wurden zu »Sonderzonen« mit verstärkten Kontrollen erklärt. Insgesamt werden rund 10.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein – so viele, wie seit den Olympischen Spiele 1992 nicht mehr. Die Zentralregierung in Madrid hat nach einem Bericht von El País angekündigt, das Schengen-Abkommen zwischen dem 11. und 16. März 2002 außer Kraft zu setzen und Grenzkontrollen durchzuführen.
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Streit um »Plan Hidrológica«

Spanien: Gigantisches Wasserprojekt entzweit Sozialisten. Risiken für Umwelt. Florian Osuch junge Welt 11.03.2002

Der iberischen Halbinsel steht ein gigantisches Wirtschaftsprojekt bevor. Wenn es nach den Plänen der regierenden rechten Volkspartei (Partido Popular, PP) geht, wird die Wasserverteilung in Spanien völlig neu organisiert. Vom Fluß Ebro soll Wasser durch riesige neu zu bauende Kanäle dem wasserarmen Süden zugeführt werden. Auch die oppositionellen Sozialdemokraten der PSOE sprechen sich für den »Plan Hidrológica Nacional« (PHN) aus. Ende Februar kam es jedoch bei einer Abstimmung um den PHM im Europaparlament zu einem Eklat innerhalb der sozialdemokratischen Fraktion von Spanien. Auch wenn es bei dem Antrag nur um zweitrangige Aspekte ging, zeigte sich jedoch, wie tief Spaniens Gesellschaft in der Frage des Projektes gespalten ist. Katalanische Abgeordnete der PSC (Partido Socialista Catalunya) stimmten für den PHN-kritischen Antrag und brachen somit ihre »Fraktionsdisziplin«. Gleichzeitig stimmten fünf andere PSOE-Abgeordneten gemeinsam mit der PP gegen den Antrag und für den Plan Hidrológica.
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