Tag-Archiv für 'collusion'

Nordirland: Ablenkungsmanöver

Gerry Adams
Gerry Adams, Foto: Sinn Fein (CC BY 2.0)

In Nordirland fordern Initiativen Aufklärung von Verbrechen der britischen Armee. London zielt auf Führung von Sinn Féin. Florian Osuch, junge Welt, 13.5.2014
Mit der mehrtägigen Festnahme von Gerry Adams, Präsident der irischen Linkspartei Sinn Féin, hat der Streit um die Aufarbeitung des Nordirland-Krieges an Schärfe zugenommen. Der 65jährige war Anfang Mai wegen eines Mordes aus den frühen 1970er Jahren verhört und nach vier Tagen Befragung ohne Anklage entlassen worden. Britische Ermittler bringen den populären Politiker in Verbindung mit dem Mord an einer Frau, die 1972 von der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) aus ihrem Haus in Belfast entführt und ermordet worden war. Die IRA hatte die 37jährige Jean McConville für eine Kollaborateurin der britischen Armee gehalten. Ihren Leichnam ließ man verschwinden; erst im Jahr 2003 wurde dieser südlich der inneririschen Grenze gefunden. (mehr…)

Englands schmutziger Krieg

Mural Collusion Belfast RUC British Army UVF UDA
flickr/PPCC Antifa (CC BY-NC-SA 2.0)

Ende vergangenen Jahres sorgte eine von der BBC ausgestrahlte Dokumentation für Aufsehen. Der Film »Großbritanniens geheime Terror-Truppe« legte dar, dass die britische Armee Anfang der 1970er Jahre Mordkommandos unterhielt. Florian Osuch Marx21 13.1.2014
In der BBC-Doku berichten Mitglieder der damaligen »Military Reaction Force« (MRF), wie Angehörige der MRF vor allem in der Metropole Belfast irische Zivilisten ermordete, um die »IRA zur Strecke zu bringen«. Sie bestätigen erneut, was Hinterbliebene, lokale Initiativen und Menschenrechtsorganisationen in jahrzehntelanger Recherchearbeit ans Tageslicht gebracht haben: Britische Sicherheitskräfte – Polizei, Militär und auch die Geheimdienste – führten einen schmutzigen Krieg in Nordirland, kooperierten mit Todesschwadronen und schreckten auch selbst vor extralegalen Hinrichtungen nicht zurück. (mehr…)

Nachtwachen in Belfast und Derry

mural UFF Belfast
flickr/PPCC Antifa (CC BY-NC-SA 2.0)

Die irisch-republikanische Bewegung in Nordirland bereitet sich auf die alljährliche Marschsaison des Oranier-Ordens vor. Florian Osuch, 26.06.2011

Bis zu eintausend Aufzüge führt diese extrem rechte Vereinigung jährlich durch. Rund ein Dutzend dieser Märsche gilt als umstritten, da sie durch mehrheitlich von Iren bewohnte Stadtviertel ziehen. Der christlich fundamentalistische Orden erinnert an die Schlacht von Boyne, als im Jahr 1690 ein protestantischer König seinen katholischen Widersacher besiegte. (mehr…)

Proteste gegen Queen

Queen not Welcome in IrelandErster Staatsbesuch der englischen Königin in Irland. Florian Osuch junge Welt 18.05.2011

Begleitet von Protesten republikanischer Gruppierungen wie der Linkspartei Sinn Féin und der sozialistischen Organisation Éirígí ist die britische Königin Elisabeth II. am Dienstag zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in Irland eingetroffen. Es ist die erste Visite aus dem englischen Königshaus seit der Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien.
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In Smaragdgrün zur historischen Visite

No royal visit!

Der Irland-Besuch der britischen Königin ist vor allem für die Protestkultur der Insel ein Ereignis.Florian Osuch Neues Deutschland 18.05.2011
Erstmals seit der Unabhängigkeitserklärung Irlands bereist ein britisches Staatsoberhaupt in dieser Woche den Nachbarstaat. Queen Elizabeth II. traf am Dienstagnachmittag zu einem mehrtägigen Besuch in Dublin ein.
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Mörder im Dienst der Krone

Collusion = Statemurder Belfast RUC British Army UVF UFF UDA
Demonstration in Belfast, flickr/PPCC Antifa (CC BY-NC-SA 2.0)

Europäischer Gerichtshof: Britische Sicherheitskräfte unterstützten Todesschwadronen in Nordirland. Polizei behinderte Untersuchungenr. Florian Osuch junge Welt 10.12.2007

Der Europäische Gerichtshof in Strasbourg hat jetzt festgestellt, daß britische Sicherheitskräfte bei ihrem Einsatz in Nordirland weit mehr in Morde und Anschläge auf Zivilisten verstrickt gewesen sind, als bisher angenommen. In einer Klage hatten sich acht Familien zusammengeschlossen, deren Angehörige in den 1970er und 1980er Jahren in den nordirischen Regionen Mid-Ulster und South Armagh getötet wurden. Bisher galten in der Regel probritische Paramilitärs, die mit Waffengewalt für den Verbleib Nordirlands beim Vereinten Königreich kämpfen, als alleinige Täter.
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Morde aufklären

Mural Collusion Belfast RUC British Army UVF UDA
flickr/PPCC Antifa (CC BY-NC-SA 2.0)

Sinn Féin fordert Untersuchungskommission über »schmutzigen Krieg« der Sicherheitskräfte in Nordirland. Florian Osuch junge Welt 14.08.2007

Am Sonntag haben sich knapp zehntausend Personen in der Innenstadt von Belfast an einem »Marsch für Wahrheit« (March for truth) beteiligt. In einem langen Strom zogen Bewohner der irisch-republikanischen Viertel zur City-Hall. Hunderte trugen Fotos von Angehörigen, Freunden oder Genossen, die während des Bürgerkriegs in Nordirland ermordet wurden und deren genaue Todesumstände bis heute nicht aufgeklärt sind. Aufgerufen zur Demonstration hatte die links-nationalistische Partei Sinn Féin. Ihr Präsident Gerry Adams forderte Aufklärung über Todesfälle während der 38 Jahre währenden britischen Militärbesatzung im Norden Irlands, die erst vor zwei Wochen endete.
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Kein Geld mehr für die Loyalisten

Mural Shankill Road Belfast UDA
flickr/Supermac1961 (CC BY 2.0)

Polizeichef in Nordirland fordert nach Ausschreitungen Stopp der Zahlungen an Gruppen im Umfeld der pro-britische UDA. Paramilitärs offenbar im Drogengeschäft aktiv. Florian Osuch junge Welt 06.08.2007

Wie soll im noch jungen nord­irischen Friedensprozeß mit pro-britischen Paramilitärs umgegangen werden? Bindet man sie ein, oder sollen sie ausgrenzt werden? Während die Irisch Republikanische Armee (IRA) ihre eigene Entwaffnung abgeschlossen hat und die britischen Armee nahezu vollständig aus dem Norden Irlands abzogen ist, halten loyalistische Gruppen an ihren Waffen fest.
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Mörder im Sold der britischen Polizei in Nordirland

Mural Collusion Belfast RUC British Army UVF UDA
flickr/PPCC Antifa (CC BY-NC-SA 2.0)

Florian Osuch junge Welt 26.1.2007

Die Vorwürfe wiegen schwer: Britische Polizeikräfte sollen über Jahre hinweg Anschläge, Morde und Drogenhandel von loyalistischen Paramilitärs in Nordirland gedeckt haben. Was linke irische Kräfte seit Jahren anprangern, wurde jetzt mit Beweisen belegt und in einem Bericht der polizeilichen Beschwerdekommission veröffentlicht.
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