Tag-Archiv für 'barcelona'

Katalonien: Zeitung enttarnt Neonazis

Ultimo Bastion, Neonazis aus Sabadell, Katalonien, PPCC, Antifa
Neonazis vor einem Gericht in Barcelona
Foto: directa.cat

Journalisten der linken katalanischen Wochenzeitschrift Directa haben eine Gruppe Neonazis enttarnt, die seit mehreren Jahren unter dem Namen »Último Bastión« firmiert. Florian Osuch junge Welt 12.10.2016
Etwa 20 feste Mitglieder soll sie umfassen, die mutmaßlich führenden Köpfe werden auch namentlich genannt. Basis dieser »Letzten Bastion« ist laut Directa die Stadt Sabadell etwa 30 Kilometer nördlich von Barcelona. In der gesamten Region soll die Neonazitruppe über Jahre Gewaltakte verübt sowie Aufmärsche und Veranstaltungen organisiert haben. Rund 100 Strafverfahren hätten sich insgesamt gegen die einzelnen Neonazis angesammelt – die Haftstrafen summierten sich inzwischen auf Dutzende Jahre. (mehr…)

Neonazizentrum geschlossen

Demonstration gegen Neonazizentrum in Barcelona
Demonstration gegen Neonazizentrum in Barcelona

In der katalanischen Metropole Barcelona ist das von Neonazis betriebene Zentrum »Casal Tramuntana« am Sonnabend geschlossen worden. Florian Osuch, junge Welt, 25.6.2014
Das meldete das Nachrichtenportal Vilaweb. Die Rechten hätten Probleme mit dem Begleichen der Miete gehabt. Das Lokal im Stadtteil Clot war im Januar 2012 eröffnet worden. Es wurde von einem Verein betrieben, der den gleichen Namen trug. Die Neonazis wollten ein »soziales und nationales« Zentrum nach dem Vorbild des »Casa Pound« in Rom errichten. An der Entstehung des »Casal Tramuntana« wirkte unter anderem Alberto Sánchez mit, der für die rechtsextreme Partei »Plataforma per Catalunya« im Stadtparlament von L’Hospitalet nahe Barcelona sitzt. Gegen die Aktivitäten der Faschisten gab es Proteste der Anwohnerschaft und von antifaschistischen Initiativen. (mehr…)

Barcelona: „Can Vies“ zurückerobert

Can Vies, Wiederaufbau, Barcelona
Wiederaufbau des Zentrums Can Vies in Barcelona, flickr/fotomovimiento (CC BY-NC-ND 2.0)

Aktivisten in Barcelona beginnen nach Teilabriß Wiederaufbau des besetzten Stadtteilzentrums. Schutt vorm Rathaus abgeladen. Gespräche mit Stadtverwaltung abgelehnt. Florian Osuch, junge Welt, 2.6.2014
In der katalanischen Metropole Barcelona hat der Streit um die Räumung des besetzen Kultur- und Politikzentrums »Can Vies« eine überraschende Wende genommen. Am Sonnabend begannen mehrere hundert Menschen mit dem Wiederaufbau des teilweise abgerissenen Gebäudes. Die Polizei griff nicht ein. Am späten Samstag abend zogen dann mehrere tausend Unterstützer von »Can Vies« durch die Innenstadt von Barcelona. Gegen 18 Uhr waren aus 6 Bezirken Demonstrationszüge gestartet, die sich auf dem Plaça Universitat zu einer Großdemonstration vereinigten. In der Nacht zu Sonntag kam es zu vereinzelten Ausschreitungen. (mehr…)

Antifa in Spanien

KZ Sachsenhausen
Faschisten am 12.10.2013 in Barcelona
Foto: flickr/Victor Serri (CC BY-NC-ND 2.0)

Zwischen Aufarbeitung des Franco-Faschismus und Neonazigewalt, Florian Osuch in der Zeitschrift Antifaschistisches Infoblatt (AIB) Nummer 101: Winter 2013/14
Jeden Herbst mobilisieren die antifaschistischen Bewegungen in Spanien gegen Versammlungen von Neonazis und Altfaschisten. Sowohl zum 12. Oktober, in Erinnerung an die Landung von Christoph Columbus in Lateinamerika, als auch am 20. November, dem Todestag Francisco Francos und Primo de Riveras, sammeln sich Rechte verschiedenster Couleur.

In Barcelona veranstaltete in diesem Jahr das Bündnis Plataforma Antifeixista zusammen mit Migran­t_innenverbänden eine Kundgebung. Schwerpunkt war allerdings ein internationaler Antifa-Kongress am Vorabend des 12. Oktober 2013. Neben Vertreter_innen antifaschistischer Gruppen aus Spanien waren Gäste aus Italien und Russland sowie Aktive aus Deutschland von der Antifaschistischen Linken Berlin und dem Antifaschistischen Infoblatt anwesend. Die Teilnehmenden debattierten über antifaschistische Strategien, Erinnerungspolitik, Bündnisarbeit und antifaschistische Selbsthilfe. (mehr…)

Repression im Zeichen der Krise

Todos somos Enric Duran - Stencil Granada
Stencil „Wir sind alle Enric Duran“
flickr/Diodoro (CC BY-NC-ND 2.0)

In Katalonien erhöht sich der Druck auf die sozialen Bewegungen und die Unabhängigkeitsbewegung. Florian Osuch, Sonderausgabe der Rote Hilfe, 18.3.2014
Spanien ist besonders stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Regelmäßig berichten deutsche Medien über Wirtschaftsmigration aus allen Teilen des spanischen Staates, Korruptionsskandale, zehntausende Zwangsräumungen und weiter steigende Arbeitslosigkeit. Über die vielfältigen Proteste, Platzbesetzungen, spontane und koordinierte Arbeitskämpfe sowie über Repression wird derweil meist nur in linken Medien informiert. (mehr…)

„Nimm Dir die Straße zurück!“

Acampada Barcelona Placa Catalunya
flickr/etch indelibly in the mind CC BY-NC-SA 2.0

Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit treiben in Spanien Hunderttausende auf die Straße: Gegen das etablierte Parteiensystem, Korruption und für „Echte Demokratie“. Florian Osuch terz 6/2011

Der spanische Staat erlebt seit Mitte Mai diesen Jahres massive soziale Proteste, die weltweit für Aufsehen sorgen. Spanische und internationale Medien zogen teilweise Parallelen zu den Revolten, Aufständen und Umstürzen in den arabischen Ländern, da auch in Madrid, Barcelona und anderenorts Protestcamps auf zentralen Plätzen errichtet wurden. (mehr…)

»Nimm Dir die Straße zurück!«

Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit treibt in Spanien Hunderttausende auf die Straße: Gegen das etablierte Parteiensystem, Korruption und für »Echte Demokratie« Florian Osuch Antiberliner Sommer 2011

Der spanische Staat erlebt seit Mitte Mai massive soziale Proteste, die weltweit für Aufsehen sorgten. Spanische und internationale Medien zogen teilweise Parallelen zu den Revolten und Aufständen in den arabischen Ländern, da auch in Madrid, Barcelona und anderenorts Protestcamps auf zentralen Plätzen errichtet wurden.
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Überfall am frühen Morgen

Seit zwei Wochen protestieren Jung und Alt im ganzen Land gegen die Herrschenden. Polizei räumt Protestcamp in Barcelona. Besetzer erobern Platz zurück. Florian Osuch / André Scheer junge Welt 28.05.2011

In Barcelona hat die katalanische Polizei am Freitag vorübergehend die seit fast zwei Wochen von der Demokratiebewegung besetzte Plaça Catalunya geräumt. Auch ein Camp in der katalanischen Stadt Lleida wurde gewaltsam aufgelöst.
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Spanien: Extreme Rechte räumt ab

Bei den Kommunalwahlen am Sonntag in Spanien konnten rechte Parteien zahlreiche Mandate erringen. Florian Osuch junge Welt 25.05.2011

In Katalonien vervielfachte die von spanischen Medien als rechtspopulistisch bezeichnete Partei »Plataforma per Catalunya« (PxC) ihre Stimmen von 12000 im Jahr 2007 auf jetzt knapp 66000 Stimmen. Mit 67 (zuvor 17) Sitzen ist sie nun flächendeckend in Kommunalparlamenten vertreten.
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Zu Hause auf der Plaza

Acampada Barcelona Placa Catalunya
flickr/Mira Shemeikka CC BY-NC-ND 2.0

Die spanische Protestbewegung setzt ihre Aktionen fort. Trotz Verboten tolerieren die Behörden die Camps bisher. Florian Osuch junge Welt 24.05.2011

Die seit zehn Tagen anhaltenden Proteste im spanischen Staat gehen weiter. Die zentralen Protestcamps an der Puerta del Sol in Madrid und auf der Plaça Catalunya in Barcelona sollen mindestens bis zum kommenden Wochenende aufrechterhalten werden. Dies wurde am Wochenende auf den jeweiligen Vollversammlungen der Demonstranten entschieden.
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Aufstand der Empörten

Acampada Barcelona Placa Catalunya
flickr/Erzsèbet CC BY-NC-ND 2.0

Trotz Versammlungsverbot: Überall in Spanien besetzen Zehntausende Menschen die zentralen Plätze der Städte. Florian Osuch junge Welt 21.05.2011

Dem spanischen Staat steht ein heißes Wochenende bevor. Neben zahlreichen Kommunal- und Regionalwahlen wird für Samstag der vorläufige Höhepunkt einer inzwischen weltweit beachteten Protestbewegung erwartet. Diese hat längst das ganze Land erfaßt. Trotz verhängter Versammlungsverbote wurden in rund 80 Städten Protestcamps errichtet. (mehr…)

Faschistischer „Studienzirkel“ in Spanien verboten

Manifestació contra la Llibreria EuropaDer „Círculo de Estudios Indoeuropeos“ publizierte Literatur, die den NS-Staat verherrlichte und deren Verbrechen rechtfertigte. Der Innenkreis des Zirkels bildete eine paramilitärische Geheimorganisation nach Vorbild der SS.

Florian Osuch in der Zeitschrift Antifaschistisches Infoblatt (AIB) Nummer 85: Winter 2009/2010.

In Spanien wurde eine neonazistische Vereinigung verboten und vier Männer wegen „Verbreitung von Rassenhass“ zu Gefängnisstrafen verurteilt. Ein Gericht sah es als erwiesen an, dass Führungspersonen des 1999 als Kulturvereinigung gegründeten „Circulo de Estudios Indoeuropeos“ (CEI) in Zeitschriften und Büchern den Holocaust gerechtfertigt und die Ideen des „Dritten Reiches“ verteidigt hätten.
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Schlag gegen Neonazis in Spanien

Ein Gericht in Barcelona hat vier Männer wegen Verbreitung von Neonazimaterial zu Haftstrafen bis zu dreianderthalb Jahren sowie Geldstrafen verurteilt. Zudem erklärte der Richten den »Zirkel für indoeuropäische Studion« (CEI) für illegal. Florian Osuch junge Welt 14.10.2009

Die Angeklagten hätten in Veröffentlichungen zu Gewalt gegen die jüdische Bevölkerung und andere Minderheiten aufgerufen. Die Publikationen erschienen im eigenen »Verlag Neue Republik« und wurden meist über den rechten Buchladen »Kalki« vertrieben. Drei Hauptangeklagte, darunter der Präsident des Zirkels sowie der Inhaber des Buchladens, wurden darüber hinaus wegen Bildung einer paramilitärischen Gruppierung innerhalb des CEI verurteilt [Hintergrundartikel].

Tag des Widerstandes

Lateinamerikas indigene Völker erinnern an 500 Jahre Unterdrückung. In Spanien provozieren Faschisten.
André Scheer und Florian Osuch junge Welt 14.10.2009

Mehr als 25000 Angehörige der indigenen Gemeinden sind am Montag in Kolum­bien auf die Straße gegangen, um gegen die Verletzung ihrer Rechte zu protestieren und Respekt für die kulturellen Traditionen ihrer Völker einzufordern. Die Demonstrationen sollen bis zum Wochenende fortgesetzt werden und zielen auf eine »Befreiung der Mutter Erde« von der kapitalistischen Ausplünderung und ein Ende des Krieges in Kolumbien, bei dem die indigenen Völker immer wieder zwischen die Fronten geraten. Diesem Ziel soll auch ein Dialog zwischen den Indigenen und der Guerilla dienen, wie der Präsident der Nationalen Indígena-Organisation ONIC, Luis Andrade, ankündigte. Seine Organisation habe den »Revolutionären Streitkräften Kolumbiens« (FARC) Gespräche unter internationaler Aufsicht angeboten, so Andrade.
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Francos Geist unter der Richterrobe

Spanischer Antimilitarist war zu Unrecht in Haft. Florian Osuch Neues Deutschland 27.2.2009

Nach einem abenteuerlichen Versuch, einen linken Aktivisten ins Gefängnis zu stecken, haben Anwälte Anzeige wegen Rechtsbeugung erstattet.
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