Tag-Archiv für 'aufmarsch'

»Die Rechte«: Neues aus der Hochburg

Dortmund stellt sich quer
Foto: Dortmund stellt sich quer

Hetze gegen Flüchtlinge, während Dortmund der Opfer eines neofaschistischen Polizistenmörders gedenkt. Florian Osuch, junge Welt, 17.6.2015
Die rechte Szene in Dortmund kann nach einem Verbot bedeutsamer Kameradschaften heute als weitgehend wiederhergestellt bezeichnet werden. Am 23. August 2012 war der »Nationale Widerstand« sowie Neonazigruppen in Hamm und Aachen vom nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger (SPD) verboten worden. Die Stadt gilt nach wie vor als rechte Hochburg in Westdeutschland. Hier gründeten Neonazis inzwischen die Partei »Die Rechte«, die nun in Bezirksvertretungen und im Stadtparlament vertreten ist. (mehr…)

Immer wieder Blockaden

Gerry Adams
Blockade gegen Nazis in Plauen, 1.5.2014
Foto: flickr/Caruso Pinguin (CC BY-NC 2.0)

Am 1. Mai marschierten Faschisten in sechs bundesdeutschen Städten. Polizei ging zum Teil hart gegen Nazigegner vor. Florian Osuch und Markus Bernhardt, junge Welt, 3.5.2014
In Dortmund protestierten Hunderte Antifaschisten gegen einen Aufmarsch von rund 400 Neonazis im Außenbezirk Westerfilde. Einige hundert Linke blockierten einen U-Bahnhof und verzögerten damit die Anreise der Rechten. Als Nazigegner die geplante Route besetzen wollten, ging die Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die zumeist jugendlichen Antifaschisten vor. Auf Bildern, die das Bündnis »BlockaDo« verbreitete, war zu sehen, wie ein vermummter Beamter Demonstranten mit einem Schlagstock traktierte. Veranstalter des faschistischen Aufmarsches war die Partei »Die Rechte«. Die vor zwei Jahren vom Neonaziführer Christian Worch gegründete Partei tritt am 27. Mai bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen in Konkurrenz zur NPD an. (mehr…)

Dortmund: Spaltung überwunden

BlockaDo! Naziaufmarsch am 1. Mai 2014 in Dortmund blockieren - Dortmund stellt sich quer - Dortmund bleibt nazifrei!In Dortmund verständigen sich AntifaschistInnenen erstmals auf ein gemeinsames Vorgehen gegen Neonazis, Florian Osuch, analyse & kritik #576 vom 19.10.2012.

Die antifaschistischen Kräfte in Dortmund rücken näher zusammen. Mitte März wurde der Zusammenschluss BlockaDo ins Leben gerufen. Der Name ist Programm: Man will mit „Blockaden gegen Naziaufmärsche“ vorgehen und zwar „zusammen, entschlossen und solidarisch“, wie es in einem ersten Communiqué heißt. Bisher agierten verschiedene Bündnisse in der Stadt weitgehend allein. (mehr…)

Blockaden fest im Blick

BlockaDo! Naziaufmarsch am 1. Mai 2014 in Dortmund blockieren - Dortmund stellt sich quer - Dortmund bleibt nazifrei!Antifaschisten beraten in Dortmund über Aktionen gegen Aufmarsch am 1. Mai. Florian Osuch, junge Welt, 09.04.2014
In der Ruhrmetropole Dortmund planen Neonazis der Partei »Die Rechte« am 1. Mai einen Aufmarsch. Verschiedene antifaschistische Kräfte der Stadt haben sich vor kurzem im Bündnis »BlockaDo« zusammengeschlossen. Am Sonntag trafen sich 100 Personen zu einer Aktionskonferenz, um über das weitere Vorgehen zu beraten. In einem Punkt sind sich die Aktivisten einig: Naziaufmärsche sollen in Dortmund durch Sitzblockaden verhindert werden. Bislang agierten in der Stadt verschiedene Bündnis nebeneinander, wenngleich es zuletzt einzelne Kooperationen gab. Jetzt wollen sich die Bündnisse »Dortmund nazifrei«, »Dortmund stellt sich quer« sowie autonome Antifaschisten auf ein gemeinsames und organisiertes Vorgehen verständigen. (mehr…)

Streit um ein Stück Plastikfolie

Polizei, CS-Gas, Pfefferspray
Polizist mit Pfefferspray
flickr/AG Freiburg (CC BY-NC-SA 2.0)

Prozess zu »Passivbewaffnung« in Dortmund kurzfristig eingestellt. Florian Osuch, Neues Deutschland, 12.2.2014
Wenige Tage vor dem Prozess gegen eine Antifaschistin wegen Mitführens einer Plastikfolie zum Schutz vor Pfefferspray ist das Verfahren eingestellt worden. Die Studentin aus Düsseldorf war ursprünglich wegen »passiver Bewaffnung« angeklagt gewesen. Mareen H. hatte auf dem Weg zu einer Demo gegen Neonazis am 31. August vorigen Jahres in Dortmund eine Folie für Overheadprojektoren mit sich geführt. Daran hatte sie ein Gummiband befestigt. Das Ergebnis kann als Schutz vor polizeilicher Repression vor das Gesicht gespannt werden: Bei Protesten gegen rechte Aufmärsche ging die Polizei in der Vergangenheit zum Teil massiv mit Pfefferspray gegen Nazigegner vor. (mehr…)

Frankfurt (Oder): Protest gegen Naziaufmarsch

Die neofaschistische NPD plant für den 10. November 2012 einen Aufmarsch in Frankfurt (Oder), Florian Osuch, junge Welt, 7.11.2012

Das Bündnis »Kein Ort für Nazis« will mit Aktionen des zivilen Ungehorsams das braune Treiben verhindern. In der Vergangenheit seien nicht nur in Frankfurt (Oder), »sondern auch in Städten wie Dresden, Warschau, Cottbus oder Potsdam rechte Aufmärsche be- oder verindert worden«, heißt es in einem Aufruf. (mehr…)

ver.di-Fest gegen Neonazi-Aufmarsch in Dortmund

Dortmund stellt sich quer am 3.9. gegen Nazis! Dortmund Nazifrei!Breiter gesellschaftlicher Widerstand formiert sich in Dortmund gegen einen geplanten Aufmarsch von Neonazis am 3. September 2011. Florian Osuch ver.di NEWS 24.08.2011
Zum siebten Mal in Folge mobilisiert die rechte Szene in der Stadt für einen „nationalen Antikriegstag“. In der Stadt vergeht kaum eine Woche ohne Angriffe vermutlich von Rechten gegen Nazigegner. (mehr…)

Blockadetraining in Dortmund

Regionalkonferenz-West Dresden NazifreiBündnis »Dresden Nazifrei« bereitet Protest vor.
Florian Osuch Neues Deutschland 9.12.2010

Erfolgreiche Massenblockaden verhinderten im Februar dieses Jahres erstmalig Europas größten Neonaziaufmarsch in Dresden. Auch im kommenden Februar ist mit einem Nazi-aufmarsch zu rechnen, das Bündnis »Dresden Nazifrei« bereitet sich derzeit intensiv auf Proteste vor. Der regionale Vorbereitungskreis ist zu erreichen unter: nrw.dresden-nazifrei.com
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Startschuß für Mobilisierung gegen rechts

Demo gegen Neonazismus in DresdenDresden: Auf einer Tagung wurden Aktionen gegen den nächsten Neonaziaufmarsch beraten. Florian Osuch junge Welt 11.10.2010

Mehr als 250 Personen waren am Wochenende zu einer Aktionskonferenz der Bündnisse »Nazifrei! Dresden stellt sich quer!« und »No Pasarán!« in die sächsische Landeshauptstadt gekommen. Zwei Tage lang debattierten sie Strategien zur Verhinderung des nächsten Neonaziaufmarschs im Februar 2011 zum Jahrestag der Bombardierung der Elbmetropole durch US-amerikanische und englische Alliierte. Die Anwesenden waren sich einig: Sie wollen an den Erfolg vom 13. Februar dieses Jahres anknüpfen, als bis zu 15000 Menschen Europas größte rechte Demonstration blockierten.
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Probesitzen in Hellersdorf

Nach Razzien gegen Bündnis »Dresden Nazifrei« reagieren linke Gruppen in Berlin offensiv.
Florian Osuch Neues Deutschland 22.1.2010

Als Vorbereitung auf antifaschistische Proteste gegen einen Naziaufmarsch am 13. Februar 2010 in Dresden findet am Sonntag in Berlin eine Regionalkonferenz statt. Der lokale Ableger des bundesweiten Bündnisses »Dresden Nazifrei« lädt alle Interessierten ein, die sich in Dresden an Massenblockaden beteiligen wollen. »Wir möchten unser Aktions- und Blockadekonzept möglichst vielen Menschen transparent machen und offene Fragen klären«, erklärte Matthias Richter vom Vorbereitungskomitee gegenüber ND.
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Tag des Widerstandes

Lateinamerikas indigene Völker erinnern an 500 Jahre Unterdrückung. In Spanien provozieren Faschisten.
André Scheer und Florian Osuch junge Welt 14.10.2009

Mehr als 25000 Angehörige der indigenen Gemeinden sind am Montag in Kolum­bien auf die Straße gegangen, um gegen die Verletzung ihrer Rechte zu protestieren und Respekt für die kulturellen Traditionen ihrer Völker einzufordern. Die Demonstrationen sollen bis zum Wochenende fortgesetzt werden und zielen auf eine »Befreiung der Mutter Erde« von der kapitalistischen Ausplünderung und ein Ende des Krieges in Kolumbien, bei dem die indigenen Völker immer wieder zwischen die Fronten geraten. Diesem Ziel soll auch ein Dialog zwischen den Indigenen und der Guerilla dienen, wie der Präsident der Nationalen Indígena-Organisation ONIC, Luis Andrade, ankündigte. Seine Organisation habe den »Revolutionären Streitkräften Kolumbiens« (FARC) Gespräche unter internationaler Aufsicht angeboten, so Andrade.
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800 Nazis marschierten

AntifaLinke Proteste / Antifa kritisiert Polizei und Medie.
Florian Osuch Neues Deutschland 12.10.2009

Bis zu 800 Neonazis marschierten am Samstag durch die Berliner City vom Alexanderplatz zum S-Bahnhof Landsberger Allee in Prenzlauer Berg. Mehrere Hundert Menschen beteiligten sich an vier Kundgebungen gegen Rechts. Die Neonazis marschierten auf wegen eines – nach bisherigen Ermittlungen nicht politisch motivierten – Anschlags auf die rechte Szenekneipe »Zum Henker« im Köpenicker Ortsteil Niederschöneweide eine Woche zuvor. Ein Maskierter hatte zwei Brandsätze auf das Lokal geworfen, die kaum Schaden anrichteten. Bei der anschließenden Flucht überfuhren die mutmaßlichen Angreifer einen 23-jährigen Rechten, der auch NPD-Mitglied ist, und verletzten ihn lebensgefährlich.
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Antifaschisten kriminalisiert

AntifaBerlin: Neonazi-Demo gegen »linken Terror«. Anschlag auf Lokal der Rechten war offenbar Rache enttäuschter Gäste.
Florian Osuch junge Welt 12.10.2009

Rund 1000 Antifaschisten haben am Samstag in Berlin gegen einen Aufmarsch von bis zu 800 Neonazis protestiert. Sitzblockaden und in Brand gesetzte Container konnten deren Aufmarsch jedoch nicht wesentlich behindern. Vereinzelt flogen Flaschen und Steine auf die Rechten. Der PKW eines Neonazis soll am Rande des Aufmarsches umgekippt worden sein. Die Polizei, die mit 1000 Beamten im Einsatz war, ging teilweise äußerst rabiat gegen Antifaschisten vor und nahm insgesamt 22 Linke fest. Ähnlich wie nach der Demonstration »Freiheit statt Angst« vor wenigen Wochen in Berlin wurden Polizeiübergriffe auf Video dokumentiert und auf der Plattform YouTube veröffentlicht. Auf einer Sequenz ist zu sehen, wie Beamte eine Sitzblockade auflösen. Ein Polizist zerrt dabei eine Frau am Arm und schleift sie mehrere Meter über eine Straße. Die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) erklärte, die Beamten hätten mehrere Menschen mit Schlagstöcken und Reizgas verletzt. Sie seien zudem nicht eingeschritten, als Neonazis »Juden raus« skandiert hätten.
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SS-Mann beim Mai-Fest der NPD

1. Mai Nazifrei in Berlin-KöpenickNPD und Freie Kameradschaften planen bundesweit sieben Aufmärsche zum Tag der Arbeit.
Florian Osuch Neues Deutschland 28.4.2009

Die zentrale NPD-Veranstaltung am 1. Mai ist in Berlin. Kameradschaften mobilisieren eher nach Hannover. Dieser Aufmarsch ist jedoch noch verboten, so dass dieses Spektrum auch in die Hauptstadt ausweichen könnte.
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Neonazis machen mobil

1. Mai Nazifrei in Berlin-KöpenickNPD und »Freie Kameradschaften« planen am 1. Mai Aufmärsche in sieben Städten.
Florian Osuch junge Welt 27.4.2009

In sieben Städten wollen Neonazis zum 1. Mai aufmarschieren. So soll die zentrale Veranstaltung der NPD in Berlin stattfinden, während die »Freien Kameradschaften« zu einem – bisher allerdings verbotenen – Aufmarsch in Hannover mobilisieren. Sollte die Veranstaltung jedoch genehmigt werden, will ein »antifaschistisches Umzingelungsbündnis« den Aufzug mit Massenblockaden verhindern [Info].
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