Tag-Archiv für '2005'

Kein Ende der Gewalt in Nordirland

UVF mural Belfast Shankill Road
flickr/sashafatcat (CC BY 2.0)

Loyalistische Überfälle in Belfast und Portadown. Einschüchterung als politisches Programm der Extremisten. Florian Osuch junge Welt 21.09.2005

Die Welle unionistischer Gewalt im von Großbritannien besetzten Norden Irlands reißt nicht ab. Nachdem sich in der vergangenen Woche probritische Loyalisten nächtliche Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert hatten, ist es am Wochenende zu zwei schweren Übergriffen gekommen: In Nordbelfast wurde ein Mann überfallen und mit einem Messer schwer verletzt, als er gerade ein katholisches Viertel verlassen hatte. In Portadown wurde in der Nacht zum Montag ein Haus mit Benzinbomben und Steinen attackiert. Die in dem Haus lebende Frau blieb unverletzt, sie hatte jedoch bereits einen Sohn bei einem früheren Überfall verloren. Vor fünf Jahren wurde der damals 19jährige gemeinsam mit einem Freund von Mitgliedern der paramilitärischen Ulster Volunteer Force (UVF) getötet.
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Spanien: Schlag gegen Neofaschisten

Durchsuchungen und Festnahmen im Großraum Valencia. Großstadt gilt als Hochburg des Rechtsextremismus
Von Florian Osuch junge Welt 19.9.2005

In einer Überraschungsaktion sind am Freitag in Spanien 20 Neonazis von der Polizei festgenommen worden. Der Schlag richtete sich gegen die Organisation »Frente Anti Sistema« (FAS) im Großraum Valencia und wurde von der paramilitärischen Guardia Civil angeführt.
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Ende der Toleranz

Loyalist muralLondon reagiert auf Bruch der Waffenruhe in Nordirland. Loyalistische Gewalt könnte Friedensprozeß endgültig scheitern lassen.
Florian Osuch junge Welt 15.9.2005

Der Friedensprozeß im Norden Irlands steht möglicherweise vor dem Aus. Der britische Nordirlandminister Peter Hain erklärte in der Nacht zu Mittwoch, daß er die Waffenruhe der paramilitärischen Ulster Volunteer Force (UVF) nicht mehr anerkenne.
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Stadtführer durch atheistische Metropole

HVD LogoHumanistischer Verband informiert über Historie des »atheistischen Berlins«. Von Florian Osuch junge Welt 1.8.2005

Berlin ist in vieler Hinsicht einzigartig in der BRD und in Europa. Eine Besonderheit ist sicherlich die soziale Struktur der Bevölkerung, welche sich auch in der geringen Konfessionalität der Berlinerinnen und Berlinern widerspiegelt. Im modernen Berlin sind inzwischen nur noch rund 30 Prozent der Menschen Mitglied einer Kirche: eine Tatsache, die in München, Rom oder Madrid Pfarrer, Pastoren und Kardinäle zur Weißglut bringen würde.
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Sinn Féin legt zu

Logo Sinn FéinNordirland: Republikaner zweitstärkste Kraft. Radikalisierung im probritischen Lager
Florian Osuch junge Welt 9.5.2005

Mit Verkündung des nordirischen Wahlergebnisses in der Nacht zum vergangenen Samstag stand fest: Der politische Aufstieg von Sinn Féin (SF) hat sich auch bei der Wahl zum britischen Parlament fortgesetzt. Seit Jahren kann die links-nationalistische Partei unter Vorsitz von Gerry Adams bei Wahlen in Irland und Großbritannien ihren Stimmenanteil erhöhen. Nun wird Sinn Féin erstmals fünf Abgeordnete, einen mehr als zuvor, nach London entsenden.
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Unionisten in Bedrängnis

Gerry Adams Ireland Sinn Fein
flickr/Alatryste
(CC BY-NC-SA 2.0)

Britisches und irisches Ultimatum: Nordirische Parteien sollen gemeinsame Regierung bilden. Florian Osuch junge Welt 08.04.2005

Kurz vor dem achten Jahrestag des historischen Karfreitagabkommens kommt der festgefahrene Friedensprozeß im Norden Irlands erneut in Bewegung. Der britische Premierminister Tony Blair und sein irischer Amtskollege Bertie Ahern hatten am Donnerstag einen Plan für die Reaktivierung der Autonomieregierung bekanntgegeben. Bis zum 15. Mai soll das vor vier Jahren suspendierte Regionalparlament wieder zusammentreten und binnen sechs Monaten eine Allparteienregierung bilden.
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Rolle rückwärts

Sinn FéinNordirischer Friedensprozeß gestoppt. London sperrt Geld für Abgeordnete von Sinn Féin und warnt vor IRA-Anschlägen. 50.000 Pfund auf der Clubtoilette für Polizeioffiziere. Florian Osuch junge Welt 28.02.2005

Einen derartigen Rückschlag im Friedensprozeß um den von Großbritannien besetzten Norden Irlands hätte wohl niemand für möglich gehalten. Seit Ende vergangener Woche ging die britische Regierung erstmals seit langem wieder direkt gegen Vertreter der Unabhängigkeitsbewegung vor.
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