Archiv der Kategorie 'sonstige'

Im Dreiklang gegen den G20

G20 Protest in HamburgDas Treffen der führenden Industriestaaten findet dieses Jahr in Hamburg statt. Florian Osuch, SoZ – Sozialistische Zeitung, Nr. 02/2017
Globalisierungskritiker bereiten sich auf das geplante Gipfeltreffen vor. Die Stadt reagiert mit Gefängnisbau. Im Juli 2017 findet in Hamburg ein Gipfel der G20-Staaten statt. Dieses informelle Gremium umfasst die führenden Industrie- und Schwellenländer USA, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich sowie die einwohnerstarken Staaten China, Indien, Russland, Indonesien, Brasilien und Mexiko. Auch die Türkei, Saudi-Arabien, Südafrika und Argentinien gehören dazu. (mehr…)

G20 – Aktionsplanungen

G20 Aktionskonferenz in HamburgBundesweite Aktionskonferenz am 3./4.Dezember in Hamburg. Florian Osuch, SoZ – Sozialistische Zeitung, Nr. 12/2016
Im Juli 2017 findet in Hamburg ein Gipfel der G20-Staaten statt. Dieses informelle Gremium umfasst die führenden Industrie- und Schwellenländer. Eigentlich sind es nur 19 Staaten plus die Europäische Union. Zu den wirtschaftlichen Schwergewichten USA, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich kommen die einwohnerstarken Staaten China, Indien, Indonesien, Brasilien und Mexiko hinzu. Auch Russland ist wieder mit an Bord, nachdem das Land von den G8-Treffen ausgeschlossen wurde, ebenso die Türkei, Saudi-Arabien, Südafrika und Argentinien. (mehr…)

Francos langer Schatten

Juan Carlos (l.) und Franco (r.)

Vor 40 Jahren starb der spanische Diktator. Florian Osuch, Unsere Zeit Welt, 11.12.2015
Rund um den 20. November 2015 fanden in Spanien wie in den Jahren zuvor Kundgebungen, kirchliche Zeremonien und andere Ehrungen anlässlich des Todestages des Diktators Francisco Franco statt. In der „jungen Welt“ war von landesweit 40 katholischen Messen zu lesen. In Madrid nahmen an einem Marsch „für die Einigkeit Spaniens“ neben Vertretern rechtsextremer Splitterparteien aus Spanien auch Delegationen aus Frankreich und Italien teil. Im „Valle de los daídos“, einem Wallfahrtsort spanischer Alt- und Neofaschisten, gab es eine katholische Messe. Im „Tal der Gefallenen“ liegt Francisco Franco (1882–1975) begraben, neben José Antonio Primo de Rivera (1903–1936), dem Gründer der faschistischen Bewegung „Falange Española“. Das Monumentalbauwerk liegt etwa 60 Kilometer nordwestlich von Madrid und war zwischen 1940 und 1959 von mehreren tausend Zwangsarbeitern errichtet worden. (mehr…)

Thor Steinar mit Millionenumsatz

Thor Steinar, Antifa
Laden von Thor Steinar nach einer Farbattacke. Foto: flickr/David Trattnig (CC BY-NC-SA 2.0)

Vom Kleinunternehmen aus Brandenburg zum internationalen Firmennetz, Florian Osuch und Moritz Eleuk in der Zeitschrift Antifaschistisches Infoblatt (AIB) Nummer 109: Winter 2015/16
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt expandiert die bei Neonazis weiterhin beliebte Modemarke Thor Steinar und erwirtschaftet sechsstellige Gewinne. In Deutschland gibt es in ein Dutzend Städten eigene Geschäfte, wobei die Filiale in Hannover im Juli schließen musste. Der in Rostock ansässige Laden „Haugesund“ muss ebenfalls bis Ende des Jahres ausziehen. 

Der Trend geht jedoch nach Osteuropa. Allein in der Millionenmetropole Moskau gibt es 13 eigene Thor-Steinar-Läden und selbst im fernöstlichen Kamtschatka hat die brandenburgische Firma einen Shop eröffnet. Weitere Läden gibt es unter anderem in Bratislava, Helsinki, Kiew, London, Moskau, Prag, Rom, Sankt Petersburg und Split. (mehr…)

Linke Organisierung damals und heute

Marx21: Best of KPD - Sammelband zur frühen Geschichte der Kommunistischen Partei DeutschlandsEin Sammelband zur frühen Geschichte der KPD, bevor sich die Partei «in ein Werkzeug der russischen Außenpolitik verwandelt» hatte.. Florian Osuch, SoZ – Sozialistische Zeitung, Nr. 4/2015
Anfang der 20er Jahre existierte in Deutschland mit der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) eine revolutionäre Kraft mit mehreren hunderttausend Mitgliedern und Millionen Wählern. Gegründet Ende 1918 in den Wirren der Novemberrevolution, bestand ihr Kern zunächst aus tausenden radikaler Arbeiter, die der SPD wegen deren Unterstützung für den Ersten Weltkrieg den Rücken gekehrt hatten.
Als sich die Führung der Sozialdemokraten dann noch unter Einsatz militärischer Gewalt gegen Aufstandsversuche stellte, verließen weitere zehntausende die Partei und schlossen sich der KPD an. Zu den Persönlichkeiten der ersten Stunde gehören Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Paul Levi und Heinrich Brandler. (mehr…)

Kurzrezension: »Lebensschützer«

Deutschland treibt sich ab. Organisierter Lebensschutz, Christlicher Fundamentalismus, AntifeminismusKleiner Band zu organisiertem »Lebensschutz«, christlichem Fundamentalismus und Antifeminismus. Florian Osuch, analyse & kritik, 15.3.2015
Im Sommer 2014 zogen Anhänger_innen der sogenannten »Lebensschutz«-Bewegung durch Berlin. Ihr »Marsch für das Leben« wurde gestört von Feministinnen und anderen Linken. Jetzt gibt es ein Buch über diese Ein-Punkt-Bewegung, die ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen fordert. Evangelikale Organisationen nehmen innerhalb der »Lebensschutz«-Bewegung eine herausragende Rolle« ein. (mehr…)

„,Antifa heißt Luftangriff!‘ Regression einer revolutionären Bewegung“

Streitschrift zur Antifa, Antifa heißt Luftangriff! - Regression einer revolutionären BewegungEine Streitschrift zur Antifa. Florian Osuch, Antifaschistische Nachrichten, Nr. 5/2015
Im Buch „,Antifa heißt Luftangriff!‘ Regression einer revolutionären Bewegung“ gehen Autoren hart ins Gericht mit der antifaschistischen Bewegung. Eine „radikal linke Bewegung [tendiert] zum Rückzug in die machtgestützte Innerlichkeit des Bürgertums“, so Herausgeberin Susann Witt-Stahl. Wie es dazu kommen konnte und wie es dem Neoliberalismus gelungen sei „den revolutionären Antifaschismus zu neutralisieren“ soll in acht Beiträgen geklärt werden. Der Band ist eine Streitschrift, „mit denen die Autoren politisch Standpunkte beziehen“. Anliegen der Herausgeber Susann Witt-Stahl und Michael Sommer ist eine „grundlegende Kritik an der hegemonialen Theorie und Praxis des Antifaschismus in Deutschland zu formulieren und eine überfällige Debatte anzustoßen“. (mehr…)

Kurzrezension: Bericht aus dem Knast

Bericht aus dem Knast. Texte von Oliver RastDie Rote Hilfe Dresden hat einen Band mit Texten des ehemaligen politischen Gefangenen Oliver Rast veröffentlicht. Florian Osuch, analyse & kritik, 15.1.2015
Der Berliner saß zwischen Sommer 2011 und September 2014 in Haft. Verurteilt wurde er wegen versuchter Brandstiftung an einem Fahrzeug der Bundeswehr und wegen Mitgliedschaft in der »militanten gruppe« (mg). Von Beginn an war Rast im offenen Vollzug und konnte die Haftanstalt tagsüber verlassen. Im Mai 2013 wurde er jedoch in den geschlossenen Vollzug verbracht, weil er erneut ins Visier der Polizei geraten war. Rast und acht weitere Genossen wurden beschuldigt, mit der Gruppierung »Revolutionäre Aktionszellen« (RAZ) eine Nachfolgeorganisation der mg gebildet zu haben; außerdem wurden sie für die Herstellung der Untergrundzeitschrift radikal verantwortlich gemacht. (mehr…)

Prozess gegen Tim H. in Dresden

Prozess gegen Tim H. in DresdenPolizei der Videomanipulation überführt. Florian Osuch, SoZ – Sozialistische Zeitung, Nr. 1/2015
Am 8.Dezember 2014 begann in Dresden der Prozess gegen den Berliner Antifaschisten Tim H. wegen Beteiligung an Protesten gegen Neonazis am 19.Februar 2011. Damals verhinderten Sitzblockaden des Bündnisses «Dresden nazifrei», an dem sich bis zu 21000 Menschen beteiligten, darunter mehrere hundert Antifaschisten aus Nordrhein-Westfalen, einen Neonaziaufmarsch.Tim H. wird vorgeworfen, ein Megafon getragen und Demonstranten mit dem Ruf «Kommt nach vorne!» zum Durchbrechen einer Polizeikette aufgerufen zu haben. In einem ersten Verfahren wurde er im Januar 2013 u.a. wegen Landfriedensbruch zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und zehn Monaten ohne Bewährung verurteilt, welche er jedoch nicht antreten musste, weil er dagegen Rechtsmittel einlegte. (mehr…)

Geschichte einer linksradiakalen Bewegung

Buch zur Antifa von Bernd LangerBernd Langer: Antifaschistische Aktion. Florian Osuch, SoZ – Sozialistische Zeitung, Nr. 1/2015
Bernd Langer, langjähriger Antifa-Aktivist, hat ein Buch zur Geschichte der Antifaschistischen Aktion vorgelegt. Auf 266 Seiten, vielfach ergänzt durch Fotos und zeitgenössische Plakate, erzählt er die «Geschichte einer linksradikalen Bewegung». Langer war selbst Mitglied der Göttinger Gruppe Autonomen Antifa M, die von der Polizei in den 90er Jahren zerschlagen werden sollte. Er war einer von 17 Beschuldigten, gegen die wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung ermittelt wurde; das Verfahren wurde später eingestellt. Die Antifa M praktizierte eine für Autonome untypische Bündnispolitik und arbeitete auch mit bürgerlichen Kräften zusammen. Aus den eigenen Reihen wurde sie dafür zum Teil massiv angefeindet. Gleichzeitig waren ihre Demonstrationen, an deren Spitze nicht selten ein sogenannter schwarzer Block lief, weit über die Stadtgrenzen bekannt. (mehr…)

Inspirierende Kraft

Buch zur Antifa von Bernd LangerVon Thälmann bis zu „Dresden nazifrei“: Bernd Langer skizziert die Geschichte der Antifaschistischen Aktion. Florian Osuch, Antifaschistische Nachrichten, Nr. 24/2014
Bernd Langer, langjähriger Antifaktivist, hat jetzt ein Buch zur Geschichte der Antifaschistischen Aktion vorgelegt. Auf 266 Seiten, vielfach ergänzt durch Fotos und zeitgenössische Plakate, erzählt er die „Geschichte einer linksradikalen Bewegung“.
Langer selbst war Mitglied der Göttinger Gruppe Autonomen Antifa M, die von der Polizei in den 1990er Jahren zerschlagen werden sollte. Er war einer von 17 Beschuldigten, gegen die wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung ermittelt wurde; das Verfahren wurde später eingestellt. Die Antifa M praktizierte eine für Autonome untypische Bündnispolitik und arbeitete auch mit bürgerlichen Kräften zusammen. (mehr…)

Kurzrezension: Die KPD der 1920er

Marx21: Best of KPD - Sammelband zur frühen Geschichte der Kommunistischen Partei DeutschlandsDas Netzwerk Marx21, ein Zusammenschluss innerhalb der Linkspartei, hat einen Sammelband zur frühen Geschichte der Kommunistischen Partei Deutschlands herausgegeben. Florian Osuch, analyse & kritik, 15.11.2014
Seit Anfang der 1920er Jahre existierte mit der KPD eine revolutionäre Kraft mit mehreren Hunderttausend Mitgliedern und Millionen WählerInnen. In dem Sammelband »Best of KPD« sind 13 Beiträge zusammengefasst. Deutlich wird, dass die KPD in jungen Jahren von tumultartigen Diskussionen, Debatten und Kontroversen geprägt war. Positionen zu wichtigen Fragen wurden im Verlauf längerer Kontroversen entwickelt und teilweise auch schnell wieder verworfen. Die Zusammensetzung der Parteiführung änderte sich fortwährend. (mehr…)

Tails – The amnesic incognito live system

Heft über Techniken zur Datensicherheit, Tails, Live-SystemHefte zur Förderung widerständigen Praxis gegen den digitalen Zugriff, Bd.1, 36 Seiten. Florian Osuch, SoZ – Sozialistische Zeitung, Nr. 10/2014
Kaum eine Woche vergeht ohne Meldungen von Datendiebstahl, neuer Schadsoftware, Computerviren oder Überwachungsskandalen der Geheimdienste. Die Cyberspione in Berlin, London, Paris, Washington und Moskau bespitzeln sich gegenseitig und schneiden alles mit, was ihnen zwischen die Finger oder vor den Bildschirm gerät.Vor kurzem wurde durch eine Anfrage des LINKE-Abgeordneten Andrej Hunko bekannt, dass das Bundeskriminalamt (BKA) zwei neue «Staatstrojaner» entwickelt hat. Eines der beiden Überwachungsprogramm ermöglicht BKA-Beamten, Festplatten online zu durchsuchen. Kriminaltechniker verschaffen sich über das Internet oder eine Netzwerkverbindung Zugang zu den Computern der zu überwachenden Person. Mit dem zweiten «Bundestrojaner» können Mails, Chats und andere digitale Kommunikation kontrolliert und mitgeschnitten werden. (mehr…)

Kurzrezension: Eurorepression

Buch der Roten Hilfe: Eurovisionen - Aspekte und Entwicklungen staatlicher Unterdrückung in der EUEin aktueller Sammelband skizziert Trends der Innen-, Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union. Florian Osuch, analyse & kritik, 16.9.2014
Die Hamburger Ortsgruppe der Roten Hilfe hat dazu elf Beiträge zusammengestellt. Bernhard Schmid schreibt über Entwicklungen in Frankreich und zeigt, wie dort die verarmten Vorstädte, die Banlieues, zum »innerstaatlichen Experimentierfeld« geworden sind. Weitere Beiträge thematisieren die Situation in Großbritannien und in der Bundesrepublik. (mehr…)

Bericht: Demobeobachtung Blockupy 2013

Bericht zu den Blockupy-Protesten 2013 in Frankfurt am MainBericht über Einschränkung des Demonstrationsrechts bei den Blockupy-Protesten 2013 in Frankfurt am Main. Florian Osuch, analyse & kritik, 15.4.2014
Am 17. Mai 2014 findet die erste Welle der diesjährigen Blockupy-Proteste statt. Aktionen sind geplant in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart. In der zweiten Jahreshälfte soll dann zur Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main demonstriert werden. Bei der Blockupy-Demonstration im Juni letzten Jahres waren etwa 1.000 Personen eingekesselt worden, juristische Auseinandersetzung dazu laufen an. Das Komitee für Grundrechte und Demokratie hatte das Geschehen beobachtet. Daraus ist jetzt ein hoch brisanter Bericht entstanden. (mehr…)