Archiv der Kategorie 'Berlin & Co'

Designermöbel aus Lampedusa-Schiffen

Schiffsfriedhof auf der Insel Lampedusa
Schiffsfriedhof auf der Insel Lampedusa, Foto: flickr/frankiexs (CC BY-NC-SA 2.0)

Durch ein Tischlereiprojekt in Berlin sollen fünf Flüchtlinge eine berufliche Zukunft erhalten. Doch die Beschäftigungsfrage ist problematisch – nur »Praktika« sind zulässig. Florian Osuch, junge Welt, 26.11.2014
Menschen, die vor Krieg, Hunger oder aus anderen Gründen nach Deutschland flüchten, werden hierzulande selten mit offenen Armen empfangen. Sie sehen sich konfrontiert mit Sondergesetzen, Diskriminierung von Behörden, Kontrollen der Polizei, Ämterwillkür und im Extremfall sogar körperlichen Angriffen von Neonazis. Ein Modellprojekt in Berlin hält dagegen und unterstützt fünf Flüchtlinge beim Aufbau einer beruflichen Perspektive. (mehr…)

Berlin: Neonazis ausgebremst

Fote Flora Hamburg
Protest gegen Nazis in Berlin-Marzahn
Foto: flickr/sozialfotografie (CC BY-NC-ND 2.0)

Berlin: Tausende blockieren Aufmärsche gegen Flüchtlingsheime. Internationalistische Demo im Gedenken an ermordeten Silvio Meier
Jana Frielinghaus/Florian Osuch, junge Welt, 23.11.2014

Seit Wochen protestieren in Berlin Neonazis und Anwohner gegen den geplanten Bau von Flüchtlingsunterkünften. Doch am Samstag stießen sie auf starken Widerstand. Bürger, Politiker und linke Gruppen verhinderten im Stadtteil Marzahn einen Aufmarsch »gegen Asylmissbrauch«. Etwa 3000 Menschen versperrten die Straßen im östlichen Stadtteil Marzahn für mehrere Stunden. Ursprünglich wollten die Rechten rund acht Kilometer weit durch die Stadt ziehen. Wegen der Blockaden kamen die rund 800 Demonstranten nur knapp 800 Meter weit. Bei Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und Gegendemonstranten nahm die Polizei 14 Personen fest und leitete Strafverfahren unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung ein. (mehr…)

Rechte vor die Tür gesetzt

Hotel in Düsseldorf kündigt Räume für neurechten »Zwischentag«. Florian Osuch, junge Welt, 30.7.2014
Anfang September planen Akteure der sogenannten neuen Rechten erneut ein Vernetzungstreffen unter der Bezeichnung »Zwischentag«. In den vergangenen zwei Jahren fand die als Messe titulierte Veranstaltung im bürgerlichen Charlottenburg statt, einem Stadtteil in Berlin (jW berichtete). Nun zieht es die Rechten in das nicht weniger bürgerliche Düsseldorf – doch ganz ohne Probleme kann der »Zwischentag« wohl nicht stattfinden. Das Hotel hat die Rechten vor die Tür gesetzt. Wo die als Messe bezeichnete Veranstaltung einen neuen Unterschlupf finden kann, ist unklar. Der »Zwischentag« ist mit mehreren hundert Teilnehmern zentrale Schnittstelle zwischen Rechtskonservatismus und Rechtspopulismus. (mehr…)

Rezension: Im Schweiß gereift

25 Jahre Wahrschauer»Gibt’s nicht« für alle: Dem Berliner Punkrock-Fanzine Wahrschauer zum 25. Von Florian Osuch. Florian Osuch, junge Welt, 29.10.2013
Die Macher der Berliner Musikzeitschrift Wahrschauer feiern mit stolzgeschwellter Brust ein Wiegenfest, das sie wohl selbst kaum für möglich gehalten hätten. »Unglaublich: Ein Vierteljahrhundert!« beginnt die aktuelle Ausgabe des »Magazins für Gegenkultur«, das erstmalig 1988 in Westberlin erschien. »25 Jahre gereift im Dienst für Rock’n’Roll und Rebellion – zwar nicht im Eichenfaß, dafür aber im Bierdunst und Schweiß der Szene«, so die Redaktion. Der Ansatz, Musik und Politik zu verknüpfen, steht für sie »mehr denn je wie eine eins«, Subkultur bleibe eine Keimzelle der Revolution. (mehr…)

Rechtes Treffen »völlig unterschätzt«

Kaum Proteste gegen den »Zwischentag« in Berlin. Italienischer Neofaschist »Stargast« auf Vernetzungstreffen. Florian Osuch, junge Welt, 9.10.2013
Am vergangenen Sonnabend kamen mehrere hundert Besucher zum »Zwischentag«, einem Vernetzungstreffen der sogenannten Neuen Rechten, nach Berlin-Wilmersdorf. Hinter der als »freie Messe« deklarierten Veranstaltung steht Götz Kubitschek von der rechten Zeitschrift Sezession und Inhaber des Verlags Antaios. Mitorganisator der Tages- und Abendveranstaltung ist nach Antifa-Angaben Karlheinz Weißmann vom »Institut für Staatspolitik« (IfS) sowie Felix Menzel vom rechtskonservativen Onlinemagazin Blaue Narzisse. Die Zeitschrift Sezession ist das Hausblatt der rechten Denkfabrik IfS. Nach einer Analyse des Antifaportals Recherche & Aktion handelt es sich beim »Zwischentag« um eines der »maßgeblichen Vernetzungstreffen publizistischer Organe der Neuen Rechten«. (mehr…)

Treffen elitärer Rechter

Neurechte Messe in Berlin am Sonnabend. Kundgebung von Antifaschisten gegen den »Zwischentag«. Florian Osuch, junge Welt, 5.10.2013
Am Sonnabend wollen Antifaschisten gegen ein Netzwerktreffen der Neuen Rechten in Berlin protestieren. »Rechte Hegemonie is’ nich’« wollen sie den voraussichtlich mehreren Hundert Teilnehmern zum sogenannten »Zwischentag« entgegenhalten. Die Veranstaltung ist als »freie Messe« deklariert und findet im bürgerlichen Bezirk Wilmersdorf statt. (mehr…)

Pogromstimmung in Berlin-Hellersdorf

Refugees Welcome Hellersdorf
Hellersdorf, 20. August 2013
Foto: flickr/ekvidi (CC BY-NC 2.0)

Dubiose Bürgerinitiative mit Insiderinformationen. Florian Osuch, SoZ, 1.10.2013
In Berlin eskalierte im Sommer die Debatte um eine Unterkunft für Asylsuchende im Bezirk Hellersdorf. Mehrere Wochen hielten die Vorkommnisse um das ehemalige Schulgebäude in der Carola-Neher-Straße die Stadt in Atem. Bundesweit wurde über den rassistischen Protest von Anwohnern, eine selbsternannte «Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf», und deren Unterstützung durch die NPD berichtet.

Lange interessierte sich niemand für das leerstehende Gebäude am östlichen Außenrand von Berlin, bis das Bezirksamt auf einer Versammlung am 7. Juli über die zukünftige Nutzung informierte. Da hatte sich längst rumgesprochen, dass dort Flüchtlinge einziehen würden. Zur Veranstaltung kamen statt der erwarteten 400 bis zu 1.000 Zuhörer. Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD) und Vertreter des Bezirksamts wurden immer wieder durch rassistische Schmährufe und die Parole «Nein zum Heim» unterbrochen. Neonazis aus Berlin und Brandenburg hatten sich unter die Anwohnerschaft gemischt. In der jungen Welt war später zu lesen, dass «Kader von ‹Pro Deutschland›, ‹Die Freiheit›, … der Kernbelegschaft des ‹Nationalen Widerstands Berlin› und NPDler aus den Berliner Bezirken» zugegen waren. Sie peitschten die Stimmung immer wieder auf. (mehr…)

Nicht vergessen

Gedenkstein für Helmut Just, Zentralfriedhof Friedrichsfelde
Gedenkstein für Helmut Just

Gedenkfeier für Helmut Just. Florian Osuch, junge Welt, 4.7.2013

Am Dienstag abend versammelten sich knapp einhundert Menschen in Berlin zu einer Gedenkkundgebung für Helmut Just. Er war Angehöriger der kasernierten Volkspolizei der DDR und wurde am 30. Dezember 1952 während seiner Tätigkeit an der Berliner Sektorengrenze erschossen. Der damals 19jährige Just war gelernte Maler und begeisterter Boxer. Er wurde während der Ausübung seines Dienstes an der Behmbrücke im Ortsteil Prenzlauer Berg durch Schüsse getötet. Seine Mörder wurden nie gefaßt. (mehr…)

Berlin bekommt Silvio-Meier-Straße

Berlin bekommt Silvio-Meier-StraßeDer Umbenennung einer Straße im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg in Silvio-Meier-Straße steht offenbar nichts mehr im Weg. Florian Osuch, junge Welt, 9.3.2013

Vor dem Verwaltungsgericht der Stadt wurde am Freitag mündlich über die Klage eines Gewerbetreibenden gegen die Namensänderung verhandelt. Der zuständige Richter wies darauf hin, daß ein Verfahren wenig Aussicht auf Erfolg habe, woraufhin der Betreiber eines Bekleidungsgeschäftes seine Klage zurückzog. Es sei nun nur noch eine Frage von Wochen, bis die neuen Straßenschilder angebracht würden, hieß es gestern am Rande der Verhandlung. (mehr…)

Berlin/Mölln: Antifaschistische Aktionen

Silvio-Meier-Demo 2012Am Samstag beteiligten sich in Berlin rund 5.000 Personen an einer Demonstration gegen Neonazis – im Gedenken an den vor 20 Jahren von Rechten getöteten Hausbesetzer Silvio Meier, Florian Osuch, junge Welt, 26.11.2012
Unter dem Motto »Erinnern heißt kämpfen« zogen die Teilnehmer vom U-Bahnhof Samariterstraße – dem Ort, wo der damals 27jährige erstochen wurde – in den Bezirk Lichtenberg. Dort führte der Zug an einem von Neonazis aus dem Umfeld des »Nationalen Widerstands Berlin« angemieteten Laden vorbei. (mehr…)

Justizskandal mit Nachwirkung

Unmutsäußerungen nach milden Urteilen für Polizei-Todesschützen führten zu langem Strafprozeß, Florian Osuch, junge Welt, 10.11.2012

Vor dem Amtsgericht Neuruppin wird seit nunmehr anderthalb Jahren gegen einen Berliner prozessiert. Am kommenden Montag wird erneut verhandelt. Walled O. wird Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Er soll einem Platzverweis nicht nachgekommen sein. (mehr…)

Neue Broschüre zu Neonazis in Berlin

Motiv rechts 3 – Neue Broschüre zu Neonazis in Berlin»Kameradschaften« übernehmen wesentliche Teile der NPD in der Hauptstadt, Florian Osuch, junge Welt, 8.8.2012
Die Zeitschrift Motiv rechts beschäftigt sich in ihrer dritten Ausgabe mit dem Neonazinetzwerk »Nationaler Widerstand (NW) Berlin«. Beleuchtet werden die Entwicklung der Gruppierung, ihre Ideologie und Aktivitäten, darunter zahlreiche Aufmärsche und Übergriffe. (mehr…)

Kiezprotest in Berlin-Kreuzberg

Reiche 63aStudenten-WGs fordern von Bezirksamt Bestandsschutz für Billigmieten. Florian Osuch junge Welt 29.10.2010

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg haben am Mittwoch abend Bewohner des Hauses in der Reichenberger Straße 63a gegen geplante Mieterhöhungen protestiert. Die Mitglieder des »alternativen Wohn- und Kulturprojekts« zogen zur Bezirksverordnetenversammlung, wo Die Linke einen Dringlichkeitsantrag eingebracht hatte. Der Bezirk ist seit 20 Jahren Generalmieter des ehemals besetzten Hauses. Auf sein Drängen sollen jetzt Erhöhungen um bis zu 20 Prozent für Wohnungen im Vorderhaus und Seitenflügel durchgesetzt werden. Erste Schreiben mit Klageandrohung erhielten einige Mieter bereits im vergangenen Monat.
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Konzert für Polizeiopfer Dennis

Konzert gegen PolizeigewaltAm kommenden Samstag findet um 16 Uhr auf dem Reuterplatz in Berlin-Neukölln eine Kundgebung mit Musikbeiträgen gegen Polizeigewalt statt. Florian Osuch junge Welt 15.9.2010

Das Konzert wird veranstaltet von Freunden und Angehörigen des von einem Polizisten getöteten Dennis J. und dem Kreis »No Justice No Peace«. Ziel sei es, so ein Sprecher gegenüber junge Welt, auf die »alltägliche und tödliche Polizeigewalt in der BRD« aufmerksam zu machen.
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Auf Hitlers Spuren

Neonazis, die soziale Frage und der 1. Mai.
Florian Osuch in der Zeitschrift der LINKEN Friedrichshain-Kreuzberg vom Mai/Juni 2010.

Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet planen zum 1. Mai 2010 einen Aufmarsch in Berlin. Die Neonazis geben sich antikapitalistisch und fordern einen »Nationalen Sozialismus«. Was verbirgt sich hinter dem »Antikapitalismus von Rechts«? Welche Ziele verfolgen NPD und »Kameradschaften«, wenn sie ihren »Tag der deutschen Arbeit« zelebrieren?
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