Archiv der Kategorie 'Antifa-International'

Gespaltene Rechte in Madrid

Madrid, Spain, homenaje fascista, Franco, Division Azul, Falange
Denkmal für die »Division Azul«, Madrid
theyedroppers world (CC BY-NC-SA 2.0)

In Spanien erinnerten Faschisten an eine franquistische Freiwilligentruppe für die Hitlerwehrmacht. Florian Osuch junge Welt 12.2.2014
In der spanischen Hauptstadt Madrid fanden am vergangenen Wochenende mehrere Veranstaltungen von Faschisten statt. Sie erinnerten an spanische Soldaten der »Blauen Division«, einer Freiwilligendivision im Zweiten Weltkrieg. Spaniens Diktator Francisco Franco hatten diesen Verband zwischen 1941 und 1943 zur Unterstützung der deutschen Wehrmacht in ihrem Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion entsandt. Die Truppe war als »Division Azul« (Blaue Division) bekannt, ihre Teilnehmer werden von spanischen Faschisten als Helden verehrt. (mehr…)

Neue rechte Allianz in Spanien

Faschisten in Barcelona, 12.10.2013
Faschisten am 12.10.2013 in Barcelona, Foto: flickr/Victor Serri (CC BY-NC-ND 2.0)

Mehrere faschistische Gruppierungen haben sich verbündet.
Familiäre Verbindungen bis in die etablierte Politik. Florian Osuch, Antifaschistische Nachrichten, Nr. 2/2013, 23.1.2014

Die extreme Rechte in Spanien gilt als stark zersplittert. Ein dutzend Organisationen und Parteien tummeln sich rechts von der konservativen Volkspartei Partido Popular (PP). Nun haben sich mehrere Gruppierungen zur Allianz „España en marcha“ (Spanien in Bewegung bzw. Spanien marschiert) zusammengeschlossen. Es sind Gruppierungen wie Democracia Nacional (Nationale Demokratie), La Falange, Movimiento Católico Español (Spanische katholische Bewegung), Alianza Nacional (Nationalen Allianz, AN) sowie Nudo Patriota Español (Patriotischer spanischer Kern). (mehr…)

Nazis verbünden sich

Faschisten in Barcelona, 12.10.2013
Faschisten am 12.10.2013 in Barcelona
Foto: flickr/Victor Serri (CC BY-NC-ND 2.0)

In Spanien treten mehrere faschistische Gruppierungen neuerdings gemeinsam auf. Florian Osuch, antifa – Zeitung der VVN-BdA, 1.1.2014
Rund ein Dutzend rechte Organisationen haben sich in Spanien zum Bündnis »España en marcha« (Spanien marschiert) zusammengeschlossen. Sie wollen die stark zersplitterte extreme Rechte ihres Landes einen. »España en marcha«, das sind: Democracia Nacional, La Falange, Movimiento Católico Español (Spanische katholische Bewegung), Alianza Nacional sowie Nudo Patriota Español (Patriotischer Kern). (mehr…)

Neue rechte Allianz

Spanische Nazis am 12.10.2013 in Barcelona
Spanische Nazis am 12.10.2013 in Barcelona
Foto: flickr/Victor Serri (CC BY-NC-ND 2.0)

In Spanien haben sich Neofaschisten verbündet. Seilschaften bis in etablierte Politik. Florian Osuch, junge Welt, 18.12.2013
Die extreme Rechte in Spanien gilt als stark zersplittert (vgl. Braunes Konglomerat“ jW, 3.11.2010). Rund ein Dutzend Organisationen tummeln sich rechts von der konservativen Volkspartei Partido Popular (PP). Nun haben sich mehrere Gruppierungen zur Allianz »España en marcha« (Spanien marschiert) verbündet. (mehr…)

Großrazzia gegen Antifaschisten

Spanische Polizei verhaftet Aktivisten sozialer Bewegungen. Vorwand war Störung rechter Versammlung. Florian Osuch, junge Welt, 30.11.2013
In Madrid sind am Donnerstag bis zu 30 Aktivisten aus den sozialen Bewegungen festgenommen worden. 19 von ihnen griff die Polizei in den frühen Morgenstunden in ihren Wohnungen, in sozialen Zentren und in besetzten Häusern auf. Später durchsuchten die Beamten Arbeitsstätten der Betroffenen. Ihnen wird vorgeworfen, an der Störung einer Veranstaltung von Rechtsextremisten am 20. November – dem Todestag des spanischen Diktators Franco – an der Universität Complutense in Madrid teilgenommen zu haben. Nach Angaben des Innenministeriums seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Es ist den Angaben zufolge daher nicht ausgeschlossen, daß es zu weiteren Festnahmen kommt. (mehr…)

Veranstaltungsreihe: Neue Erinnerungskultur

KZ Buchenwald
KZ Buchenwald, flickr/martingreffe (CC BY 2.0)

Antifaschisten beraten in Göttingen über Gedenken ohne Zeitzeugen. Florian Osuch, junge Welt, 27.3.2013
Die antifaschistischen Bewegungen in Europa stehen vor der Frage, wie fast 70 Jahre nach dem Niederringen des deutschen Faschismus das Gedenken an die Opfer und das Erinnern an den Widerstand ohne Zeitzeugen wachgehalten werden kann. Bereits in wenigen Jahren werden all diejenigen verstorben sein, die gegen den Faschismus gekämpft haben, seien es Partisanen, Gefangene hinter KZ-Mauern, Angehörige der Armeen der, die sich gegen das faschistische Deutschland verbündet hatten, oder stille Saboteure im Alltag. (mehr…)

Gedenken in Madrid

In der spanischen Hauptstadt gedenken am Wochenende Antifagruppen, Angehörige und Freunde eines vor fünf Jahren getöteten Jugendlichen, Florian Osuch, junge Welt, 7.11.2012
Carlos Palomino war am 11. November 2007 in Madrid in einer U-Bahnstation von einem Neonazi getötet worden. Gemeinsam mit Genossen war der damals 16jährige auf dem Weg zu einer Protestaktion gegen einen geplanten Aufmarsch der neonazistischen Partei »Democracia National«. (mehr…)

Hakenkreuze auf Gramal in Spanien

pintada nazis no en Sevilla
flickr/comcinco (CC BY 2.0)

In der spanischen Kleinstadt Candeleda in der Provinz Ávila ist eine Gedenkstätte für Opfer des Spanienkrieges von Neonazis beschädigt worden, Florian Osuch, junge Welt, 20.10.2012

Die Täter brachten großflächige Schriftzüge wie »Heil Hitler« und »Viva España« sowie Hakenkreuze und andere Symbole an. Es sei bereits die dritte Attacke auf das Denkmal seitdem es 2010 aufgestellt worden war, meldete die Zeitung Público am Freitag. In der Grabstätte sollen mehreren Hundert Opfer der Franco-Truppen aus Candeledas beigesetzt werden.

Spanien: Extreme Rechte räumt ab

Bei den Kommunalwahlen am Sonntag in Spanien konnten rechte Parteien zahlreiche Mandate erringen. Florian Osuch junge Welt 25.05.2011

In Katalonien vervielfachte die von spanischen Medien als rechtspopulistisch bezeichnete Partei »Plataforma per Catalunya« (PxC) ihre Stimmen von 12000 im Jahr 2007 auf jetzt knapp 66000 Stimmen. Mit 67 (zuvor 17) Sitzen ist sie nun flächendeckend in Kommunalparlamenten vertreten.
(mehr…)

Spanien: Braunes Konglomerat

Die extrem rechte Szene in Spanien ist stark zersplittert. Etwa ein Dutzend Parteien wirbt um Wählerstimmen. Ein Konfliktpunkt ist das Verhältnis zu Israel. Florian Osuch junge Welt 3.11.2010

Rechte und neonazistische Bewegungen befinden sich in Europa im Aufwind. Das zeigen Umfragen und Wahlergebnisse ebenso wie eine verstärkte Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. Die vor genau einem Jahr gegründete »Allianz der europäischen nationalen Bewegungen« verbindet fast ein ganzes Dutzend diverser Rechtsparteien, darunter die British Nationalparty, die ungarische Jobbik-Partei oder Front National aus Frankreich. Eine deutsche Partei ist bislang nicht Mitglied in dem Bündnis. Aus Spanien hat sich aber die Sozialrepublikanische Bewegung (Movimiento Social Republicano) der Allianz angeschlossen hat.
(mehr…)

Pause für rechte Töne

Combat España fascistaIn Madrid begann Prozeß gegen den spanischen Ableger von »Blood & Honour«.
Florian Osuch junge Welt 26.5.2010

Vor dem Provinzgericht in Madrid begann am Dienstag der Prozeß gegen 19 Neonazis der spanischen Sektion des internationalen Netzwerkes »Blood & Honour« Die Staatsanwaltschaft wird den Männer die Gründung einer illegalen Vereinigung, Handel mit verbotenen Waffen sowie Verbreitung von Haß gegen Migranten vor. Bei einer Verurteilung drohen den Männer zwischen zwei und fünf Jahren Haft. Antifaschisten weisen auf enge Verbindungen der Angeklagten zur spanischen Neonazipartei »Movimiento Social Republicano« (MSR) hin: 17 der 19 Angeklagten hätten auf Listen für MSR kandidiert.
(mehr…)

Paradies für Kriegsverbrecher

Buch von Joan CantareroUnzählige Nazis flohen nach dem Faschismus nach Spanien. Der Autor Joan Cantarero beleuchtet einige von ihnen.
Florian Osuch junge Welt 17.3.2010

Nach dem Sieg über den Faschismus flüchteten deutsche Nazis, Kriegsverbrecher und Angehörige der SS und Wehrmacht tausendfach nach Lateinamerika. Unterstützung erhielten sie dabei insbesondere durch die katholische Kirche sowie das Internationale Rote Kreuz. Netzwerke wie »Die Spinne« oder ODESSA – die Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen – schleusten die Nazis vor allem über Italien oder Spanien ins Ausland. Weitgehend unbehelligt ließen sie sich in Chile oder Argentinien nieder, waren meist als Kaufleute tätig und genossen teilweise hohes Ansehen.
(mehr…)

Faschisten-Ehrung in Madrid

Madrid, Spain, homenaje fascista, Franco, Division Azul, Falange
flickr/theyedroppers world
(CC BY-NC-SA 2.0)

Polizei schützt Kundgebung von Alt-und Neonazis zur Erinnerung an Freiwilligenverband im Zweiten Weltkrieg.
Florian Osuch junge Welt 12.2.2010

In Madrid versammelten sich am Mittwoch Altfaschisten und Neonazis zu einer Ehrung für verstorbene Mitglieder der »Blaue Division«. Diesen Freiwilligenverband hatte Spaniens Diktator Franco zwischen 1941 und 1943 zur Unterstützung der deutschen Wehrmacht und des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion entsandt.

Die Kundgebung war von der »Bruderschaft Blaue Division« organisiert worden. Es nahmen nach Angaben der Zeitung Público auch ehemalige Teilnehmer der Freiwilligenformation teil. Nach einer Messe legten Anwesende Blumen und Kränze vor einer Statue »Für die Gefallenen der Blauen Division« nieder. Als die spanische Version des Soldatenliedes »Ich hatte einen Kameraden« erklang, zeigten zahlreiche Personen den Hitlergruß. (mehr…)

Faschistischer „Studienzirkel“ in Spanien verboten

Manifestació contra la Llibreria EuropaDer „Círculo de Estudios Indoeuropeos“ publizierte Literatur, die den NS-Staat verherrlichte und deren Verbrechen rechtfertigte. Der Innenkreis des Zirkels bildete eine paramilitärische Geheimorganisation nach Vorbild der SS.

Florian Osuch in der Zeitschrift Antifaschistisches Infoblatt (AIB) Nummer 85: Winter 2009/2010.

In Spanien wurde eine neonazistische Vereinigung verboten und vier Männer wegen „Verbreitung von Rassenhass“ zu Gefängnisstrafen verurteilt. Ein Gericht sah es als erwiesen an, dass Führungspersonen des 1999 als Kulturvereinigung gegründeten „Circulo de Estudios Indoeuropeos“ (CEI) in Zeitschriften und Büchern den Holocaust gerechtfertigt und die Ideen des „Dritten Reiches“ verteidigt hätten.
(mehr…)

Gedenkplatte für Faschisten entfernt

AntifaIn den Abendstunden des 9. November 2009 entfernten Aktivisten der Antifakoordination Madrid eine Gedenkplatte für den spanischen General Agustín Muñoz Grandes.
Florian Osuch junge Welt 11.11.2009

Die Antifaschisten wollten damit der Opfer der Reichspogromnacht von 1938 gedenken und ein Zeichen gegen die fehlende Auseinandersetzung mit der faschistischen Vergangenheit Spaniens setzen. Muñoz steht persönliche für die Kontinuität des Faschismus in Spanien. Während des Spanischen Bürgerkriegs befehligte er Franco-Truppen gegen die Republik. Im Zweiten Weltkrieg –Franco hatte inzwischen die Volksfrontregierung geschlagen – führte er den spanischen Freiwilligenverband »División Azul« an. Er kehrte nach Spa­nien zurück und machte Karriere als Militär und Politiker. Von 1951 bis 1957 war er Verteidigungsminister und von 1962 bis 1967 stellvertretender Ministerpräsident im faschistischen Kabinett unter General Franco.

Info: Antifa Madrid