Archiv für April 2015

Rezension: Kein ostdeutsches Problem

Antimuslimischer Rassismus, Buch von Inva KuhnMobilisierungen gegen Flüchtlinge: Hintergründe und Gegenstrategien von der Amadeu-Antonio-Stiftung. Florian Osuch, junge Welt, 29.4.2015
Rassistische Stimmungsmache gegen Flüchtlinge führt seit einigen Jahren wieder vermehrt zu harten Auseinandersetzungen um Unterkünfte für Asylsuchende. Es gibt Aufmärsche, vielfach durch Neonazis angeheizte Bürgerversammlungen und auch Anschläge gegen die oft bezugsfertigen Liegenschaften. Ende März brannte in Tröglitz (Sachsen-Anhalt) der Dachstuhl eines Gebäudes, in dem Flüchtlinge unterkommen sollten. Ähnlich rassistisch motivierte Brandanschläge auf Gebäude für Asylsuchende gab es unter anderem im März im oberbayerischen Hepberg und in Escheburg bei Hamburg sowie im Dezember im fränkischen Vorra. (mehr…)

Homophober Minister zurückgetreten

Der Gesundheitsminister der Regionalregierung in Nordirland, Jim Wells, ist nach homophoben Äußerungen zurückgetreten. Florian Osuch junge Welt 29.04.2015
Das meldete die BBC. Wells gehört der religiös-konservativen Democratic Unionist Party (DUP) an und kandidiert im Bezirk South Down für einen Sitz im britischen Parlament. Bei einer Wahlkampfdebatte in Downpatrick hatte Wells in der vergangenen Woche behauptet, die Möglichkeit für sexuellen Missbrauch an Kindern sei in schwulen und lesbischen Familien höher als bei heterosexuellen Paaren.

Linke Organisierung damals und heute

Marx21: Best of KPD - Sammelband zur frühen Geschichte der Kommunistischen Partei DeutschlandsEin Sammelband zur frühen Geschichte der KPD, bevor sich die Partei «in ein Werkzeug der russischen Außenpolitik verwandelt» hatte.. Florian Osuch, SoZ – Sozialistische Zeitung, Nr. 4/2015
Anfang der 20er Jahre existierte in Deutschland mit der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) eine revolutionäre Kraft mit mehreren hunderttausend Mitgliedern und Millionen Wählern. Gegründet Ende 1918 in den Wirren der Novemberrevolution, bestand ihr Kern zunächst aus tausenden radikaler Arbeiter, die der SPD wegen deren Unterstützung für den Ersten Weltkrieg den Rücken gekehrt hatten.
Als sich die Führung der Sozialdemokraten dann noch unter Einsatz militärischer Gewalt gegen Aufstandsversuche stellte, verließen weitere zehntausende die Partei und schlossen sich der KPD an. Zu den Persönlichkeiten der ersten Stunde gehören Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Paul Levi und Heinrich Brandler. (mehr…)