Rechtspopulismus

Broschüre zur Alternative für Deutschland, Bürgerschaftswahl Hamburg 2015Kurz vor der Hamburger Bürgerschaftswahl sagten Umfragen einen weiteren Erfolg der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) voraus. Florian Osuch, analyse & kritik, 15.1.2015
Im vorigen Jahr konnte die Truppe um den Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke in die Landtage von Thüringen (10,6 Prozent der Stimmen), Sachsen (9,7 Prozent) und Brandenburg (12,2 Prozent) sowie ins Europäische Parlament (7,1 Prozent) einziehen. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts hat in einer Broschüre zur AfD 15 Artikel zusammengetragen.

Andreas Speit befasst sich mit den Erfolgen rechter und neofaschistischer Parteien in Europa. Alexander Häuser analysiert das Milieu, aus dem sich die AfD speist. Er macht drei politische Strömungen aus: ein wirtschafts- und neoliberales, ein nationalkonservatives sowie ein neurechtes Milieu. Ausführlich wird die Rolle von Hamburger Wirtschaftsprofessoren beleuchtet, die mit dem Hamburger Appell im Juni 2005 den Weg für eine rechte, neoliberale und marktradikale Partei ebneten. Eine Autorin befasst sich mit dem Band, das christliche Fundamentalist_innen und Lebensschützer_innen mit der AfD geknüpft haben. In dieser Szene wird gewettert gegen Schwangerschaftsabbrüche, sexuelle Aufklärung und gegen Schwule und Lesben. Weitere Beiträge behandeln die ehemalige Hamburger Rechtsformation Partei Rechtsstaatliche Offensive des Richters Ronald Schill, den AfD-Jugendableger Junge Alternative, die Finanzen der AfD sowie antimuslimischen Rassismus.

Rechtspopulismus ist keine Alternative! Broschüre zur Kritik der »Alternative für Deutschland«. 44 Seiten, kostenlos, PDF-Download: gewstudis.blogsport.de