Archiv für März 2008

Rassistische Übergriffe in Irland

Britische Neonazis machen sich auf der grünen Insel breit. Katholiken mit Migrationshintergrund doppelt gefährdet
Von Florian Osuch junge Welt 19.3.2008

Seit dem wirtschaftlichen Aufstieg Irlands in den 1990er Jahren ist es auf der grünen Insel immer häufiger zu rassistischen Übergriffen gekommen. Opfer sind vor allem Menschen aus Ost- und Süd­europa, die es auf Arbeitssuche nach Irland gezogen hat. Einen Höhepunkt erreichte die rassistische Gewalt Ende Februar: In Dublin wurden zwei polnische Arbeiter erstochen.
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Die Freiheitskämpferin

Vor 20 Jahren wurden drei IRA-Mitglieder in Gibraltar erschossen. Unter ihnen war die Feministin und Sozialistin Mairéad Farrell
Florian Osuch junge Welt 7.8.2008

Bild von Mairéad FarrellIn Belfast finden am heutigen Freitag Gedenkfeiern für drei getötete Mitglieder der irischen Untergrundarmee IRA statt. Trotz der Proteste britischer Parteien wird die irische Linkspartei Sinn Féin im nordirischen Parlament an Danny McCann, Seán Savage und Mairéad Farrell [englisch] erinnern. Die drei wurden am 6. März 1988 in der britischen Kolonie Gibraltar von einem Kommando der SAS, einer Spezialeinheit der britischen Armee, getötet. Zu einem Gedenkmarsch am Sonntag wird auch Sinn-Féin-Präsident Gerry Adams erwartet.
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»Dr. No« tritt nach 40 Jahren zurück

Ian Paisley
Ian Paisley, flickr/DUP Photos (CC BY-NC-ND 2.0)

Nach internem Druck legt Ian Paisley in Nordirland das Amt des Regierungschefs nieder
Florian Osuch junge Welt 6.3.2008
In Nordirland hat Ian Paisley, Erster Minister der Autonomieregierung, am Dienstag seinen Rücktritt angekündigt. Paisley ist christlich-fundamentalistischer Pfarrer und politischer Hardliner des probritischen Lagers. Aufgrund seiner starren Haltung im Nordirlandkonflikt war er lange als »Dr. No« bekannt. Im Mai dieses Jahres werde er sein Ministeramt sowie den Vorsitz der Democratic Unionist Party (DUP) niederlegen. Seine Mandate im nordirischen Parlament sowie in London wolle er jedoch behalten.

Der Rückzug des 81jährigen kam überraschend, obwohl er innerhalb seiner Partei sowie des gesamten unionistischen Lagers in der Kritik stand. Seit einem Jahr bildet die DUP unter seiner Führung eine Koalition mit der irischen Linkspartei Sinn Féin, die als politische Vertretung der inzwischen aufgelösten Untergrundarmee IRA gilt. Als sein Stellvertreter und zweiter Minister fungiert der Sinn-Féin-Politiker Martin McGuinness, ein früherer Kommandeur der IRA. (mehr…)

Tränengas gegen Antifas in Madrid

AntifaFlorian Osuch junge Welt 5.3.2008

In der spanischen Hauptstadt Madrid haben am vergangenen Freitag rund 1 000 Antifaschisten einen Aufmarsch von Neonazis verhindert. Die extrem rechten Gruppierungen »Nación y Revolución« und »Combat España« wollten im migrantisch und alternativ geprägten Stadtteil Lavapiés marschieren. Der Aufmarsch mit einhundert Neonazis mußte nach wenigen Minuten abgebrochen werden, weil Antifaschisten versucht hatten, den Versammlungsplatz Tirso de Molina zu stürmen.
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